Energietour
Schon wieder ist ein Politiker auf einer Energietour im Landkreis Nordhausen unterwegs. Nach Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und den Bündnisgrünen war heute ein Bundestagsabgeordneter "dran"...
Grund, Nüßle (Foto: nnz)
Manfred Grund (rechts) wird auf seiner Energie-Tour vom Nordhäuser CDU-Chef Stefan Nüßle begleitet
Eigentlich ist Manfred Grund, der CDU-Bundestagesabgeordnete der Region, ein ausgewiesener Sozialpolitiker, doch halt: Grund hat einen ordentlichen Beruf gelernt - vor seiner Politikarriere: Elektroingenieur. Und so kannte sich der Mann ein "wenig" aus und wusste wovon er sprach. Zum Beispiel von der Notwendigkeit des Baus einer Biomethananlage in Nordhausen. Hier kämen im Rahmen der Energiewende, "die allen wollten und wollen", positive Faktoren zusammen, um solch eine Anlage zugunsten der Verbraucher zu errichten. Neben dem Engagement der EVN und anderer Thüringer Stadtwerke in einem Windkraftkonsortium und der Photovotaikanlage der Stadtwerke auf der Deponie bei Nentzelsrode, sei die Erzeugung von Biogas vor allem für die Grundlastversorgung unabdingbar.
Der Bau einer solchen Anlage seitens eines kommunalen Unternehmens sei zu befürworten, obgleich es bei der logistischen Problematik des An- und Abtransports noch Gesprächsbedarf geben sollte. Doch sollte auch an die kurzen Wege und die kommunalen Kreisläufe sowie an die regionale Wertschöpfung gedacht werden.
Vor den Nordhäuser Stadtwerken und der EVN hatte sich Manfred Grund in dem Unternehmen umgesehen, dass solche - zumindest in Nordhausen umstrittenen - Anlagen baut: die Schachtbau Nordhausen GmbH. Hier verwiesen die Gesprächspartner auf ihre Erfahrungen beim Bau dieser Anlage, sowohl in der Region selbst als auch darüber hinaus.
Im Anschluss daran besuchte Grund ein Unternehmen, das Bohrgeräte herstellt sowie einen Agrarbetrieb in Wipperdorf. nnz wird morgen noch ausführlich darüber berichten.
Autor: nnz
Kommentare
W.Roßmell
29.08.2012, 18:48 Uhr
Vielleicht hat er noch keine neue Order von "Oben"...,
denn inzwischen gab und gibt es ja genügend führende Politiker, die gerade diese Frage der Energiegewinnung auf den Prüfstand stellen und auch die staatliche Förderungen nicht mehr einfach nur so an die profitgierigen Haie ausschütten wollen! Davon sagt der Herr Grund nichts!
Das ist langsam schon eine Frechheit, wie solch ein Politiker sich über das Wohl der Menschen und im Kreise derer, die nur auf Gewinne aus sind und sich über die Köpfe der Menschen hinweg, weiterhin zu 100% zu einer solch umstrittene Anlage stellt! So eine Anlage gehört nicht mehr gebaut Herr Grund und auch Sie sollten sich einmal mit dem Für und Wider beschäftigen!
Hat denn dieser Politiker nicht auch von denen gehört, die gegen so eine Anlage aufbegehren? Über 2.200 Unterschriften sprechen eine mehr als deutliche Sprache! Dieses Aufbegehren der Menschen wird tatsächlich mit Füßen getreten, diffamiert und jetzt kann man auch die Haltung der Oberbürgermeisters immer mehr "verstehen"... 4 Seiten schreiben lassen und auf keine einzige Frage auch nur eine annehmbare Antwort mitteilen! Es schreit zum Himmel liebe CDU-Politiker! Mit solch ignoranten Beiträgen der Politiker, gefördert durch die Presse und des Schweigens auf Antworten auf unser ALLER Fragen, verschärft sich der Ton der Menschen, die sich in Ihrer Lebensqualität, in ihrer Sicherheit, in ihrer Existenz gefährdet sehen! Warum ist denn so ein Politiker nicht bereit, eine solche Anlage direkt neben sein Wohnhaus bauen zu lassen? Weil er ganz klar über die Risiken und Gefahren informiert ist! Alles Schweigen auf die Fragen der vielen Nordhäuser Bürger wird alles nur noch schlimmer machen, denn das "Zur-Schau-Stellen" für ein unwiderrufliches Ja zeigt nur, dass die Politiker überhaupt kein Interesse an einem fairen Miteinander, an einen offenen Dialog mit den Bürgern haben wollen! Sie kennen nicht ihre Verantwortung den Bürgern gegenüber, sie mißachten diese täglich und setzten die Lebensqualität, den sozialen Frieden als ein hohes Gut der Menschen auf´s Spiel! Schade, aber wir werden uns zu WEHREN wissen!
