Fr, 12:43 Uhr
16.03.2001
Unfallzahl rückläufig - Landkreis trotzdem Spitzenreiter
Nordhausen (nnz). 3.027 mal krachte es im zurückliegenden Jahr auf den Straßen und auf der Autobahn im Landkreis Nordhausen. Dabei sind nach Angaben der Polizei 587 Personen verletzt und sieben Menschen getötet worden. Schwerpunkte des Unfallgeschehens waren die Kyffhäuser- und Sangerhäuser Straße sowie die B 243 zwischen Nordhausen und Hesserode. Die Unfallhäufigkeit leitet die Polizei aus der Tatsache ab, daß im Landkreis Nordhausen durch den befahrbaren Teil der Autobahn A 38 alle "Straßenarten" vertreten seien. Zudem habe der Landkreis ein relativ hohes Aufkommen am Schwerlastverkehr. Im Landkreis Nordhausen ist trotz der relativ hohen Zahl der Unfälle seit 1996 ein stetiger Rückgang zu beobachten. 1996 wurden 3.245, im zurückliegenden Jahr 3.027 Unfälle aufgenommen.Im gesamten Nordthüringer Direktionsbereich ereigneten sich im Jahr 2000 12.306 Unfälle, das entspricht einem Rückgang zu 1999 um 4,1 Prozent. Verletzt wurden bei diesen Unfällen 2.637 Menschen, 51 verstarben an den Folgen von Verkehrsunfällen. Zu den Hauptunfallursachen gehörten erneut nichtangepaßte oder überhöhte Geschwindigkeit, Nichtbeachten der Vorfahrt, unvorsichtiges Wenden oder Rückwärtsfahren, Einwirkung von Alkohol und Fehler beim Überholen. Am häufigsten wurden Unfälle in den Nachmittagsstunden bzw. am Dienstag, Mittwoch und Freitag registriert.
Die Gruppe der Kraftfahrer zwischen 18 und 25 Jahren zeigte sich auch im zurückliegenden Jahr als die Risikogruppe Nr.1. Mehr als die Hälfte der Unfälle, die auf zu schnelles Fahren zurückzuführen sind, wurden von Fahrzeugführern dieser Altersklasse verursacht, beim Fahren unter Alkohol waren es immerhin noch 43,4 Prozent, obwohl diese Gruppe nur zehn Prozent der gesamten Bevölkerung ausmacht. Ein deutlicher Rückgang um fast 20 Prozentpunkte konnte beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erreicht werden. Hier wirke sich der präventive Charakter der Geschwindigkeitsmessungen aus (nnz-Foto: Lichtschrankenmeßgerät).
2.694 derartiger Messungen sind im Jahr 2000 durchgeführt worden, dabei wurden 826.283 Fahrzeuge gemessen, 3,5 Prozent davon fuhren schneller, "als es die Polizei erlaubt". Spitzenreiter waren unter anderem ein VW, der am 25. September 2000 in einer 30er-Zone in Nohra mit satten 73 geblitzt wurde. Auch 103 kmh in der Grimmelallee oder 117 in der Ortslage Görsbach waren im vergangenen Jahr durchaus keine Seltenheit.


