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Do, 10:10 Uhr
06.09.2012

nnz-Forum: Eine Stadt der Nörgler

Die Diskussion in der nnz zu diesem Thema ist unsachlich, von Unterstellungen und beleidigenden Bemerkungen durchsetzt und sollte beendet werden, bevor von n auf n +1 Nordhäuser hochgerechnet wird und alle Einwohner zu Dauernörglern erklärt werden. Ein Beitrag im Forum der nnz...


Nachfolgend zusammengefasst die drei Gesichtspunkte der Diskutierenden in der nnz, zwischen denen jedoch wenigstens bundes-, wenn nicht weltweit entschieden werden muss.

1. Biogasanlagen vergrößern den Hunger in der Welt, haben einen miserablen Wirkungsgrad und stellen eine große Belastung für die Anwohner und/oder Umwelt dar. Dann gehören diese Anlagen weltweit verboten. Zur Welt gehört aber auch Thüringen und die 201 Anlagenstandorte, die es im Januar 2012 dort schon gab, gehören sofort zurückgebaut.

2. Biogasanlagen haben keinen Einfluss auf den Hunger in der Welt, haben einen guten Wirkungsgrad und stellen eine große Belastung für die Anwohner und/oder Umwelt dar. Dann müssen derartige Anlagen dort hin gebaut werden, wo Anwohner oder Umwelt nur minimal belastet werden.

3. Biogasanlagen haben keinen Einfluss auf den Hunger in der Welt, haben einen guten Wirkungsgrad und stellen keine große Belastung für die Anwohner und/oder Umwelt dar. Dann können derartige Anlagen überall hin gebaut werden, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wäre dieses eine Fernsehdiskussion mit den beiden alten Journalisten-Haudegen würde sie an dieser Stelle wie üblich beendet: „Noch Fragen, Kienzle?“ „Nein, Hauser.“
Jürgen Wiethoff, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Bodo Schwarzberg
06.09.2012, 10:39 Uhr
Die Ärmsten und die Umwelt zahlen die Zeche
Diejeinigen, die Herr Wiethoff als Nörgler benennt, handeln zweifellos vielfach aus einer egoistischen Haltung heraus: Die Anlage überall, aber nicht dort, wo ich wohne. Allerdings beobachte ich auch ein zunehmendes Bemühen, tatsächlich exisstierende Zusammenhänge erkennen zu wollen, also die Einordnung der Problematik Biogas in einen höheren Zusammenhang. Die Provinzpolitiker dazu zu bringen, Nordhausen als Teil des globalen ökologischen Desasters zu erkennen, das halte ich für eine lohnenswerte Aufgabe für die nächste Zeit. Und viele Bürger beteiligen sich bereits daran.
Was die von Herrn Wiethoff hier notierten Denkansätze angeht, so gibt es für mich nur eine legitime Dikussionsgrundlage: Jene nämlich, die von den hochkarätigen Wissenschaftlern unserer Nationalakedemie Leopoldina verfasst wurde. Dass sie der Bundesregierung nicht nach dem Munde redet sondern wahrhaft unabhängig ist, das beweisen die Internationalität des Autorengremiums und der Inhalt des Gutachtens. Zudem kann jeder nnz-Leser unter Einsatz der Logik und von ökonomischem Grundwissen erkennen, dass der massive Ausbau von Biogasanlagen Ausdruck der Kurzsichtigkeit des Menschen ist, für seine todbringende Unfähigkeit also, seine Rolle in der Biosphäre für die tatsächliche Sicherung seiner Existenz einzusetzen. Statt letzteres zu tun aber, setzt er kritiklos und ungesteuert weiterhin hunderte Millionen kleine Konsumenten in die Welt, die die bereits eingetretenen Schäden mit ihren teils künstlich erzeugten Ansprüchen ins Grundlose wachsen lassen werden.
Die Quittung für das antiquierte "Besenkammerdenken" aller Provinzpoltiker dieser Welt wird die Menschheit erhalten - ja, sie erhält sie schon: Der kleine Provintgouverneur in Indonesien, der "Regenwald" gegen ein paar Silberlinge für das private Sparschwein an die Holzmafia verkloppt wbenso wie ein deutscher Oberbürgermeister, der vorgibt, mit Gefälligkeitsgutachten und einer Biogasanlage etwas für die Umwelt zu tun. Die Zeche dieser finanziell gewiss gut abgesicherten Leute zahlt die Umwelt, allen voran die Regenwälder sowie die Ärmsten der Armen auf dieser Welt, jene also, die beim Zahlen von Silberlingen stets leer ausgehen.
Harzer_Wolf
06.09.2012, 12:43 Uhr
Letzter Absatz
Heute, geehrter Herr Schwarzberg bekommen Sie meine vollste Zustimmung, vor allem für den letzten Abschnitt. Genauso ist es, überall ( fast überall ) in der Welt geht es nur um die Silberlinge. Manchmal möchte man hoffen, das die Maya Recht behalten.
Birgit26
06.09.2012, 19:09 Uhr
...Ja Hauser!
Ich denke mal der Verfasser des Beitrages hat sich mit Biogasanlagen noch nicht beschäftigt!
Denn eine Biogasanlage ist nicht gleich der Anderen!
Im Stadtgebiet! von Nordhausen ist eine Biomethangasanlage geplant, die jährlich 23.000 Tonnen Mais, 24.000 Tonnen Schlempe und 1000 Tonnen Zuckerrübenschnitzel "verbrennen" soll, um Gas zu produzieren. Ich glaube keiner der "Nörgler" setzt diese Biogasanlage mit einer auf Gülle-, Abfällen- etc. Basis stromerzeugenden Anlage gleich. Denn wir "Nörgler" haben uns damit auseinander gesetzt und das Für und Wider abgewogen. Vielleicht sollten Sie dies auch mal tun und nicht Kritiker als Nörgler abstempeln!

