Kommentare
Mupic
02.09.2012, 12:32 Uhr
Mein verlogener Kommentar
Afrika ist weit weg: korrekt! Wer bitte möchte unseren Mais nach Afrika transportieren um dort den Hunger zu stillen? Absoluter Quatsch!
Seit wann exporiert Deutschland überhaupt Nahrungsmittel?
Wer sich in der Biogasbranche auskennt, der weiß, dass es momentan sehr schwer ist, Landwirte dazu zu bewegen, Mais anstatt Getreide anzubauen. Der Getreidepreis ist derzeit auf einem Allzeithoch, was wahrlich nichts mit Biogas zu tun hat, denn der Preis ist weltweit hoch, die Vergütung für Biogasmais kann da nicht mithalten. Fazit: kein Bauer wird sich darauf freuen, Mais im großen Stil anzubauen, denn Getreide bringt zur Zeit das Geld!
Eckenblitz
02.09.2012, 17:56 Uhr
Weizenpreis
Genau so ist es der Weizenpreis ist gestiegen, manche sagen es liegt an der Missernte, andere sehen das nicht so.
Was ist denn, wenn die Ernte im nächsten,übernächste, usw. besser wird, dann müsste der Preis ja wieder fallen.
Um dieses rauf und runter zu umgehen, schließt man lieber einen Vertrag über 20 jahre Laufzeit mit der Biogasgesellschafft und hat dadurch eine sichern Gewinn, eben über 20 Jahre. Da können die Getreidepreise fallen wie sie wollen, der Gewinn ist sicher.
Man muss sich keine Gedanken machen, aber über so etwas spricht mann lieber nicht, auch nicht über die ausgelaugten Felder, die zurück bleiben.
es ist nun mal so, wo die Korruption blüht, hat Vernuft keine Chance, oder wie ist das zu sehen?
Alex Gösel
02.09.2012, 18:31 Uhr
Klimawandel
Der Ausspruch "Nordhausen allein kann den Klimawandel nicht herbeiführen" zeigt doch sehr deutlich, dass unsere Politiker unter dem Deckmantel Umweltfreundlichkeit nur den Gewinn im Auge haben, oder?
Franz Tabak
02.09.2012, 18:40 Uhr
Karikatur
Herr Buntfuß, mit dieser Karikatur sprechen Sie mir aus der Seele. Einige unserer Politiker, Wirtschaftsbosse und Landwirte ("Landgrafen") haben wirklich nur den Gewinn im Auge.
@Mupic: Allein schon Ihre Überschrift ist sehr zutreffend.
W.Roßmell
02.09.2012, 18:52 Uhr
Danke Herr Brothuhn!
Sie haben sich mit dieser Problematik beschäftigt, das merkt man in Ihrem Beitrag "zwischen den Zeilen" an! Vielen Dank dafür und vielleicht wird der Herr Dr. Zeh auch diese Zeilen lesen und reagieren... Und an Mupic kurz diese Antwort von mir zu seinen Zeilen: Oh ja, es gibt Landwirte in unserem Kreis, die lieber Mais als andere Produkte anzubauen bzw. zu erzeugen. Der Landwirt Förster hat sich eindeutig dazu bekannt, das anzubauen, was für ihn den größten Gewinn bringt! Es gibt mindestens 6 Landwirte in unserem Kreis, die sich bereit erklärt haben, für diese "Biogasanlage" Mais zu produzieren und hohe Gewinne damit einzufahren. In vorherigen Beiträgen hatte ich das schon mal deutlich gemacht und Zahlen genannt! Und bei Ernteverlusten, mit denen man immer rechnen muß, beginnt das Problem dieses "Kreislaufes"... Diese Landwirte verpflichten sich die nächsten 20 Jahre Mais für diese Biomethananlage zu produzieren und kommen daher immer mehr zu einer Monokultur, die für die Landwirtschaft absolut gefährlich ist! Bauen Sie mal nur 4 Jahre immer das gleiche auf dem Acker an, der Ertrag wird zwangsläufig weniger..., aber was wollen wir machen? Wenn diese Landwirte umdenken würden und sich auf das Geschäft mit dem Getreideanbau konzentrieren würden, hätten wir ein Problem weniger! Aber leider zieht halt nur der große Profit...
Mister X
02.09.2012, 20:49 Uhr
ßHerr Buntfuß
Ich lese Ihre Artikel immer mit viel Interesse. Es gefällt mit, wie Sie die Themen aufgreifen und immer wieder den Nagel auf den Kopf treffen.
@ Wiros59 kann ich nur zustimmen, was man bei Ihnen zwischen den Zeilen lesen kann sagt oft mehr aus, als das Gerede unserer Politiker während eines ganzen Jahres.
Machen Sie weiter so.
NDH80
02.09.2012, 21:51 Uhr
Kosten für Landwirte
Warum sollten Landwirte nicht mehr Geld verdienen? Ihre Kosten steigen ja auch (z.Bsp. Diesel, Dünger, Saatgut, Ersatzteile usw.).
Die Erzeuger-Preise für Mais und Weizen liegen zur Zeit etwa gleich. Die Landwirte werden nicht auf den selben Flächen Mais anbauen, es wird meist immer jährlich gewechseld (um die Fruchtfolge einzuhalten). Und wer von uns wäre nicht froh wenn er für 20jahre sichere Einnahmen hätte? Auch Landwirte müssen wirtschaftlich denken und handeln, weil für umsonst Arbeiten sie nämlich auch nicht. Auch wenn die Getreidepreise momentan recht hoch sind, könnten Sie meisten ohne wirtschaftlicher Unterstützung kaum existieren.
Peppone
02.09.2012, 21:54 Uhr
Guck an, der Harald ist wieder da.
Ich bin erst mal beruhigt, dass Harald hier noch (wieder) mitmischt! Bei den Vorlagen der "Energiemafia" habe ich mir schon ernsthafte Gedanken darüber gemacht, warum Harald und sein Kommentar-Gefolge sich hier so rar machen.;)
Prinzipiell ist gegen diese Biogas/Maismonokultur ja auch einiges einzuwenden! Ich brauch diesen von Grün/Rot damals beschlossenen Quatsch auch nicht und finde es absurd, dass Schwarz/Gelb diesen Humbug in Folge des beschlossenen Atomausstieges weiter betreibt und fördert!
Das gehört abgeschafft, weil es weder nachhaltig noch nutzbringend ist! Schade, dass die Volksparteien diesen Fakt solchen Trittbrettfahrern überlassen!
Alex Gösel
02.09.2012, 23:04 Uhr
Bauern wollen keinen Mais?
