Unter freiem Himmel
Diana Skibbe heißt die neue Linkenabgeordnete, die das Büro in der Barfüßerstraße 18 von Birgit Keller übernommen hat. Keller trat zum 1. Juli ihr Amt als Landrätin an und verließ den Landtag...
Skibbe war bereits von 2005-2009 Mitglied im Thüringer Landtag. Nach den für die LINKE sehr erfolgreichen Kommunalwahlen zu den Bürgermeister- und Landratswahlen wurde Diana Skibbe wieder Mitglied des Landtages. Die studierte Lehrerin bearbeitet nun die Fachbereiche Petitionen und Verbraucherschutz in ihrer Fraktion.
Zu ihrem ersten Bürgergespräch im Wahlkreis läd sie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger unter den freien Himmel ein. Dieses Gespräch findet am Montag (20. August), in der Zeit von 11.00-13.00 Uhr auf dem Nordhäuser Rathausplatz statt. Nur bei schlechtem Wetter weicht sie in das Büro in der Barfüßerstraße aus.
Alle Interessierten sind mit Hinweisen und Bitten, wie auch zu einem lockeren Gespräch herzlich willkommen.
Autor: nnz
Kommentare
Wolfi65
16.08.2012, 10:21 Uhr
Wieder mal
Wieder mal wurde auf ganze Linie versagt.
In einem überaus günstigen Moment, hatte die Linke wirklich die Chance mit Hilfe der Genossen Bisky,Ernst,Gysi,Lafontaine und Wagenknecht eine neue deutsche Politik einzuläuten.
In diesem Moment, als es darauf ankam, hat man kläglich versagt. Was soll denn die Landespolitik noch machen, wenn die Bundespolitik der Linken durch innere Unstimmigkeit zu keinen Konsenz in der Lage ist. CDU, FDP hat versagt und SPD auch.(Agenda 2010)
Die Linke handlungunfähig.(Parteitag in Göttingen) Wen soll der Bürger nächstes Jahr wählen? Nicht hingehen ist wohl der falsche Weg. Da wird die Wahl zur Qual.
Thomas Fichtner
16.08.2012, 14:46 Uhr
Zusammenhang?
Lieber Wolfi65,
leider erschließt sich mir der Zusammenhang zwischen dem Artikelinhalt und dem was Sie wohl sagen wollen nicht ganz.
Es geht hier lediglich um die Neueröffnung des Wahlkreisbüros durch MdL Skibbe, die im ganz normalen Verfahren, nach den Parteigesetzen der BRD und als Folge der Wahl Birgit Kellers zur Landrätin, das WKB übernimmt.
Ihre Sprünge zur Bundespolitik und dann zu Personalentscheidungen die durch Wahlentscheidung von Mitgliedern auf dem letzten Bundesparteitages getroffen wurden sind schon recht groß und nur schwer nachzuvollziehen - ich versuche es aber trotzdem.
Sie haben einige Namen genannt denen sie zusammen zutrauen eine neue deutsche Politik einzuläuten.
Nun, die Richtung der Politik beeinflusst immer noch der Wähler, oder bei anderen Parteien, die regelmäßig Millionenspenden aus der Wirtschaft erhalten, leider vor allem die Lobbyisten.
Darüber hinaus weiß wer das Wirken dieser Personen und ihre Vita kennt bzw. verfolgt hat, dass die Ansichten dieser Personen teils arg gegensätzlich sind, sich manchmal sogar ausschließen und dann kommt da noch die Altersfrage dazu. Von daher ist diese Konstellation nicht annähernd in Betracht zu ziehen gewesen.
Und falls sie die NNZ aufmerksam gelesen haben, ist ihnen die Äußerung des Kreisvorsitzenden der Linken Alexander Scharff sicherlich in Erinnerung, der sinngemäß äußerte, daß viele an der Basis mit dem Ergebnis der Bundesvorstandswahlen alles andere als zufrieden sind.
Leider ist die Bundespolitik oft völlig anders als Landes- oder Kommunalpolitik - in den letzteren beiden Gebieten ist DIE LINKE recht gut aufgestellt und bewährter Partner für bürgernahe Entscheidungen, die oft sogar mit dem politischen Gegner zusammen getragen werden. Auf Bundesebene sieht das bisher leider anders aus. Grund dafür dürfte wohl die Schwäche der Partei in den alten Bundesländern sein, wo neben der starken Heterogenität der meist aus zur WASG zusammengeschlossenen Kleingruppen und Kleinparteien mit deren unterschiedlichen Ansichten, der Konkurrenz zu dort etablierter SPD und Grünen, auch 40 Jahre Kalter-Kriegs-Rhetorik tiefe Spuren bei potentiellen Wählern hinterlassen hat.
Dazu kommt noch die Haltung der großen Medien, die oft keinen Vertreter der Linken zu Diskussionsrunden einladen oder Gesetzesinitiativen und Anträge der Linken ganz einfach totschweigen - wenn man sich aber die Zusammensetzung der Medienräte anschaut, ist das kaum verwunderlich und führt die oft gelobte Unabhängigkeit und Unparteilichkeit, z.B. der Öffentlich Rechtlichen, ad absurdum.
Das DIE LINKE scheinbar die derzeitige wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen nicht wirklich für Stimmgewinn nutzen kann, hat viele Gründe. Der schleichende, scheibchenweise Sozialabbau, bei dem der Bürger nach und nach zurücksteckt und sich daran gewöhnt, ohne es wirklich hart zu merken, das gnadenlose Ausspielen der unterschiedlichen Einkommensstrukturen gegeneinander und die am Bürger einfach vorbei getätigte immensen Ausgaben, gekoppelt mit Brot und Spielen (EM, Olympia, TV-Berieselung, Bildungsniveauverlust, hochgepushte Nebenschauplätze unrelevanter Themen, aufgebauschte Gefahrenlagen zur Beschneidung der Bürgerrechte, Nachrichten über Gräueltaten im Ausland), spielen da wohl eine weit größere Rolle als die personelle Besetzung der Partei.
Wie Sie sehen ist das Thema sehr komplex und man könnte sicherlich noch etliches dazu schreiben, aber das liest ja dann oft keiner mehr.
Ich würde ja sagen - gibt Sprechstunden im Kreisbüro, da kann man so etwas besser bereden - oder man macht extra Termine, aber leider wurde so etwas bisher nur sehr mau vom Bürger angenommen und man sitzt dann dort rum und keiner kommt, deswegen hab ich die Situation hier etwas ausführlicher beschrieben.
In dem Sinne verbleibe ich mit:
"Democracy is not a spectator sport!"
Wolfi65
16.08.2012, 16:06 Uhr
Ich will mal helfen
Was ich damit schreiben wollte ist, dass sich eine Genossin Keller, Skibbe und ein Herr Scharff hier an der Basis abstrampeln können, wenn die Bundes-Genossen nicht in der Lage sind, ihre eigene Politik in die Praxis umzusetzen. Mehr wollte ich gar nicht schreiben und verbleibe mit unparteilichen Gruß
Wolfi65
Thomas Fichtner
16.08.2012, 21:58 Uhr
Politik...
wird von Menschen, mit Menschen, für Menschen gemacht. Das mögen manche ganz da oben vielleicht vergessen habe, aber der Kontakt zu den Menschen an der Basis ist und bleibt unersätzlich.
Und genau das wird gemacht! Dazu hat man auf Kommunal- und Landesebene die nötige Mehrheiten oder zumindest ausreichend Stimmgewicht, durch Vertrauen des Bürgers, um auch Dinge bewegen zu können - etwas das auf Bundesebene noch nicht der Fall ist.
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