Mi, 12:21 Uhr
14.03.2001
Zum ersten, zum zweiten, verkauft!
Nordhausen (nnz). Rund 40 Leute standen pünktlich 9 Uhr vor dem Sitzungszimmer des Nordhäuser Rathauses, in dem heute Fundsachen versteigert werden sollten. Fundsachen, die bis August 2000 im Ordnungsamt der Stadt abgegeben worden waren. Insgesamt fanden sich 88 Stücke im Angebot, angefangen von 24 Fahrrädern, Regenschirmen, Handys über Schmuck, Rucksäcke bis hin zu Jacken und Kinderwagen. Sogar eine Alu-Leiter sollte unter die Leute gebracht werden. Die angekündigten Korbmöbel waren aber nicht unter den Fundsachen auszumachen. Die hatten in letzter Minute ihren einstigen Besitzer wiedergefunden. Dem waren sie vor Monaten unterwegs vom Auto gefallen. Nun erfuhr er von den zu versteigernden Möbeln und erkundigte sich. Treffer! Für alle anderen schusseligen Zeitgenossen ist es aber nun zu spät. Sollten diese ihren ehemaligen Habseligkeiten samt neuem Besitzer im Stadtgebiet wiederbegegnen, so haben sie keinen Anspruch auf Rückgabe. Darauf verwiesen die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung vor Beginn der Auktion. Die Ex-Eigentümer könnten sich höchstens an die Stadt wenden, die möglicherweise eine finanzielle Entschädigung zahlt. Anderthalb Stunden nach dem eröffnenden Hammerschlag war bereits knapp die Hälfte der Utensilien verkauft. Ladenhüter, die heute keinen Gefallen finden, werden für karitative Zwecke weitergegeben. Und wenn Sie heute nicht stolzer Besitzer eines Drahtesels für 20 oder eines Kinderwagens für 30 Mark geworden sind, dann vielleicht beim nächsten Mal.