Wie dem Kommentar von wiros59 zu entnehmen ist, sind sehr wohl genug Bauern dazu bereit, Mais anzubauen. Sie warten ja schon auf die Verträge.
Sie bekommen schließlich einen Vertrag über 20 Jahre, der ihnen einen erheblichen Gewinn sichert.
Es würde mich auch nicht wundern, wenn wir in Zukunft in der Nordhäuser Region auf Genmais stossen würden. Die Gier mancher Landwirte ist so groß, das ihm der Klimaschutz am A.... vorbeigeht!
Bekannt ist ja, dass Mais den Boden völlig auslaugt. Also ist doch zu erwarten, dass die Anbaufläche mit Gülle und anderen Düngemittel förmlich überschüttet werden, um den Ertrag zu steigern.
Und das unter dem Deckmantel "Klimaschutz"!
Franz Tabak
03.09.2012, 07:16 Uhr
Sehr unfreundlich @ Hubertus
Bisher habe ich ja Sie, "Hubertus", immer noch ein wenig Respektiert. Aber wie Du jetzt kommentierst, ist doch sehr respektlos, deswegen werde ich dich in Zukunft respektloserweise Duzen.
Harzer_Wolf
03.09.2012, 09:00 Uhr
Mais
ist ein Nahrungsmittel ! Punkt und Aus. Menschen, die Nahrungsmittel verbrennen oder zu Benzin umarbeiten, sind meiner Meinung nach Verbrecher.
Retupmoc
03.09.2012, 09:46 Uhr
@ Hubertus
Den Herrn Buntfuß als "Trittbrettfahrer" zu bezeichnen, disqulifiziert Sie selbst.
Wenn es nämlich Trittbrettfahrer gibt, dann sind dies die Politiker der großen Volksparteien, die über die Lüge vom Klimawandel immer neue Dinge erfinden, um den Bürger zu schröpfen.
Herr Buntfuß dagegen ist ein mündiger Bürger, der den Sachverhalt kennt und vor allem , jemand der eine eigene Meinung hat.
Wolfi65
03.09.2012, 09:54 Uhr
Respektlos Duzen
Na Herr Hubertus?
Da kommen ja schwere und harte Zeiten auf Sie zu, wenn Kommentatoren wie Hanni Sie respektlos Duzen wollen. Ich hoffe, dass ein respektloses "Du" nicht auch noch innerhalb des Freundes- und Familienkreises über Hanni`s Lippen geht.
Man kann sich hier über viele Dinge aufregen.
Aber wenn sich Hubertus hier zu einer Meinung bekennt, dann muss man das so hinnehmen.
Schwere Beleidigungen werden meistens sowieso von der Redaktion gelöscht.
Und hier geht es nicht um Mais oder Getreideanbau, sondern um die Bio-Methangasanlage. Die kann man bestimmt auch mit anderen Stoffen betreiben.
Das jetzt wieder die Gereidediskussion entflammt ist, nur weil der Ami eine Missernte hingelegt hat, ist nicht verwunderlich.
So kann man noch im Nachhinein etwas "Gutes" herausschlagen. Und jetzt Feuer frei für die Börsen Spekulanten! Das Brot muß hier in Deutschland 5 Eurotaler kosten, damit endlich die Biokraftstoffe vom Markt genommen und die Mineralölfirmen die Preise wieder allein diktieren können.
Kraftstoff aus nachwachsenen Rohstoffen und nicht aus den Opec-Ländern. Wo gibt es denn so etwas?
Zum Schluss wollen die Industrie-Staaten gar kein Öl mehr vom Golf und die Ölcheichs müssen wieder in die Wüstenzelte ziehen. Das geht gar nicht.
Also her mit den Getreideüberschüssen der letzten Jahre und hinein ins Meer damit!
Vielleicht noch ein wenig Butter,Rotwein und Zückerrüben dazu. Die Algen und Fische werden sich freuen.
Retupmoc
03.09.2012, 10:26 Uhr
Bald ist es soweit
Das Benzin kostet doch schon umgerechnet pro Liter 3,30 DM. Da sind 5 Euro für ein Brot nicht zuviel.
Ich verstehe den ganzen Katzenjammer nicht. Baut die Anlage neben Dr. Zeh`s Haus und gut ist. Dann bin ich auch dafür. Ich weiß , das dies polemisch ist, aber wer das Teil haben will, soll es auch als Nachbarn begrüßen.
Mir persönlich reicht der tägliche Gestank aus Richtung van Asten bereits. Ich brauche keine versiegelten Felder und keine LKW - Kolonnen durch Nordhausen/Ost.
Alex Gösel
03.09.2012, 13:35 Uhr
@Wolfi65
Das Sie Hubertus gegenüber Hanni in Schutz nehmen verwundert mich doch schon. Denn ich halte diese ironische Anspielung von Hubertus auch hart an der Grenze einer Beleidigung. Aber von solchen Leuten ist nichts anderes zu Erwarten, wenn sachliche Argumente nicht mehr ziehen, versucht man es über Verunglimpfung.
Wissen Sie denn überhaupt, wer die Hauptschuld an den Getreidepreisen trägt?
Laut Arte sind dies Finanzspekulanten. Es ist doch schon sehr seltsam das an der Börse wetten über den Getreidepreis abgeschlossen werden. Dieser Fakt müsste doch jeden zu denken geben.
Es soll ja Gutsbesitzer geben, die ihr Getreide solange einlagern, bis der Preis, durch eine künstlich herbeigeführte Verknappung, "stimmt".
Das halten hier einige Kommentatoren für richtig!
98maschr
03.09.2012, 14:19 Uhr
Bitte mit Vorsicht zu genießen
Und genau liegt ARTE, wie auch ARD (die diesen Bericht ähnlich vor nem Jahr ebenfalls gesendet haben) falsch. Durch Spekulation verhält sich der Preis wie eine Sinusfunktion, er steigt mal und sinkt danach, dies aber immer in beschränkten Bahnen(das Problem war vielmehr, daß private Investoren den Markt mit Geld überschwemmten plus die Zurückhaltung des Getreides). Ich will damit nicht sagen, daß es in diesem Bereich keine schwarzen Schafe gibt - die gibts überall. Jedoch sollte man nicht einfach alles glauben was bei ARD, ZDF und co. gesendet wird. Denn das Problem ist, daß ein Journalist eben keine Ahnung vom Finanzmarkt hat.
Und ein solcher Bericht ist wie ne Statistik, oftmals von vornherein auf ein bestimmtes Ziel hinaus orientiert.
