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Fr, 12:36 Uhr
09.01.2004

Nachbarn rücken zusammen

Nordhausen/Sondershausen (nnz). Schon oft ist in den zurückliegenden Wochen über die Kooperation zwischen Nordhausen und Sondershausen berichtet worden. Im Januar soll es nun feierlich, amtlich und schriftlich werden.


Am 21. Januar unterzeichenen die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und der Sondershäuser Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) einen Kooperationsvertrag. Den Rahmen der Unterzeichnung bildet eine gemeinsame Sitzung beider Stadträte im Nordhäuser „Neuen Rathaus.“ Beide Kommunen gründen damit einen Städtebund, der die Eigenständigkeit der Städte allerdings unberührt lässt. Laut Vertrag verfolgen beide Städte gemeinsam das Ziel, Nordhausen zum Oberzentrum der Region Nordthüringen zu entwickeln. Durch die Bündelung der Kräfte sollen die bestehenden Ressourcen besser genutzt und gemeinsame strategische Entwicklungsziele gefunden, abgestimmt und umgesetzt werden. Beide Städte, so heißt es in der Vertrags-Präambel, wollten „ihre Kräfte bündeln“ und „zukünftig ihre Positionen im Standortwettbewerb durch zunehmend enges, abgestimmtes Handeln weiter festigen und ausbauen.“

Schwerpunkte der Zusammenarbeit seien Landes-, Regional- und Flächennutzungsplanung beider Städte, die Infratsruktur, Wirtschaftsentwicklung, der Kultur und Tourismus, Soziales und Sport sowie die Verwaltungsstrukturen. Organe des Städtebundes sind der „Rat der Bürgermeister“ und die Arbeitsausschüsse. In beiden Gremien werden die Entscheidungen einstimmig gefasst, jeder Vertragspartner hat eine Stimme. Den Vorsitz im „Rat der Bürgermeister“ nehmen jährlich alternierend die Nordhäuser Oberbürgermeisterin und der Sondershäuser Bürgermeister ein.

Der Rat bereitet gemeinsame Beschlussvorlagen vor, die dann den jeweiligen Vertretungskörperschaften zur Entscheidung vorgelegt würden. Einzelne Aufgaben kann der Rat auf die Arbeitsausschüsse übertragen, die nach Bedarf und zeitlich befristet durch den Rat eingesetzt werden.
Autor: nnz

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