NDHler
29.08.2012, 19:13 Uhr
Der Grund...
... soll hier nicht so tun als läge ihm der LK Nordhausen am Herzen. Das Eichsfeld ist alle mal wichtiger. Lächerlich das ganze!
Birgit26
30.08.2012, 08:23 Uhr
Schön das er einen ordentlichen ....
Beruf gelernt hat und so sich mit den Zusammenhängen der Biogasproduktion auskennt. Naja, die Transportwege sind zu überdenken, aber sonst wollten wir ja alle die Energiewende, was sollen uns dann die weiteren Umstände stören...Alles nur kleinkariertes Denken, sollen wir uns nun doch mal nicht so haben und die Schlempe von Nordbrand kann auch auf kurzen Wegen in den Kreislauf eingebracht werden...Gute Idee, aber wer hat bisher die Schlempe genutzt? Soweit ich weiß, wurde sie verfüttert und was gibt man den Tieren dann,... teueres Futter? Naja, der kleine Mann bezahlt es später mit, falls er Fleisch essen möchte und auch noch Geld für den Strom hat, um es zuzubereiten und Geld für Gas, damit er nicht frierend essen muß! Soll Energie für uns ein Luxusgut werden?
Würde alles, was jetzt wie Pilze aus dem Boden schießt, in Sachen Energiewende auch ohne Fördermittel und Subventionen gebaut? Läßt das alles sich später auch noch rechnen?
Retupmoc
30.08.2012, 09:24 Uhr
Guten Morgen Herr Grund
Bauen wir die Anlage doch in Heiligenstadt, das ist ein guter Platz. Autobahnanbindung ist vorhanden. Und Gottes Segen gibt es gratis dazu.
dirfido
30.08.2012, 09:24 Uhr
Bürgernähe sieht anders aus!
Ich schrieb einen langen Text, einen sehr langen Text – länger als sonst. In diesem Text ging ich auf die technischen Probleme der Grundlastsicherung ein. Und auch auf die Unmengen an Ackerfläche welche für die Gewinnung von Elektroenergie verschwendet werden. Ich betrachtete die immensen Verluste bei der Gewinnung von Elektrizität mit Verbrennungsmaschinen. Die Betrachtung der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Auswirkungen bin ich auch nicht schuldig geblieben. In meinem Text habe ich die ca. 45 Gigawatt Grundlast Deutschlands auf die elektrische Arbeit umgerechnet und ins Verhältnis zur deutschen Ackerfläche gebracht. Die dabei notwendigen Energiemengen pro Hektar sind illusorisch und absurd! Weiterhin habe ich gefragt was unser Nutztiere und wir Menschen noch essen sollen. Ebenfalls habe ich auf die zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten hingewiesen welche jedem denkenden Menschen den nächtlichen Schlaf rauben. Im Anschluss habe ich die bisherige Preisentwicklung für Energie nachgezeichnet und die möglichen Vorteile für die Verbraucher beleuchtet.
Ja - liebe Leserinnen und Leser - und dann habe ich diesen Text wieder gelöscht.
Warum? Werden Sie fragen.
Weil ich davon überzeugt bin dass unser hochverehrter Bundestagsabgeordneter die NNZ-Online.de nicht liest!
Sonst wüsste er schon dass mehr als 2200 Mitbürger gegen die Methangasanlage in Nordhausen-Ost sind und er hätte dann auch gleich im Internet weiter recherchiert. Vermutlich hätte unser Abgeordnete dann auch von anderen Menschen Deutschlands gelesen, die auch derartige Anlagen in dieser Dimension ablehnen. Er hätte sich nach der Größe und dem Standort der (geplanten) Anlage erkundigt und vermutlich auch in Berlin einige Kollegen befragt. Selbst ein Anruf in Erfurt, bei unserer ebenfalls hochverehrten Ministerpräsidentin Frau Lieberknecht, hätte neue Erkenntnisse in Sachen Bioenergie gebracht.
Stattdessen – pressewirksamer Besuch bei den möglichen Profiteuren der Methangasanlage und kein Besuch bei den betroffenen Bürgern.
Bürgernähe, verehrter Herr Grund, sieht anders aus!
Es gibt bestimmt noch mehr Unternehmen in unserer Region die sich auch einen so hochkarätigen Vertriebsmitarbeiter wünschen!
Schau ich aus dem Fenster so sehe ich: der Himmel weint – mir ist ähnlich zumute!
Werniman0606
30.08.2012, 11:42 Uhr
Grund ein Sozialpolitiker ?
Das haben wir im April gesehen, als es darum ging, Hartz IV-Sanktionen zu kippen und ein gewisser Bundestagsabgeordneter dagegen gestimmt hat.
TeeEff
30.08.2012, 13:10 Uhr
Lobbyist bei der Arbeit...
und besuchen tut er die, denen er WIRKLICH verpflichtet ist und eben nicht die Bürger, das gemeine Wahlvolk, das sein enormen Diäten und Pensionen bezahlt und solchen Leuten eigentlich nur lästig ist.
Harzer_Wolf
30.08.2012, 15:01 Uhr
Wahlen
Ist nicht bald wieder Wahl? Denkt dann bitte an Herrn Grunds Aktivitäten!
ralfkothe
30.08.2012, 16:47 Uhr
Planung regional, Export global
Wenn der Bürgerprotest eine Biogas-Anlage verhindern sollte, darf es doch trotzdem Hersteller dafür geben. Es gibt Standorte, die eignen sich dafür. Und nicht alle werden mit extra angebautem Mais befüllt. Auch Gülle ist nutzbar.
Wo so ein Ding hinkommt, was befüllt werden darf und wie viele Traktoren dafür täglich fahren müssen, hat mit der Energiewende doch an sich nichts zu tun! Das ist kommunale Planungshoheit. Da schließt sich der Kreis. Sprecht die Kreistags- und Gemeinde-Politiker an.
Und noch eins: Die Hersteller können die Energieanlagen auch exportieren. Das sichert hierzulande Arbeitsplätze. Das hat mit Gemeinwohl zu tun.
Thomas Fichtner
31.08.2012, 01:23 Uhr
Paar kleine Denkanstöße
1. Die für die Biogasherstellung benötigte "Hochtechnologie" muss kein Land das sie nutzen kann wirklich importieren. Das ist technisches Niveau ca. 1907
2. Dauerhafter Exportüberschuss sichert KEINE Arbeitsplätze, sondern schadet einer Volkswirtschaft sogar deutlich.
3. Viele exportierte Waren dieser Größe werden durch Kredite finanziert, die oft nicht zurückgezahlt werden können und derzeit häufig durch Rettungsschirme abgelöst oder Schuldenschnitt gar ganz erlassen werden. D.h. nicht nur die Ware geht ins Ausland, nein der Steuerzahler zahlt auch noch dafür.
Betriebswirtschaftlich mag das noch okay gehen für die exportierende Firma, volkswirtschaftlich ist es extrem kritisch, besonders wenn man Exportweltmeister ist.
4. Gülle hat nur etwa 11 und 13% des erwarteten Gasertrages von z.B. Maissilage
98maschr
31.08.2012, 09:31 Uhr
Nur so zur Info
Bei allem nötigen Respekt Herr Fichtner, aber ihre 2. und 3. Aussage stimmen einfach nicht. Und ich hatte BWL und VWL im Studium.
Thomas Fichtner
31.08.2012, 12:44 Uhr
Was ist denn konkret falsch...
an den Aussagen?
Größere Projekte werden bekanntlich üblicherweise über Kredite finanziert.
Diese werden meist von Banken gewährt. (Dazu sind sie da)
Das vorgestreckte Geld geht dann an die exporttierende Firma, die damit Rohstoffe, Gehälter und vor allem auch Abgaben und Steuern bezahlen. Deren Arbeiter bezahlen ebenso Steuern und Abgaben.
Diese aufgenommenen Kredite können aber oft nicht mehr zurückgezahlt werden. D.h. die Banken gehen entweder bankrott oder werden via Bailout - aka Rettungsschirm von Ländern wie z.B. uns, also dem Exporteur - gerettet, indem wir Geld, aus oben genannten Abgaben und Steuern finanziert, dort hineinwerfen (regelmäßig ohne Chance das je wiederzusehen).
Fazit: Exportierte Güter sind im Ausland und das Geld dafür hat man auch selber bezahlt. (Es ist natürlich nicht weg, sondern nur wo anders)
Es wird eben leider von BWLern und VWLern oft außer acht gelassen, dass es bereits mittelfristig zum Schaden einer Volkswirtschaft und eines Landes ist, wenn auf Dauer hohe Leistungsbilanzüberschüsse und damit Forderungen gegenüber anderen Ländern durch Exporte angehäuft werden. Real lebt dann ein Land über längere Zeit unter seinen Verhältnissen und arbeitet für die Länder drumherum. Trotz dieses realen Misserfolgs, wird die Exportweltmeisterschaft Deutschlands regelmäßig als riesiger Erfolg dargestellt, was sie für die Bürger dieses Landes einfach nicht ist und was sie durch z.B. sinken des Reallohns und Kaufkraftverlust bemerken. Dazu kommt das Problem wenn diese anderen Länder dann ihre Verbindlichkeiten irgendwann überhaupt nicht mehr bedienen können oder wollen.
Auch deswegen, und natürlich um Wohl der eigene Bevölkerung im Auge zu behalten, sollte man immer auch die Binnenwirtschaft im Auge behalten und ausreichend ausbauen - denn 2 Standbeine sind immer besser als eins!
Thomas Fichtner
31.08.2012, 13:01 Uhr
Nachtrag für BWL/VWLer
Wie Sie sicher gemerkt haben propagiere ich hier eine weiterentwickelte Form des Merkantilismus und breche die Lanze für ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen echter Waren- und Geldwirtschaft und eben nicht für die sich selbst antreibende, blasenbildende Fianzwirtschaft die aus dem Nichts Geld schafft. Natürlich unter Berücksichtigung der Ideen zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung nach Adam Smith und dem eigentlichen Mehrwertprinzip, was Marx im Kapital ja ausreichend dialektisch aufbereitet hat (und beide sind bis heute glaub nicht wiederlegt und wohl immer noch Standardwerke zum Thema).
Da die Blasenfinanzwirtschaft gerade super crashed bzw. sich von Krise zu Krise hangelt und die jetzige schon länger als die Weltwirtschaftskrise von 1929 anhält - ist sicherlich ein Besinnen auf konventionell konservative Modelle durchaus nachdenkenswert.
Peppone
31.08.2012, 14:11 Uhr
Oh ja, der Marx, endlich Herr Fichtner.
Ihr Selbstbewußtsein in allen Ehren Herr Fichtner, aber wenn man Ihre Pamphlete so liest, könnte man fast denken man lebt in einem von Marx vergessenen Entwicklungsland!
Ohne auf die ganze Prosa einzugehen:
Exportweltmeister wird man nicht, weil man alles besser weiß, sondern nur deshalb weil man das besser Gewissene auch qualitativ und preislich interessant herstellen kann!
Und woher Sie die Erkenntnis haben, dass unser Land durch Exporte "unter seinen Verhältnissen lebt" wird wohl auf immer Ihr Geheimnis bleiben. Es sei denn, Sie erklären das mal, von mir aus auch mit Marx.
Geben Sie doch bitte mal ein Beispiel für die Binnenwirtschaft eines Staates, dessen Wirtschaftspolitik Sie gerne hätten, sofern sowas jenseits von Phantasialand existiert! Das wäre zum besseren Verständnis und Kommentieren Ihrer fundamental neuen Makroökonomie und Mikrobiologie zielführend.
Mikrobiologie deshalb, weil Ihr an anderer Stelle geäußerter seltsamer Zusammenhang von Botulinum und Biogasanlage im wirklichen Leben bisher nur Esoteriker und Verschwörungstheoretiker beschäftigt!
Also schießen Sie mal los und erzählen Sie mal, wie so ein Idealstaat nach Marx ohne Botulinum funktioniert! :-)
Thomas Fichtner
31.08.2012, 17:17 Uhr
Sie können das gern ins lächerliche ziehen...
aber Fakt bleibt, das Marxs Werk "Das Kapital" auch in Harvard an der Wirtschaftsfakultät als anerkanntes Standardwerk gilt und die sind nicht für Progessivität bekannt. Selbst in McCarty-Ära blieb es als Lehrinhalt bestehen,
Es unterscheidet sich natürlich deutlich vom Kommunistischen Manifest und kann davon auch getrennt betrachtet werden.