Susi58
03.09.2012, 15:56 Uhr
Mais, Weizen
Was soll das alles, hierbei handelt es sich um Nahrungsmittel, die man nicht verheizen sollte.
Es ist doch immer zu lesen, welch brillante Wissenschaftler wir haben, aber hier geht es auch nicht um Effizienz, sondern nur um Gewinn und: Wie zocke ich Fördermittel ab.
Der Klimaschutz ist hierbei der Deckmantel unter dem man sich große Gewinne verspricht. Es ist eine Schande, dass sich die Politiker für so etwas hergeben. Herr Dr. Zeh Ihnen kann ich nur raten, dass Projekt, welches Frau Rinke ins Leben gerufen hat, sofort zu beenden.
Es müsste doch inzwischen jedem klar sein, dass Frau Rinke nur Schulden nach Nordhausen gebracht hat, mit ihren Kultprojekten.
@Retupmoc
Am Van-Der-Foehr-Damm, wo Her Dr.Zeh wohnt, ist wirklich kein Platz für so eine Anlage. Vielleicht aber bei Frau Rinke oder Herrn
Dörflinger, der Gewinn möchte aber die Investition für ein paar Kilometer Leitungen zusätzlich scheut.
Mal im Ernst: Jeder hat natürlich das Recht auf Schutz vor größeren Gewrbe in Wohgegenden.
Ich will auch mal eine Lanze für unseren OB brechen. Er hat das Projekt ersteinmal gestoppt und es wird überprüft. Bis das Ergebniss bekanntgegeben wird sollte man ihn in Ruhe lassen.
Was nicht heißen soll, daß sich die BI nicht aufs Aüßerste vorbereiten und die Messer wetzen soll..
Retupmoc
04.09.2012, 07:55 Uhr
Überzeugt
RWE , Sie haben mich überzeugt. Bauen wir das Teil bei Frau Rinke auf. Die hat den Unsinn ja verzappt.
W.Roßmell
04.09.2012, 08:19 Uhr
Klar hat der OB die Sache vorerst gestoppt, aber...
warum setzt er nicht die versprochene Bürgerbeteiligung bei der Prüfung, der Berechnungen für den Bau einer solchen Anlage und der Entscheidungen für den Standort mit ein? Das hat er der BI und all den betroffenen Bürgern zugesagt RWE!
Das ist nicht gut und reibt die Bürger zusätzlich auf und wie schon oft hier dargelegt, je länger es dauert und je "heimlicher" man im Hinterstübchen und ohne die Bürger das Süppchen kocht und entscheidet, desto schlimmer wird die ganze Sache! Wenn die "Ergebnisse" bekannt gegeben werden, kann es schon zu spät sein RWE! Wir Bürger fordern die versprochene Mitbeteiligung ein, nicht erst, wenn entschieden wurde!
Was nützen dann gewetzte Messer und das Äußerste seitens der Bürger, wenn Politiker halt über die Köpfe ihrer Bürger hinweg entscheiden? Ich und sicher alle anderen Bürger wollen keinen "Krieg" oder gar ein 2. "Stuttgart21", denn das kann und darf nicht die Lösung sein!!!
Wir hoffen alle in der Standortfrage auf eine 100-ige Einsicht derer, die nur die Dollarzeichen in den Augen sehen (Profit) und beim Bau eigentlich auch an die Vernunft und Einsicht für die Menschen, für die Natur, für die Umwelt, für die Landwirtschaft, für die Sicherheit, für das Leben aller Menschen auf dieser Welt und auf die vielen vielen Erkenntnisse führender Politiker und Institutionen mit ihren Nobelpreisträgern, die den Bau solcher Anlagen bereits ablehnen und das gesamte Fördersystem anzweifelen und auf den Prüfstand stellen wollen! Eine solche Anlage darf nicht gebaut werden, das ist wenn man sich damit beschäftigt und auch Zahlen sprechen läßt, das einzigste Ergebnis! RWE, Sie können es uns glauben, es geht hier wirklich nur um Profit und Gewinne, die eben leider nur durch die Fördermittel zu erreichen sind und um nicht mehr und nicht weniger!
Aber bezüglich der Standortfrage kann ich auch nur bestätigen, dass beim OB der Platz nicht da ist, vielleicht aber die Möglichkeiten bei Frau Rinke und Herrn Dörflinger, ja auch beim Landwirt Herrn Förster direkt auf dem Feld vorhanden wären...! Das wird aber nicht geprüft und realisiert werden, weil diese Personen ganz sicher eine krachmachende Anlage nicht neben ihrer Haustür haben wollen!
Ich hätte aber an dieser Stelle mal noch zwei Vorschläge für die Standorte zu machen: Einmal mitten in der Stadt auf dem Gelände vom Schachtbau in der Grimmelallee. Schachtbau will ja die Anlage bauen und würde somit profitieren, indem sie das Grundstück der Stadt verkaufen würde! Alles abgerissen und schon hätte man eine genügend große Fläche für diese Biomethan-Anlage zur Verfügung und der Straßenausbau, die Erreichbarkeit wären traumhaft und viele viele Bürger, die sich bisher noch für den Bau der Anlage aussprechen, würden an diesem Objekt "teilhaben" und "miterleben" können, wie "schön" es sich damit leben wird! Und der 2. Vorschlag: Richtung Werther, gleich am Abzweig in Richtung Hesserode ist z. Zt. ein Maisfeld und wäre ebenfalls groß genug, in Nordhausen so eine umstrittene Anlage zu bauen!
Bitte bitte liebe Leser vergebt mir, es waren nur zwei nicht so ernstgemeinte Vorschläge, aber wenn man nachts ins "Träumen" kommt, da kommen einem wirklich oft nur "dumme Gedanken" und solche Gedanken kammen ja der Frau Rinke auch schon mal mit einer solchen Anlage in Wohngebieten....
NDHler
04.09.2012, 08:29 Uhr
Das Teil gehört gebaut...
...und zwar in das neue Industriegebiet oder in das Gewerbegebiet an der Darre. In beiden Arealen ist genügend Platz!
Nörgler
04.09.2012, 08:34 Uhr
Eigentlich
wollte ich mich aus dieser Diskussion raushalten, doch langsam aber sicher wird es lächerlich.
1. Stuttgart 21: Jetzt drohen die Bürgeraktivisten schon indirekt mit "Stuttgart 21". Na gut, letztlich ist davon nicht übriggeblieben, weil der Bau des Bahnhofs für die Anlieger zwar nicht schick ist, für den Rest der Menschen im Ländle aber oke ist. Und genau wird es in Nordhausen geschehen. Lasst doch alle Nordhäuser abstimmen. Das ist Demokratie, auch über den Standort. Wenn nicht, dann haben die Stadträte das letzte Wort.
2. Die Standortfrage: Bauen bei Dörflinger, Rinke oder Zeh - also so einen Schwachsinn kann vermutlich nur in diesen Provinz-Foren lesen. Da beschäftigen sich Möchtegern-Wissenschaftler aus Himmelgarten mit biologisch-technische Prozessen und posaunen das bei Google Aufgeschnappte in die Welt hinaus, und dann das Abdriften in: bauen an der Grimmelallee.
3. Profit: Vielleicht ist einigen Himmelgärtnern und den anderen 2000 Unterschriftsleistern, vor allem aber einigen Kommentatoren noch nicht klar, wo sich Himmelgarten und der Rest des Freistaates seit dem 3. Oktober 1990 befinden: Im Kapitalismus und nicht am runden Tisch. Und im Kapitalismus steht nun mal der Profit oben an. Was ist daran so schlecht? Ist die Erzielung von Gewinn nicht die Triebfeder allen Handelns? Das wollten doch die angeblich 30.000 auf dem August-Bebel-Platz. Also lasst die Unternehmen Profite machen - ob nun einen Herrn Förster oder die EVN. Eigentlich kein Unterschied. Und doch: Profit der EVN nutzt uns allen Nordhäusern. Zum Beispiel der Straßenbahn. Ach so: die fährt ja nicht bis Himmelgarten.
Liebe Himmelgärtner: Bitte krawallt weiter so und bitte lieber Stadtrat: Lasst alle Nordhäuser über den Bau einer solchen Anlage abstimmen. Dann wird die mit Sicherheit gebaut. Oder habt wenigstens den Hintern in der kommunalen Hose und stimmt selbst darüber ab. Auch dazu wurdet ihr vor drei Jahren gewählt. Beim Autohof habt ihr bereits kläglich versagt.
NDHler
04.09.2012, 08:41 Uhr
@Nörgler
Da haben Sie vollkommen Recht. Es ist schon soweit, dass, sollte heute ein Unternehmen wie Nordbrand eine neue Brennerei in Nordhausen bauen wollen, eine Bürgerinitiative schon in den Startlöchern stände um das zu verhindern. Es könnte ja mal einer besoffen werden!
W.Roßmell
04.09.2012, 08:54 Uhr
Nörgler, von Ihnen...
hätten wir nichts anderes erwarten können, als diese wirklich unsinnigen Antworten. "Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil" kann man da nur Sagen! Ihre Antworten sind inzwischen weit unter der sogenannten Gürtellinie! Aber warum lassen wir die Anlage nicht neben Ihrem Haus/Wohnung bauen...?? Das wäre keine spaßige Lösung, sondern die wäre ernst gemeint!
dirfido
04.09.2012, 09:44 Uhr
Fakten auf den Tisch!
Die Sache ist sehr einfach! Fakten auf den Tisch. Aufzählungen von Unterstellungen und Beleidigungen sind billig. Die Fragen sind schriftlich gestellt und harren ihrer Beantwortung. Aber die vermeintlich gut informierten Kreise bleiben auch hier jede Information schuldig. Stattdessen – Allgemeinplätze wie Straßenbahn und Hallenbad.
Das unsere Ministerpräsidentin Frau Lieberknecht auch bei der Teller-Tank-Diskussion Flagge gezeigt hat wir wohlweislich ignoriert. Wir leben nicht in einem Feudalismus in dem die Gutsherrenmanier regiert oder wildem Kapitalismus wo ohne Rücksicht auf andere Menschen alles ausgebeutet und zerstören werden darf. Wir befinden uns auch nicht in einer Diktatur wo ein Führerbefehl jedem Menschen mit Willkür und Unrecht droht. So sollte sich jeder, auch im Internet, informieren und Fakten sammeln diese auf den Tisch legen und nicht ohne Sinn und Verstand besorgte Bürger belehren und beleidigen.
Hier mein Anfang:
Es sollen vermutlich 11 Millionen Euro investiert werden. Die Anlage soll 48.000 Tonnen Rohstoffe verarbeiten, diese ungeheuren Mengen müssen an- und abtransportiert werden. Gerüchte besagen: es werden zwei 20 Meter hohe Türme in die Landschaft gesetzt. Weiterhin werden drei 80 Meter lange Silos errichtet. Im laufenden Betrieb werden mehr als 20.000 Tonnen Schlempe der Tierproduktion und unser Nahrungskette entzogen! Ohne massive Subventionierung ist die Methanproduktion ein wirtschaftlicher Selbstmord.
Aber dabei handelt es sich nicht um ordentliche Informationen diese fehlen bis zum heutigen Tag! Und nun meine Frage: Hat sich einer der Befürworter der Methangasanlage sich je die Mühe gemacht die Veröffentlichungen der Leopoldina zu lesen? Oder ist es wieder ein Dogma wo Argumente nichts zählen aber Verfolgung und Repressionen das Denken und Argumentieren ersetzen?
Geben Sie uns endlich Antworten auf unsere Fragen, legen Sie die Fakten auf den Tisch!
98maschr
04.09.2012, 10:30 Uhr
Gerüchte?
Und weiter gehts mit der emotionalen Hetzkampagne von lediglich einer Handvoll unzufriedener Leute mit offenbar viel zuviel Zeit. Hat man ja in Stuttgart schon gesehen, daß gerade Rentner die nix zu tun haben auf die Barrikaden gingen um einen der häßlichsten Bahnhöfe Deutschlands zu retten.
Dazu noch 4-5 mal schön ein paar Zahlen wiederholt, zu denen jegliche Grundlage fehlt. Dann immer schön mit der Leopoldina-Keule geschwungen, die in diesem Fall total irrelevant ist weil das Pamphlet nicht runterbrechbar auf Nordhausen ist. Aber man greift ja gern nach jedem Strohhalm wenn man keine wirklichen Argumente hat. Insofern freu ich mich auf die nächsten 5-6 Beiträge in denen exakt das Gleich steht.
Harzer_Wolf
04.09.2012, 10:34 Uhr
An die Adresse von Nörgler und Co.
