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Di, 17:49 Uhr
30.12.2003

Kreuzung mit Verspätung

Nordhausen (nnz). Zum Fahrplanwechsel wurden auf der Südharzstrecke erneut Langsamfahrstellen eingerichtet. Die verantwortlichen Mitarbeiter von DB Netz haben hiervon die Besteller in Erfurt und Hannover im Vorfeld offensichtlich nicht unterrichtet. Was die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ dazu meint, das erfahren Sie mit einem Klick...


"Grau ist die Theorie und bunt ist die Praxis", so sieht Burkhard Breme von der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" die neuerlichen Fehlplanungen bei der DB Netz AG und erinnert sich Kopf schüttelnd an das Jahr 1998 als nach einem Fahrplanwechsel die Geschwindigkeiten ebenfalls außerplanmäßig reduziert wurden. Um den Übergang in Northeim auf den Intercity nach Göttingen und Frankfurt trotz der neuen Langsamfahrstellen sicherzustellen, hat die Deutsche Bahn seit dem 18. Dezember die Kreuzung der Regionalexpresse Erfurt - Northeim und zurück von Ellrich nach Walkenried verlegt.

Allerdings erhalten nun die RE nach Nordhausen wegen der längeren Standzeit in Walkenried eine Verspätung von etwa 8-10 Minuten. Hinzu kommen die zusätzlichen 8 Minuten Fahrzeit seit dem Fahrplanwechsel. "Seit Dezember haben sich die Fahrzeiten der Regionalexpresszüge so um 16 Minuten verlängert", rechnet Burkhard Breme vor und macht deutlich, dass die Fahrzeiten so lang wie vor der Sanierung seien. In Nordhausen wird aber der Anschluss an die Regionalbahn nach Halle (Saale) noch erreicht. Die RE nach Northeim erreichen diesen Bahnhof nun um 1-2 Minuten verspätet. Damit ist sowohl der Übergang auf den IC nach Göttingen als auch auf den nach Hannover sichergestellt. Der nach Norden fahrende IC verlässt den Bahnhof Northeim ohnehin erst 10 Minuten nach Ankunft des RE, aber beim Göttinger Zug beträgt die Übergangszeit nur 5 Minuten.

"Wenn die zwei noch bestehenden - aus unserer Sicht problemlos behebbaren - Abschnitte mit 70 km/h noch auf 100 km/h angehoben werden, können die Züge die Verspätung bis Nordhausen auf 5 Minuten drücken. Das sollte also schnellstmöglich geschehen. Ferner kann man die Abfahrt des Northeimer Zuges in Ellrich auf die Minute 58 statt zur vollen Stunde legen und damit wieder etwas gutmachen. Darüber hinaus erwarten wir aber bis zum Frühjahr die Beseitigung der Langsamfahrstellen am Walkenrieder Tunnel und in Scharzfeld" meint Michael Reinboth von der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz".

Denn die Risiken lauern auch anderswo. Bei 10minütiger Verspätung des RE in Niedersachswerfen wird es zum Beispiel mit dem Übergang auf die Harzer Schmalspurbahnen am Herkulesmarkt ganz eng. Die Kreuzung der Regionalbahnen Nordhausen - Göttingen und zurück bleibt in Ellrich. Hier sind die Fahrzeiten und Anschlüsse aber auch etwas entspannter.
Autor: nnz

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