Di, 17:49 Uhr
25.11.2003
nnz-Forum: Ein Herz für die Aue
Nordhausen (nnz). Die Kulturtage in Auleben haben eine große Resonanz hervorgerufen. Die nnz veröffentlicht in ihrem Forum eine weitere Betrachtung. Diesmal von der Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue.
Nun war es schon die elfte Veranstaltung der Auleber Kulturtage und Prof. Wolfgang Dietrich wird nicht müde seine Liebe und Verehrung für unsere Heimat, für die Landschaft der Goldenen Aue und für die Menschen mit denen er lebte in Worte zu fassen, die eindringlicher und ergreifenden nicht wiedergeben werden könnten.
Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger sondern mit Sachverstand, mit Humor und einer besonderen Art der Wortwahl traf er ins Herz derer, die sich am Freitagabend zu seinem Vortrag über Unser Dorf und die Welt in Auleben versammelten. Nicht kritisierend, aber wohl mahnend warnte er vor der Zerstörung einer Landschaft mit einem Namen, der, wie er meinte wohl einmalig in der Welt sei. Die Goldene Aue spiegele das wieder, was viele Menschen schon verloren glauben, die Sehnsucht nach Heimat die kaum schöner als durch seine Worte beschrieben werden könnte. Seine geflochtenen Verbindungen zwischen Auleben, der Goldenen Aue und der Welt waren beeindruckend, so die Beschreibung des Adonisröschens und der Schlüsselblume, die er auch bei Erkundungen in Russland fand und Erinnerungen und Verbindungen zu seiner Heimat sind. Die zerschossenen Hände einer russischen Frau, die ihn auf einer Reise nach Moskau bewirtetet erinnerten an die tödlichen Wunden der Menschen die bei Bombenexplosionen an der Aumühle starben.
Die Kraniche, die jetzt wieder die Goldene Aue als Rastlager wählen, seien ein Zeichen für die Qualität dieses Lebensraumes und verbänden die Goldene Aue mit der Welt, mit den Brutgebieten im Norden und den Überwinterungsgebieten im Süden. Diese Verbindungen sollen zeigen, das wir nicht allein auf der Welt sind, daß das was wir tun auch Auswirkungen auf andere hat. Und deutlich wurde auch, das es der Mensch selbst ist, der aufgrund seines Strebens nach immer mehr Wohlstand, die Lebensgrundlagen unserer Nachfahren aufs Spiel setzt. Er sprach von der Zerstörung der Biotope. Er machte bewusste das sich doch hinter dieser Bezeichnung das Wort Lebensort verbirgt, und wir mit unserem Handeln diese Lebensorte von Tieren und Pflanzen ja sogar von uns Menschen zerstörten.
Professor Dietrich vermochte es, nicht nur Emotionen zu wecken, sondern schärfte die Sinne für die Probleme, zeigte auf, daß viele Menschen den klaren Blick verloren haben und forderte auf, diesen bei einem Besuch der Höhenzüge am Rande der Goldenen Aue wiederzugewinnen. Wiedergewinnen sollten auch Menschen die hier leben das Bewusstsein über den Schatz, der ihnen von der Natur gegeben wurde und wiedergewinnen sollten die Menschen ein Bewusstsein, das Michael Gorbatschow in seinem neu erschienenen Buch beschreibt. Er wirft Fragen auf, Fragen ob es richtig ist die neue Freiheit dazu zu verwenden in maßlosem Konsum zu schwelgen, ob es nötig ist maßlos auf Kosten unserer Umwelt zu leben und ob es nicht maßlos sei wirtschaftliches Wohlergehen über den Schutz der Natur und die Verantwortung für folgende Generationen stellen.
Wir danken Professor Dietrich und wir danken dem Auleber Förderverein für die Ausrichtung und die Einladung zu dieser bemerkenswerten Veranstaltungen und freuen uns auf das nächste Jahr.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue, Klaus-Dieter Korb
Autor: nnzNun war es schon die elfte Veranstaltung der Auleber Kulturtage und Prof. Wolfgang Dietrich wird nicht müde seine Liebe und Verehrung für unsere Heimat, für die Landschaft der Goldenen Aue und für die Menschen mit denen er lebte in Worte zu fassen, die eindringlicher und ergreifenden nicht wiedergeben werden könnten.
Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger sondern mit Sachverstand, mit Humor und einer besonderen Art der Wortwahl traf er ins Herz derer, die sich am Freitagabend zu seinem Vortrag über Unser Dorf und die Welt in Auleben versammelten. Nicht kritisierend, aber wohl mahnend warnte er vor der Zerstörung einer Landschaft mit einem Namen, der, wie er meinte wohl einmalig in der Welt sei. Die Goldene Aue spiegele das wieder, was viele Menschen schon verloren glauben, die Sehnsucht nach Heimat die kaum schöner als durch seine Worte beschrieben werden könnte. Seine geflochtenen Verbindungen zwischen Auleben, der Goldenen Aue und der Welt waren beeindruckend, so die Beschreibung des Adonisröschens und der Schlüsselblume, die er auch bei Erkundungen in Russland fand und Erinnerungen und Verbindungen zu seiner Heimat sind. Die zerschossenen Hände einer russischen Frau, die ihn auf einer Reise nach Moskau bewirtetet erinnerten an die tödlichen Wunden der Menschen die bei Bombenexplosionen an der Aumühle starben.
Die Kraniche, die jetzt wieder die Goldene Aue als Rastlager wählen, seien ein Zeichen für die Qualität dieses Lebensraumes und verbänden die Goldene Aue mit der Welt, mit den Brutgebieten im Norden und den Überwinterungsgebieten im Süden. Diese Verbindungen sollen zeigen, das wir nicht allein auf der Welt sind, daß das was wir tun auch Auswirkungen auf andere hat. Und deutlich wurde auch, das es der Mensch selbst ist, der aufgrund seines Strebens nach immer mehr Wohlstand, die Lebensgrundlagen unserer Nachfahren aufs Spiel setzt. Er sprach von der Zerstörung der Biotope. Er machte bewusste das sich doch hinter dieser Bezeichnung das Wort Lebensort verbirgt, und wir mit unserem Handeln diese Lebensorte von Tieren und Pflanzen ja sogar von uns Menschen zerstörten.
Professor Dietrich vermochte es, nicht nur Emotionen zu wecken, sondern schärfte die Sinne für die Probleme, zeigte auf, daß viele Menschen den klaren Blick verloren haben und forderte auf, diesen bei einem Besuch der Höhenzüge am Rande der Goldenen Aue wiederzugewinnen. Wiedergewinnen sollten auch Menschen die hier leben das Bewusstsein über den Schatz, der ihnen von der Natur gegeben wurde und wiedergewinnen sollten die Menschen ein Bewusstsein, das Michael Gorbatschow in seinem neu erschienenen Buch beschreibt. Er wirft Fragen auf, Fragen ob es richtig ist die neue Freiheit dazu zu verwenden in maßlosem Konsum zu schwelgen, ob es nötig ist maßlos auf Kosten unserer Umwelt zu leben und ob es nicht maßlos sei wirtschaftliches Wohlergehen über den Schutz der Natur und die Verantwortung für folgende Generationen stellen.
Wir danken Professor Dietrich und wir danken dem Auleber Förderverein für die Ausrichtung und die Einladung zu dieser bemerkenswerten Veranstaltungen und freuen uns auf das nächste Jahr.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue, Klaus-Dieter Korb
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |

