Do, 10:10 Uhr
15.03.2001
Hoffen und Bangen zwischen Brustwarze und Kniekehle
Nordhausen (nnz). Eine glänzende Hose, eigentlich recht hübsch anzuschauen am Körper von Matthias Mitteldorf. Wenn sie nur nicht die meiste Zeit der gestrigen Premiere am Nordhäuser Theater den Blick auf Intimeres versperrt hätte. Die anwesende Damenwelt glaubte nicht an freiere Blicke auf das Beste am Mann, sollte Herr Mitteldorf doch in seiner Rolle lediglich eine Stripteasenummer ansagen und nicht selbst darbieten. Schade eigentlich, daß der Darsteller den knappen roten Slip über die Hose zerrt (sich zwar hier und da vielsagend in den Schritt faßt, was den Besucherinnen den Schweiß auf die Stirn treten ließ), aber eigentlich immer nur Hoffen läßt auf mehr. Dieses Hoffen dauert denn auch fast eine Stunde, unterdessen mache ich mir Gedanken, ob der Schauspieler die Farbe des Dessous selbst gewählt hat, um seine politische Einstellung zu dokumentieren. Na egal, wenn ich zu weit in Gedanken versinke, verpasse ich noch die Aufklärung des Ansagers einer Stripteasenummer über die Vorzüge bestimmter Körperteile. Und das wäre echt schade gewesen. Die Ausführungen des Ansagers einer Stripteasenummer verfehlen ihre Wirkung nicht. So doll haben wir Frauen seit Jahren nicht mehr nach einer männlichen Brustwarze gelechzt. Der vorläufige Höhepunkt scheint erreicht, als Mitteldorf das Hosenbein hebt und uns seine knackige Wade gönnt. Und nicht nur die, nein, auch die Kniekehle als Mulde, die mehr verspricht, wird entblößt. Ich kann Ihnen sagen, das war besser als bei den California Dream Boys. Aber längst nicht nur die Mulde bringt uns zum Rasen, das Salz in der Suppe sind Mitteldorfs Worte, die richtig anheizen. Wer will da schon noch Andrea mit ihrer Nummer sehen?? Auf einem gewöhnlichen Holzstuhl? Der Mitteldorf ohne Holzstuhl wär uns doch viel lieber, mal ehrlich.
Um es kurz zu machen, wir haben viel erfahren über erogene Zonen, über Verlegenheitsgesten, über die Erotik, die Macht der Worte und ... über den Körper des Hauptdarstellers, denn: Am Ende entblößt er sich doch! Bis auf den Slip. Und als wir Mitteldorfs ansehnliches Hinterteil präsentiert bekommen, das gerade vom Slip befreit werden sollte, da geht doch, stellen Sie sich vor, der Scheinwerfer aus. Verdammt, Ihr da am Theater, seid Ihr frauenfeindlich!!!
Simone Scheiding
Autor: nnzUm es kurz zu machen, wir haben viel erfahren über erogene Zonen, über Verlegenheitsgesten, über die Erotik, die Macht der Worte und ... über den Körper des Hauptdarstellers, denn: Am Ende entblößt er sich doch! Bis auf den Slip. Und als wir Mitteldorfs ansehnliches Hinterteil präsentiert bekommen, das gerade vom Slip befreit werden sollte, da geht doch, stellen Sie sich vor, der Scheinwerfer aus. Verdammt, Ihr da am Theater, seid Ihr frauenfeindlich!!!
Simone Scheiding