Und wenn Sie nicht erkennen das Deutschland sich in den letzten 10-15 Jahren zu einem Niedriglohnland, auf Kosten der Arbeitnehmer entwickelt hat, kann ich ihnen auch nicht helfen!
Denn gut 15% Reallohnverlust, ausufernde Leiharbeit, immer mehr befristete Arbeitsverträge, ~7 Mio Menschen in Sozialbezug, davon allein 4,5 Mio voll berufstätige Aufstocker, fehlender Mindestlohn, zunehmende Kinder- und Altersarmut sind eindeutige Zeichen das man sich sogar zurückentwickelt.
Spontan würde ich auf ihre Frage mit Island antworten, aber auch die skandinavischen Länder oder die Schweiz wären Kandidaten.
Manfred_Grund
06.09.2012, 14:30 Uhr
Offenes Visier
Natürlich lese ich als regionaler Abgeordneter die NNZ, nicht täglich aber häufig. Ebenso wie ich die regionale Tageszeitung lese und bei Facebook, Twitter und in anderen Online-Foren versuche, regionale Themen zu verfolgen.
Denn der Wahlkreis ist bekanntermaßen groß und ich wohne nun einmal in Heiligenstadt und fahre nicht zum Brötchenholen täglich nach Nordhausen, Auleben, Weißenborn-Lüderode oder Anrode. Trotzdem will ich im Bilde und im Kontakt bleiben. Deshalb die Sommertour seit 2007, meine Auftritte vor Ort auch im Landkreis und der Stadt Nordhausen und auch mein Wahlkreisbüro in der Käthe-Kollwitz-Straße.
Leider hat nicht einer von den hier Diskutierenden auch nur einmal einen Brief geschrieben, angerufen oder eine Mail geschickt. In einer Demokratie kann jeder seine Beschwernisse auch direkt vortragen und muss sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken. Wir leben nicht in Belarus oder Russland!
Wem ernsthaft an einem Gedankenaustausch mit mir gelegen ist, kann hier sachlich vortragen oder sich mit mir an einen Tisch setzen (ob bei Kaffee / Tee oder einem Glas Bier / Wein überlasse ich Ihrer Auswahl).
Das halte ich schon seit 17 Jahren so. Auch Sie können die Probe aufs Exempel machen. Damit ich genug Zeit mitbringe, sollten Sie in meinem Büro unter Telefon 691100 einen Termin vereinbaren.
Retupmoc
06.09.2012, 14:56 Uhr
Russland oder andere Demokratien
Sehr geehrter Herr Grund,
eher ist Russland eine Demokratie als Deutschland. Warum ich das so sehe? Nehmen wir doch einmal die letzte Landtagswahl? Ich bin nicht unbedingt der Freund der Linken, aber wieso hat man 30% Prozent Bürgerwillen unter den Tisch gekehrt?
Wieso haben Sie persönlich im Bundestag für weitere Verschärfungen der Hartz4-Gesetze gestimmt, obwohl die Mehrheit der Bürger gegen die befohlene Altersarmut per Gesetz ist? Wieso hüpfen deutsche Soldaten in Afghanistan rum, obwohl die Mehrheit der deutschen Bürger das nicht will?
Und jetzt kommen wir zum Thema. Wieso habe ich den Eindruck das die Biomethangasanlage in Nordhausen-Ost schon beschlossene Sache ist? Lassen wir doch ganz einfach das Volk abstimmen. In diesem Fall alle Bürger Nordhausens und der betreffenden Einzugsgebiete wie Himmelgarten.
Demokratie heißt Volksbestimmung. Das Volk sollte entscheiden. Und wenn Sie jetzt mit dem Argument kommen, das das Volk ja bei der Wahl seine Abgeordneten wählt ... dann komme ich wieder zu Punkt 1 meiner Ausführungen, nämlich das Ihre Partei die CDU mit einer Partei koaliert hat, die eben nicht die Mehrheit des Volkes hinter sich hatte. Für mich ist diese derzeitige Landesregierung ohne Legitimation durch das Volk. Es hatte anders gewählt.
W.Roßmell
06.09.2012, 15:26 Uhr
Sehr geehrter Herr Grund,
Ihre Einladung werden wir annehmen und uns bei Ihnen melden! Wir sitzen heute in der Bürgerinititaive zusammen und werden dies besprechen!
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