Wie immer nichts substantielles, nur Verunglimpfung der Gegenpartei. Ich passe mich deshalb mal ein wenig diesem Niveau an.
zu ihrem 1. Punkt:
Natürlich sollte man alle Nordhäuser abstimmen lassen, das ist ein sehr guter Vorshlag von Ihnen. Denn so geht Demokratie. Aber Vorsicht, niemand aus meiner Familie bzw. Bekanntenkreis hat bisher bei den 2000 Stimmen unterschrieben. Aber wir würden alle gegen die Anlage stimmen.
zu ihrem 2. Punkt:
Die Standortfrage bei solchen Anlagen ist schon eine Frage von "arm" und "reich". Ich kenne keinen einzigen Standort, wo ein Politiker, Bänker oder andrer Großkopferter neben einem KKW, einer Schweinemastanlage oder ähnlichem wohnt. Das mutet man dann schon dem Normalbürger zu. Ich stelle mir jetzt gerade eine Biomethananlage am Starnberger See vor. Neben dem Grundstück von Uli Hoeness. Ob die gebaut werden würde?
zu ihrem 3. Punkt :
So sieht es aus. Wir haben seit 22 Jahren Kapitalismus. Ich wollte ihn nicht. Andere waren auf die Bananen scharf. Gebracht hat uns das Arbeitslosigkeit, Altersarmut und Politiker, die sich immer mehr aus dem Füllhorn der Steuergelder bedienen. Gerade das ist aber der Grund, denen mal zu zeigen, das wir das Volk sind.
Und ein PS dazu:
Ich habe es schon einmal gesagt, ich bleibe auch dabei. Jeder der Lebensmittel verbrennt ist für mich ein Verbrecher. Sie sehen bestimmt weg, wenn man die Bilder aus Schwarzafrika oder Indien zeigt, wo minütlich Kinder an Hunger und Unterernährung sterben. Für Sie sind diese Kinder sicher weit weg. Für mich nicht!
Flitzpiepe
04.09.2012, 10:43 Uhr
Solange keine Fakten und Gesprächsangebote
seitens der Stadt/EVN kommen, müssen wir (die Gegner des aktuellen Projektes) halt vom schlimmsten Szenario ausgehen. Alle verbalen Bemerkungen, inhaltlose Schreiben oder Veröffentlichungen der Stadt (des OBs) deuten jedenfalls darauf hin.
Wenn diese Vermutungen zutreffen sollten, kann sich die Stadt auf einen stärkeren Widerstand einstellen. Die nicht geringe Anzahl der Gegner hat jedenfalls genug Argumente (z.B. in Form von kündbaren Verträgen mit der EVN).
Meiner Ansicht nach bringt es aber nichts mehr sich hier zu äußern und verbal zu attackieren, solange Dr. Zeh nicht aus der Deckung kommt. Der hat von Kanzlerin Merkel nicht nur das Aussitzen von Problemen gelernt. Wetten, dass demnächst die Errichtung der Anlage in Himmelgarten als ALTERNATIVLOS dargestellt wird. Ich könnte direkt lachen, wenn das alles nicht so traurig wär...
W.Roßmell
04.09.2012, 11:00 Uhr
Mittlerweile kann man ja die "Befürworter" zählen, denn ...
sie scheinen inzwischen in der Minderheit zu sein! Sie gehen bei ihren Antworten mehr als forsch und selbst weit unter der Gürtellinie "voran"! Tja, wenn man mit Allem immer einverstanden ist, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn es andere Menschen gibt, die ihr Recht auf demokratische Mitbestimmung wahrnehmen und sich gegen solch einen Unsinn vom Bau einer Biomethan-Anlage inmitten von Wohngebieten wehren! Sie lieber Nörgler, Lachen, Dittmar3000, 98maschr sind doch nur darauf aus, die Meinungen der Bürger kippen zu wollen und mit Unterstellungen und Beleidigungen gegen diese sich ins "falsche Licht" zu setzen! Schade, aber unsere Einladung zu einem sachlicheren Dialog treten Sie doch nun schon einige Zeit mit Füßen! Die Bürger werden deshalb aber nicht schweigen, im Gegenteil!
Zorro
04.09.2012, 12:21 Uhr
Fortschritt statt Rückschritt gefragt
Es gab in den vergangenen Zeiten immer Menschen, die da stehen blieben, wo sie sich eingerichtet hatten. Im Handeln und im Denken. Das sind die, die alle Annehmlichkeiten dieser Zeit in Anspruch nehmen, die Folgen aber gern auf andere abwälzen wollen.
Sie fahren auf der Autobahn, ohne an den Lärm für betroffene Kommunen zu denken.
Sie fahren mit dem ICE, ohne an die Probleme mit der Trassenführung zu denken.
Sie düsen nach Mallorca, ohne an den Lärm der Bewohner der An- und Abflugschneisen zu denken.
Hauptsache alles mitnehmen, Hauptsache nichts geben.
Deshalb erneuerbare Energien dort einsetzen, wo es Sinn macht: Sonne, Wasser, Wind und Biorohstoffe. Jetzt und auch in Nordhausen. Egal wo so eine Anlage hinkommt - einer gründet immer eine Protestierergruppe. Ich plädiere für das gesetzlich vorgeschriebene Anhörungs- und Abwägungsverfahren. Dann gibt es einen Beschluss und basta.
98maschr
04.09.2012, 12:33 Uhr
Bin ich etwa kein Bürger?
Bei allem nötigen Respekt, meinen Account hier gibt es bereits mehrere Jahre Herr wiros59 und wird nicht nur dazu benutzt ein Projekt zu bombardieren und Leute zu diffamieren wie Herrn Dörflinger.
Desweiteren sollten Sie sich vor Augen halten, daß derart wenige Nordhäuser hier schreiben und die Postings hier alles Andere als repräsentativ sind. Aber wem sag ich das, ne Wand ist flexibler als so mancher Meinungsmacher hier im Forum ;)
Ich bin schlichtweg für den Bau einer solchen Anlage und mir geht es gehörig gegen den Strich wenn sich 2-3 Leute anmaßen hier für den Großteil der Bevölkerung sprechen zu wollen. Was wiederum nicht heißen soll, daß ich davon ausgehe, daß meine Meinung die der Mehrheit ist. Und genau das ist der feine Unterschied hier. Ich rede mich nicht in Rage so wie Sie weil ich das Ganze viel nüchterner betrachte.
Stadtbürger
04.09.2012, 13:00 Uhr
nicht die ruhe verlieren
es wurde ja hier nun schon so vieles für und gegen die biogasanlage geschrieben. aber ich möchte mal kurz und knapp einige fakten aufweisen:
1. @wiros: es gibt einen teil der bevölkerung, der zu der angelegenheit schweigt. dieses schweigen kann auch als konkludentes verhalten der zustimmung gewertet werden. wenn 2.000 unterschriften dagegen sind, sind meiner rechnung nach ca. 41.000 bürger nicht dagegen (wenn wir von ca. 43.943 einwohnern, stand 31.12.2011, ausgehen). es ist also vermessen zu behaupten, dass die gegner langsam in der überzahl sind. man kann sich alles schön rechnen.
2. die anlage muss und wird gebaut werden. die frage ist nur der standort. die stadträte und herr dr. zeh haben zu verstehen gegeben, dass sie nicht für den standort himmelgarten plädieren. man muss einfach mal richtig zuhören. es wird nicht in himmelgarten gebaut!
3. ginge es nach der ex-ob rinke und dem bürgermeister jendricke, wäre das schon längst beschlossene sache und in himmelgarten würde der bau schon laufen. die beiden hatten versucht, dies an den bürgern vorbei durch zu boxen. allein durch den hinweis eines insiders (ob nun aus dem stadtrat oder der evn) wurden die bürger darauf aufmerksam gemacht, was die beiden da abziehen wollten. erst dr. zeh hat hier auf die bremse getreten - und das im interesse der bürger!
4. das argument des welthungers darf hier nicht gelten. einige vorkommentatoren haben dazu schon eindeutig geschrieben. die gründe für die hungerprobleme in der welt sind nicht die biogasanlagen. es bringt nix, jemandem nahrung zu liefern - damit schaffe ich abhängigkeiten. oder wie heißt es so schön: wenn jemand hunger hat, zeig ihm wie man angelt und schenke ihm nicht nur einen fisch!
5. fakt ist: wenn die evn nicht baut, baut es ein anderer. damit gehen uns als stadt auch die einnahmen verloren. unseren kommunen fehlt das geld und es wird auch immer weniger. wenn wir nicht neue einnahmequellen erschließen, hat das zur folge, dass wir an anderer stelle nachziehen müssen - heißt also erhöhung von grundsteuer, gewerbesteuer, hundesteuer etc. pp. wenn das so sein soll, macht weiter so.
6. eine bürgerbeteiligung bei dem ganzen prüfungs- und planungsverfahren ist kommunalrechtlich nicht so vorgesehen, wie es einige gern hätten. das sind nun mal gesetze, an die sich jeder halten muss. auch wenn dr. zeh und andere es sich wünschen würden, ginge es nicht. das ist nicht zu ändern. aber wem das einfach überhaupt nicht passt, der muss ja nicht hier bleiben. ;-)
erst ging es hier nur darum, dass es protest gegen den standort gibt. jetzt gibt es derart viele google- und wikipedia-wissenschaftler hier, dass diese uns belehren wollen wie schädlich das alles insgesamt ist.
hier werden gezielt falsche aussagen gemacht und viel demagogie betrieben. es wird unter die gürtellinie geschossen und gar drohungen ausgesprochen. ich wäre schon für ein "stuttgart21"-verfahren. wie das ausging, wissen wir ja alle. wenn die vertreter der bürgerinitiative so weiter machen, verlieren sie im ansatz schon an glaubwürdigkeit und disqualifizieren sich als vertrauenswürdiger ansprechpartner.
also: haltet die pferde im zaum und geduldet euch. es wird nicht mehr lange dauern, dann werdet ihr offiziell erfahren, dass der standort himmelgarten erledigt ist!
Flitzpiepe
04.09.2012, 13:10 Uhr
'Nüchtern betrachten' heißt aber
das ganze Problem unvoreingenommen angehen.
Dass das hier nicht der Fall sein kann, ist normal. Hier treffen sich die, die es betrifft und die, die es nicht betrifft, und bewerfen sich mit Vermutungen und vermeintlichen Argumenten.
Aber genau die Nüchternheit verlange ich von einem gewählten OB. Wenn er aber die hiesige FH um ein Gutachten bittet, dann ist diese Nüchternheit sofort dahin. Jetzt wissen alle Gegner, wo der Hase hinläuft und reagieren immer gereizter...
dirfido
04.09.2012, 13:24 Uhr
Schade, schade, schade, keine Fakten!
Schade, schade, schade, keine Fakten! Nur Meinungen, Behauptungen, Beleidigungen und Ängste. Das Geheimprojekt Methangasanlage hat ein seltsames Management. Es wird vehement von Menschen verteidigt die selbst (scheinbar) über keine Informationen verfügen. Es wird aber erwartet dass die Skeptiker den Mund halten und ihre Informationen und Befürchtungen für sich behalten. Es werden Einflugschneisen, ICE und weiß sonst was immer wieder in einen Topf geworfen. Jeder Vergleich ist angesichts der unglücklichen Standortwahl grotesk. Und dabei sind die einen so nahe wie die anderen. Der Energieverschwendung MUSS ein Ende gesetzt werden, die Verschwendung von Ressourcen kann nicht so weiter gehen. Deshalb kann die Antwort nicht die weitere Zerstörung unseres Lebensraums mit anderen Mitteln sein! Das sieht die Ministerpräsidentin genauso wie führende Wissenschaftler!
Wer kann meine Fragen beatworten? Wer hilft bei einer sauberen Diskussion ohne verbale Angriffe und Beleidigungen mit? Wohnen wir nicht in einer Stadt und müssen wir das dämliche Spiel vom Ober- und Unterdorf spielen? Der hier bei nnz-online sichtbare Schlagabtausch ist unsachlich und häufig beleidigend. Aber nur aus einem Grund: es werden Informationen zurückgehalten und damit vehement der soziale Friede gefährdet. Dafür sind unsere Politiker nicht gewählt und auch nicht unsere Verwaltungen da, ihre Aufgabe ist nicht freies Unternehmertum auf Rechnung der Allgemeinheit sondern der Erhalt unserer sozialen Gesellschaft. Die Aufgabe ist nicht leicht, denn kein Bürger möchte auf die Annehmlichkeiten des modernen Lebens (freiwillig) verzichten. Dennoch kann der Erhalt des Komforts nicht zu Lasten anderer Menschen gehen. Diese Denke, das sehen wir in der Geschichte bis zum heutigen Tag, führt zu Spannungen und gefährdet die Demokratie. Und wenn jemand ich-bezogen denkt und handelt so muss er dieses seinem Mitmenschen auch zubilligen. Das kann, in unserer Zeit, aber nicht die Grundlage eines Gemeinwohls sein!
Ich warte auf Fakten + Antworten und nicht auf Beleidigungen oder heiße Worthülsen!