Die Biogastechnologie ist schleichend eingeführt worden. Erst kamen kleine Anlagen mit bis zu 500 kW elektrischer Leistung. Die Anlagen entstanden auf Bauernhöfen und die Substrate wie Mais und Gülle entstanden im eigenen Betrieb. Der Stromverkauf sollte für den Bauern ein Zubrot sein und wurde/wird vom Staat gefördert. Als das funktionierte kamen mehr auf den "Geschmack". Kleine Biogasanlagen für kleine Landwirte und große Anlagen für große Landwirte und Investoren....
Die Biogaslobby setzt sich durch und die Politik hat mit ihren folgenschweren Entscheidungen für Subventionen einen enormen Anteil!
Durch was soll denn die Atomkraft ersetzt werden, wenn nicht durch Biogas? Solche "schlauen" Sprüche sollen die Diskussion scheinbar flach halten!

Alternativen sind gut und wichtig, aber sie müssen auch wirtschaftlich sein und nicht immer größere Schuldenberge auftürmen. Wer bezahlt das alles???

Noch Fragen "Kienzle"?
Seelord
06.09.2012, 21:29 Uhr
Oh mein Gott Herr Schwarzberg
Sagen Sie mal Herr Schwarzberg,

glauben Sie eigentlich selbst Ihr scheinheilges Gerede? Die Leopoldina schätzen Sie glaube ich vollkommen falsch ein. Die verfolgen mit so einer Studie knallharte Eigeninteressen, haben leider eine Vielzahl handwerklicher Fehler in der Studie gemacht und sind inzwischen ja auch in Interviews zumindest was Biogas betrifft wieder zurückgerudert.
Naja, diesen Kram zum Regenwald will ich mal nicht näher kommentieren - hat jedenfalls nicht im Entferntesten mit der Biogasanlage in Nordhausen zu tun - aber mit so einer unsachlichen Neid-/Mitleidsdebatte kann man natürlich bei Biogasanlagengegnern immer punkten -:)

Der Seelord
Wolfi65
07.09.2012, 07:44 Uhr
Man sollte die Toten ruhen lassen
Bei aller Liebe zu Fakten und Beispielen zu Kommentaren, sollte man Tote ruhen lassen.
Herr Hauser ist seit mindestens 8 Jahren tot und Herr Kienzle geniesst mehr oder weniger seinen Ruhestand.
@Birgit26
Keine Fragen mehr an Hauser!
Jürgen Wiethoff
08.09.2012, 09:54 Uhr
Nörgelnde Nordhäuser – Stellungnahme zur Diskussion
Wer mir vorwirft, keine Ahnung von Biogasanlagen zu haben, der hat Recht. Muss ich aber auch nicht, denn zu einer sachlichen Diskussion zu diesem Thema, die mit einer der 3 von mir aufgezeigten Entscheidungen endet, hätte ich keine Zeile geschrieben.

Die Diskussion begann jedoch wie schon beim Autohof Sundhausen mit dem „Sankt-Florian-Gebet“: verschon´ mein Haus – zünd´ and´re an. Dann ging es weiter mit Unterstellungen und Beleidigungen gegenüber alter OB, neuem OB, Stadtrat, EVN-Leitung usw.. Wenn ich nichts überlesen habe, war der Gipfel der Geschmacklosigkeit der „gute Rat“, „das Teil neben das Haus von Dr. Zeh“ zu bauen.

