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Mo, 14:51 Uhr
09.07.2012

Post aus der alten Heimat

Nordhausen geht neue Wege, wenn es darum geht, Fachkräfte zur Rückkehr in die Rolandstadt zu bewegen: Gemeinsam mit der Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung (ThAFF) hat die Stadt jetzt Briefe versandt an Menschen, die zum Ende des vergangenen Jahrzehnts fortgezogen sind...


Tenor des Schreibens ist: Nordhausen hat in den letzten Jahren eine positive wirtschaftliche Entwicklung genommen, die Firmen in der Stadt suchen Fachkräfte, und für Rückkehrer bieten sich gute Chancen auf eine attraktive Beschäftigung in einem Umfeld mit gestiegener Lebensqualität. Stadt und ThAFF verweisen zudem eine neue spezifische Stellenbörse für Nordhausen, die Stellen und Kontaktdaten zu Arbeitgebern aus der Region präsentiert.

Nordhausen ist heute einer der wenigen Orte in Thüringen, die über einen positiven Bevölkerungssaldo verfügen. Mit dem Ausbau der A 38 verbunden waren in den vergangenen Jahren Ansiedlungen und Erweiterungen von Firmen; die Fachhochschule gewinnt zunehmend internationale Ausstrahlung, und im Gefolge der Landesgartenschau 2004 hat die Stadt auch in puncto Lebensqualität weiter an Profil gewonnen.

Auch wenn Menschen aus der Region in früheren Jahren fortgezogen sind, ist bei ihnen weiterhin eine Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt zu vermuten. Viele unter ihnen wissen jedoch nicht um die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre. Vor diesem Hintergrund Werbung für die Stadt zu machen, auf neue Beschäftigungschancen zu verweisen und eine Brücke zu schlagen für eine mögliche Rückkehr, ist das Anliegen des „Rückkehrerbriefes“, der vor wenigen Tagen das Rathaus verließ und an die Personen ging, die in den Jahren 2007 und 2008 aus Nordhausen fortgezogen sind.

„Es ist eine der Kernaufgaben der ThAFF, Fachkräfte anzusprechen, die momentan nicht in Thüringen arbeiten, jedoch für eine Beschäftigung im Freistaat gewonnen werden könnten“, erläutert Frank Krätzschmar, Geschäftsführer der LEG Thüringen, bei der die ThAFF angesiedelt ist. „Bei dieser Ansprache sind kreative Aktionen gefragt, und wir freuen uns, mit der Stadt Nordhausen einen Partner zu haben, mit dem wir potentielle Rückkehrer auf eine persönliche und sympathische Art ansprechen können.“

Die ThaFF wurde im April 2011 gegründet und betreibt Marketing für den Beschäftigungsstandort Thüringen sowie Netzwerkarbeit mit Akteuren des Arbeitsmarktes, darunter Arbeitsagenturen und Hochschulen.
Autor: nnz

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Kommentare
brazil
09.07.2012, 16:23 Uhr
Eine Adressatenliste . . .
wäre hier mal total spannend. Geht natürlich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht.
Oder doch?
:-)
Nord_Licht
09.07.2012, 18:21 Uhr
Es sind genug potenzielle Bewerber da, die "Flüchtlinge von damals, brauchen wir jetzt auch nicht"
Schön, aber was sollen die Fachkräfte machen die schon in der Region sind und keine Arbeit bekommen?

Und um was für "Fachkräfte" handelt es sich denn hier eigentlich?

Um Altenpflegekräfte doch wohl zu 95%, da der demografische Wandel wohl in Thüringen schon voll zugeschlagen hat.

Ich für meinen Teil kann dazu nur folgendes bemerken, in der IT-Branche sind mehr als genug potenzielle Bewerber vorhanden, es fehlt nur an den dem entsprechenden auch gut bezahlten bzw. anspruchsvollen Arbeitstellen.

Sollen die etwa wegziehen und Platz für die "Zurückgeholten" machen.

Der Grundsatz ist und bleibt: Wer einmal weg ist kommt nicht wieder. Es sei denn es werden die gleichen Löhne wie in den alten Bundesländern gezahlt.

Meine persönliche Meinung und darf man ja jetzt äußern, wir sind ja jetzt "frei" ???
Georg
09.07.2012, 19:15 Uhr
Völlig...
überflüssig ist diese Behörde. Sie kostet jährlich Millionen und ist uneffektiv. Es ist Aufgabe der Agentur für Arbeit Fachkräfte zu vermitteln. Wenn die Untenehmer hier in Thüringen Fachkräfte suchen, können sie ja auch selbst annoncieren. Würden sie "ordentliche" Löhne zahlen, kämen viele von allein wieder zurück. Die Dumpinglohnpolitik der CDU- Regierung in der Vergangenheit rächt sich nun. Leider haben inzwischen viele junge, gutausgebildete Frauen und Männer unsere Region verlassen und sind woanders heimisch geworden.
Nord_Licht
09.07.2012, 22:15 Uhr
eine neue Behörde bringt auch Arbeitsplätze, aber nur für diverse Leute......!?!?!.....
Ich stimme meinem Vorredner zu 100% zu. Wer weg geht, bleibt auch weg. Und baut sich woanders eine neue Zukunft auf.
MfG
Tastyangel
10.07.2012, 05:41 Uhr
Kooperationspartner In der Region
Ich bin auch aus den "alten" Bundesländern, Bayern, hierhergezogen vor 2,5 Jahren jedoch aus privatem Grund. Würde besser bezahlt werden, wäre Nordhausen für gerade junge Leute wieder viel attraktiver. Denn vergleichsweise zu Bayern sind die Gehälter einfach wenig im Gegensatz zu den Lebenshaltenskosten wie z.b Miete. Die Mieten hier sind durch den künstlich erzeugten Mangel so horrend das steht in keinem Verhältnis. Doch nutzen sie ihre Werbung bei den Leuten die hier vor Ort sind. Wenn man hier ins Arbeitsamt kommt, sieht man mehr als genug Arbeitswillige Menschen. Wie wär es denn mit einer Kooperation mit der Agentur für Arbeit? Sinnvoller und effektiver. So wären gleich zwei Probleme gelöst. Und der Kern der "Auswanderer" wird meiner Meinung nach auch in der Ferne bleiben.
frank der 1.
10.07.2012, 11:05 Uhr
wer soll denn gelockt werden...
und mit WAS??
Fast 30% niedrigere Löhne, teilweise über 40% höhere Abgaben. Auf Grund Dessen bleibt am Monatsende nicht viel in der Lohntüte übrig.
Auch andere Bundesländer sind schön.
Welche Perspektiven haben z.B. die Kinder. Über Kultur wird gerade wieder heftig gestritten und die wirklich sinnvoll angelegten Gelder in Theater, Sport-, Bildungs- und Jugendprojekte.

Löst diese Behörde auf und wendet das viele Geld für diese und andere sinnvollen Sachen ein. Nur so wird Thüringen wieder richtig attraktiv

Tastyengel hat Grundprobleme angesprochen
H.Buntfuß
10.07.2012, 11:38 Uhr
Fachkräfte
ich habe das gefühl, hier geht es nicht um fachkräfte. nein es geht um das liebe geld, welches die stadt für jeden einwohner bekommt. denken sie nur an die debatte um die studenten.

ich glaube es geht auch um den posten des OB, sollte die einwohnerzahl so weiter sinken, ist der posten in gefahr und das würden bestimmte politiker nicht verkraften.

facharbeiter haben wir hier genug , woran es fehlt sind einwohner, auch wenn sie nur hartz IV bekommen.
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