Flitzpiepe
04.09.2012, 13:50 Uhr
Wenn Himmelgarten erledigt ist,
dann kann das auch kommuniziert werden. Dann wäre hier Ruhe. Stadtbürger scheint ja ein richtiger Insider zu sein!? Diese Aussage wird aber nicht kommuniziert. Warum wohl?
Vertreter der EVN haben eindeutig erklärt, dass nur in Himmelgarten diese Anlage wirtschaftlich (also mit Profit) betrieben werden kann, da jeder Kilometer Entfernung von der Erdgasfernleitung zu viel kosten würde.
Harzer_Wolf
04.09.2012, 14:09 Uhr
Irren ist menshlich , @ Stadtbürger
aber:
1. Ich habe auch noch nicht unterschrieben, einzig allein deshalb weil ich nirgendwo war, wo eine Liste auslag. Ich gehöre also nicht zu der schweigenden Mehrheit, die dafür ist. Dazu soll es wirklich noch Leute geben, die auf das Internet und die NNZ verzichten. Sie werden das nicht glauben, aber es ist so.
2. Die Anlage wird dort nicht gebaut. Denn sollte diese gebaut werden, werde sicher nicht nur ich meinen Vertrag mit der EVN kündigen und mir einen anderen Anbieter suchen.
3. Es geht nicht nach Frau Rinke und Herrn Jendricke. WIR SIND DAS VOLK!
4. Das Argument mit dem Welthunger brauche ich nicht zu bemühen. Gehen Sie zum Bäcker und kaufen Sie ein Brötchen. Oder im Supermarkt Mehl. Sie stellen fest, die Preise haben sich fast verdoppelt. Warum? Weil man Essen verbrennt und das noch als erneuerbare Energie zur Weltlüge Nr. 1 Klimawandel verkauft.
5. Den Autohof hat auch kein Anderer gebaut. Woher wollen Sie wissen, ob es noch einen Interessenten gibt, der sich gegen die Bürger durchsetzen will?
6. Ich brauche keine Wissenschaftler, um zu wissen, das man Essen nicht verbrennt. Das man mit mehr LKW in der Stadt den CO2-Haushalt hochtreibt und die Ozonbelastung dazu. Das es mehr Verkehrsunfälle gibt. Mehr Lärm usw. Und das alles unter der erfundenen Klimalüge der westlichen Regierungen. Denn es ist eine Lüge, nicht mehr und nicht weniger. Und Sie und viele andere springen über das Stöckchen was Ihnen Obama, Merkel und Co. zuwerfen. Zuwerfen, damit man schön weiter Geld zahlt, damit die Großgrundbesitzer immer fetter werden ( sorry ...der Geldbeutel der Großgrundbesitzer meinte ich natürlich ). Das hat schon ein Herr namens Marx erkannt, der heute zwar bei Einigen verpönt ist, aber trotzdem einer der klügsten Köpfe seiner Zeit war.
Mister X
04.09.2012, 20:16 Uhr
Traurig
Es ist wirklich sehr traurig, dass die Befürworter dieser Anlage keine konkreten Fakten auf den Tisch legen können oder wollen.
Ist es möglich, dass sie sich dann mächtig blamieren würden, mit dem an den Haaren herbeigezogenen Vorteilen.
Bisher haben nur die Anlagengegner mit Fakten aufgewartet und der OB verkriecht sich in guter Politikermanier hinter Worthülsen.
@wiros59
Sollte Ost als Standort wirklich als alternavlos dargestellt weren, weil nur dann die Anlage (schnelle genug) profitabel wäre, wird auch nicht sofort gebaut. Dann ist die Zeit zum entschlossenem Handeln gekommen.
Wenn man, soweit möglich, alles städtische boykotiert lohnt sich der Bau vielleicht auch nicht.
Miete kürzen, Anbieter wechseln, Altpapier verkaufen antstatt der Stadt zu schenken, mit dem Fahrrad fahren anstatt mit der Straßenbahn, Container bei einen privaten Anbieter bestellen und nicht bei den Stadtwerken-vieles wäre denkbar. Nicht zu vergessen rechtliche Schritte. Die Aussicht auf einen längeren Gang vor die Instanzen schreckt vielleicht auch ab.
Aber trotzdem: Ein wenig Zeit kann man Herrn Zeh ruhig geben.
Ich möchte nicht naiv klingen, aber es wird schon seitens der Stadt etwas passieren und ich hoffe auf ein Einlenken der Stadt.
Franz Tabak
04.09.2012, 21:28 Uhr
Gülle
Ich sehe gerade die Sendung Panorama vom NDR an. Dort äussert man sich folgendermaßen: "Gülle ist ein hervorragendes Düngemittel für Mais."
Was sagt uns dass?
Wir haben in Nordhausen den großen Gülleproduzenten Van Asten. Für mich bedeutet das, dass in Zukunft Gülle in sehr großen Mengen auf die Felder verbracht wird, wo später der Mais verbracht werden soll. Das heißt nicht nur Monokultur, sondern auch noch Vergiftung des Grundwassers durch Nitrate!
TeeEff
05.09.2012, 00:32 Uhr
Schreibe nie der Boshaftigkeit zu, ...
was sich durch Inkompetenz erklären lässt.
Wenn jemand hier sagt, Himmelgarten sei gestorben, aber keiner sagt das, keiner legt sich fest und auch sonst rudern die Verantwortlichen nur herum und machen Wellen die nichts bringen, bedeutet das meiner bescheidenen Meinung nach vor allem eins:
Wahrscheinlich hat die EVN oder eine Tochterfirma, oder EON Ableger bereits längst mit Vorbereitungen, wenn nicht gar mit ersten Bauschritten begonnen!
Und entweder wissen der OB und einige der Stadträte das einfach nicht - was übrigens auch tief blicken läßt - oder einige (der gar alle!) wissen es durchaus und lassen die Bürger sich um sonst abstrampeln.
Beide Dinge sind eigentlich unerträglich!
Im ersten Fall käme ich mir als Stadtrat und OB, die dann sozusagen "nachträglich" die Sache legitimieren sollen, extrem geschaßt vor und im anderen...tja, der tät mehr als alles über die Politik und Wirtschaftsgebaren hier vor Ort, völlig losgelöst vom Bürger dem man eigentlich verpflichtet ist, sagen.
Das sich am 2. anvisierten Standort kaum Widerstand regt wundert mich eigentlich, über 20m hohe Anlagen unweit des Flugplatzes tät mich da schon über die Zukunft selbigen nachdenken lassen.
Auch die Bielener würden sich in dem Fall über ihr neues, weithin sicht und ab und an riechbares Wahrzeichen freuen...
W.Roßmell
05.09.2012, 07:55 Uhr
Beide Standorte sind absolut fehl am Platz und...
deshalb können wir nur hoffen, dass das "Schweigen" vom OB und der Stadträte halt nicht so augefaßt werden sollte, dass sie Ihre Bürger vor vollendete Tatsachen stellen werden und der schon vollzogene Spatenstich erst danach öffentlich würde!
Wenn das passieren sollte, gibt es Gerichte und eine noch viel größere Öffentlichkeit, wo sich diese Menschen dann äußern müssen! Wir hoffen aber weiterhin auf nicht nur ein Einlenken, sondern auf die Ehrlichkeit, Offenheit, Vertrauen zum OB und seiner Stadträte und zu den mehr als überfalligen Versprechen der Bürgerbeteiligung! Ansonsten verlieren doch nur SIE, die gewählten Vertreter ihr Gesicht, alles andere wäre im Moment nicht diskutuabel...
Und ja Hanni, im Fernsehen vergeht kaum ein Tag, wo nicht über diese Problematik berichtet wird! Leider werden unsere gewählten Volksvertreter nicht so viel Fernsehen schaun, weil sie abends völlig fertig und genervt ins Bett fallen und davon träumen, wie man überhaupt noch überzeugende Argumente für den Bau einer solch umstrittenen Anlage öffentlich machen kann, denn deshalb schweigen sie ja noch immer...
Eckenblitz
06.09.2012, 13:26 Uhr
Linke Transparenz
Erinnern wir uns an den letzten Wahlkampf, wie oft haben Frau Keller und Herr Dr. Zeh in ihren Wahlkampfreden von Bürgernähe und Transparenz gesprochen?
Im Punkt Biomethananlage ist es bei den Linken vorbei mit der Transparenz. Es dürfte jeden Bürger bekannt sei, dass jede Partei, zumindest jeder Fraktionsvorsitzender über Vorlagen verfügt, in der der Bau und die Preiskalkulationen aufgeführt sind.
Aus diesem Grund fordere ich Frau Keller, Herrn Bachmann und Herrn Scharff auf wichtige Teile der Vorlagen öffentlich zu machen. Aber das wird nie passieren, da man sich auf das Gesetz der Nichtveröffentlichung beruft.
Allein so ein Gesetz zeigt sehr deutlich, dass die Parteien keine Transparenz wollen. Transparenz sind nur populistische Sprüche während des Wahlkampfs, danach werde diese sofort wieder vergessen. Da macht keine Partei eine Ausnahme.
Das zeigt uns wiederum wie eng die Parteien zusammen arbeiten, wenn es darum geht den Bürger hinters licht zu führen. Herr Dr. Zeh, Herr Jendricke und verehrte Damen und Herren Stadträte, wenn sie wirklich glauben, sie können sich durch diese Anlage sanieren, dann sitzen sie im falschem Boot.
Ich kann ihnen versprechen das diese Anlage ein Millionengrab für Nordhausen wird. Zeigen sie Courage und sind sie zu sich selber ehrlich, (Wenn sie dazu noch in der Lage sind) dann wird es ihnen nicht schwerfallen Den Bau dieser Anlage und dessen Standort zu überdenken.
Thomas Fichtner
06.09.2012, 14:11 Uhr
Jeder Stadtrat...
sollte diese Unterlagen eigentlich vorliegen haben, egal welcher Partei er angehört oder auch unabhängig ist!
Wie viele wirklich reingesehen und auch mal halbwegs darin gelesen haben oder gar mal 2 Zahlen auf Sinnhaftigkeit geprüft haben, weiß ich allerdings nicht.
Man kann die Forderung nach Transparenz also getrost an ALLE Stadträte stellen.
(Ob diese Unterlagen aber korrekt sind oder massiv "aufgehübscht", dies zu entscheiden überlasse ich dem geneigten Leser)
Alex Gösel
06.09.2012, 16:03 Uhr
Grüne Stadträte...
Herr Fichtner, was Sie da schreiben, halte ich für absolut richtig. Allerdings möchte ich eine Ausnahme machen: Ich persönlich denke dass sich Frau Hartmann / Grüne sehr wohl mit den Zahlen beschäftigt. Allerdings steht ihr, wie von abraham schon beschrieben, das kommunale Gesetz im Wege, welches das veröffentlichen der Zahlen verbietet.
Den anderen Stadträten, mit ein zwei Ausnahmen, traue ich allerdings nicht zu, dass sie sich auch nur im entferntesten mit dem Zahlenspiegel beschäftigen. Meiner Meinung nach fehlt diesen Damen und Herren jegliche Courage!
W.Roßmell
06.09.2012, 16:26 Uhr
Von den grünen Stadträten hatte ich auch mehr erwartet,...
aber ich werde den Eindruck nicht los, dass es hier doch um "Bio" geht und das hört sich immer gut an... Frau Hartmann hatte sich nach der Stadtratssitzung am 17.07.2012 mit einem Bürger der Initiative in Verbindung gesetzt und wollte mehr wissen. Als es um Fakten und Zahlen ging und sie merkte, dass dieser Mann sehr tief in der Materie einer Biomethan-Anlage drin steckte, gab es keinen Mailverkehr mehr und man schwieg wieder!
An dieser Stelle nochmals an ALLE Stadträte, an den OB und auch an diejenigen Bürger und Menschen, die über diese umstrittene Anlage etwas mehr erfahren wollen, wir stehen diesem Dialog offen gegenüber und können in einer sachlichen Diskussion eintreten und darüber diskutieren. Wir werden offen über das Für und auch das Wider sprechen! Wir erwarten aber endlich auch vom OB eine Reaktion dazu, dass er bereit ist, sich mit der Bürgerinitiative zu treffen und in den Dialog zu treten und vor allem über die seit Wochen gestellten Fragen und Probleme in der Petition, über den vor 3 Wochen geschriebenen offenen Brief an ihn Antworten zu erhalten!
Eckenblitz
06.09.2012, 18:14 Uhr
Ich habe großen Zweifel..........
an den Grünen, seit dem sie an der Macht geschnuppert haben, geht es mit der Partei immer weiter bergab. Was wirklich gutes ist von ihnen nicht mehr zu erwarten, das zeigt uns Hamburg und die Elbvertiefung sehr deutlich.
Die nordhäuser Grünen haben ihre "Park" und um dafür Gelder zu bekommen, gehen sie auch faule Kompromisse ein, denke ich. Nur mal so am Rande:" Die grünen verlangen eine Abwrackprämie für Fahrräder." Das ist kein Witz.
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