Gerade in Auftrag gegebene Gutachten, werden noch vor der Erarbeitung als Gefälligkeitsgutachten bezeichnet. Es meldeten sich auch „Dunkelgrüne“ zu Wort, die gegen alles sind und wohl vergessen haben, dass bei einem „Zurück in die Höhlen!“ auch nicht Platz für Alle ist.
Das alles wie üblich im Schutz der Anonymität.

Alternativen zu suchen, bedeutet sachliche Diskussion und vielleicht auch Test´s und ein Irrweg ist dabei auch nicht ausgeschlossen. Wenn es einen solchen im Fall „Biogasanlagen“ schon gegeben hat, stehen die Alternativen unmissverständlich unter 1. im Kommentar.

Der Erfolg einer Bürgerinitiative hängt in entscheidendem Maße auch davon ab, das Anliegen sachlich, vor allem aber ohne Krawall, vorzutragen, um die Menschen, die in der Sache unwissend und in die Entscheidungsfindung nicht involviert sind, mitzunehmen und nicht am Ende einzig als eine Gruppe von Nörglern dazustehen, die egoistische Einstellungen durchsetzen möchte.

Über die Reputation von Wissenschaftlern mag ich nicht mehr nachdenken. Zum großen Teil mangelt es mir dabei an Fachkenntnissen, zum größten Teil aber an Vertrauen in Titel und die Professoren, die diese „notfalls“ auch mal für abgeschriebene Doktorarbeiten vergeben.

Und dass der normale Bürger die Netzwerke von Forschungs- und Arbeitsergebnissen, Bundes- und Kommunalpolitik, Subventionierung und Sponsoring durchschaut, glaubt hoffentlich nicht mal Herr Schwarzberg. Dessen Appell zu weniger ungeschütztem Sex hätte er für mehr Wirksamkeit auch in einem anderen Erdteil verbreiten müssen, denn in Deutschland gibt es Jahr für Jahr weniger „kleine Konsumenten...., die die bereits eingetretenen Schäden mit ihren teils künstlich erzeugten Ansprüchen ins Grundlose wachsen lassen werden.“

Ach ja, jetzt ist sogar mir entgangen, dass wir eigentlich nur über die nörgelnden Nordhäuser reden wollten, die eine Diskussion über eine Biogasanlage für Nordhausen zu Beleidigungen, Unterstellungen, Drohungen etc. nutzen. Die Umwelt formt den Menschen. In diesem Fall wirklich bedauerlich („Schade“ hätte mir mindestens ein Nordhäuser mit diesem Familiennamen übel genommen.).

Tod oder lebendig – ich mochte Hauser und Kienzle.
dirfido
08.09.2012, 22:16 Uhr
Dem Manne kann geholfen werden!
Jeder der Informationen über Biogasanlagen erhalten möchte, kann sich vertrauensvoll an die Damen und Herren der Bürgerinitiative wenden. Per E-Mail unter stoppbiogas.ndh@aol.de schriftlich anfragen – die antworten bestimmt! Oder man liest ganz unverbindlich unter http://www.facebook.com/StoppBiogasNordhausen was diese Leute so meinen. Selbstverständlich gibt es unzählige Foren und Web-Seiten anderer Bürgerinitiativen und Interessengruppen. Hier helfen die bekannten Suchmaschinen im Internet – ganz unkompliziert und schnell. Die Informationen im Internet reichen vom wissenschaftlichen Standard – gern auch in englischer Sprache – bis zu einfachen und anschaulichen Berichten und Reportagen. Das phantastische Internet kann zwar ein Hochschulstudium nicht ersetzen - aber die meisten Entscheidungsträger sind ja auch keine Biologen oder Energetiker.
Nörgeln kann nur mit Informationen begegnet werden und Nörgler – so hab ich Sie doch richtig verstanden - wollen wir doch Alle nicht sein.
W.Roßmell
09.09.2012, 18:47 Uhr
Ja lieber Jürgen, Dir kann...
geholfen werden und ich denke mal, dass wir uns echt sehr ausführlich am Freitag über diese Angelegenheit unterhalten haben! Nörgler sind halt nicht nur "Nörgler", sondern auch Menschen, die sich gegen solchen "Unsinn" wehren und halt Biomethan-Analgen in Wohngebieten nicht dulden wollen und werden!!! Auch die von der EVN angebotenen 4 Biomethan-Anlagen liegen nirgends in einem Wohngebiet (im Internet zu sehen) und sind leider auch nicht mit der Anlage vergleichbar, die hier in NDH Bielen gebaut werden soll! Tja, was soll ich da noch sagen "Herr Kienzle"??? "Nichts Herr Hauser!"
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