Di, 11:26 Uhr
25.11.2003
Kein Thema in Nordhausen?
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete im Nachgang eines Frontal 21- Beitrages über die Aktivitäten eines Dr. Klaus-Jürgen Haupt im Landkreis Nordhausen. Dazu sind weitere Einzelheiten aufgetaucht, auch eine Namensliste für Geschenken liegt jetzt der nnz vor...
Es sei im Landkreis Nordhausen nichts zustande gekommen, so die Aussage, die Dr. Haupt, der Chef des Institutes für Kommunalwirtschaft in Berlin und Köln, gegenüber nnz machte. Das ist nicht von der Hand zu weisen, doch war dieser Dr. Haupt im Landkreis Nordhausen unterwegs. Und das über ein Jahr und wollte sich ein lukratives Geschäft an Land ziehen (siehe dazu im nnz-Archiv/Stichwort: IKW).
Es müssen keine Peanuts gewesen sei, denen das IKW im Landkreis hinterher hechelte. Das macht ein Blick in das Vernehmungsprotokoll von Dr. Haupt bei der Kölner Staatsanwaltschaft deutlich. Dort wird am 13. November des vergangenen Jahres zu Protokoll genommen, dass es in Nordhausen bereits eine fertige Struktur gegeben habe. Die aber muß das IKW zusammen mit den Verantwortlichen im Landratsamt erarbeitet haben. Namen wie Landrat Joachim Claus und Günther Uebner nannte Haupt gegenüber nnz bereits.
Doch weiter in dem Vernehmungsprotokoll: In Nordhausen, da habe ich ein Jahr dran gearbeitet. In der Kreistagssitzung stand dann einer auf und sagte: Wir haben hier den Prospekt der IKW. Auf dem Bild ist Trienekens. Wissen Sie wer das ist? Das ist RWE. Die Sitzung wurde dann abgebrochen und der Auftrag war verloren. Das alles war 1996. Die nnz recherchierte und kam zu dem Ergebnis, dass diese Kreistagssitzung nicht 1996, sondern in der ersten Legislaturperiode stattgefunden haben muß. Ein Protokoll gibt es nicht mehr, wohl aber habe es diese Aussage gegeben, erinnern sich altgediente Kommunalpolitiker.
Wie IKW-Chef Haupt gegenüber der nnz weiter ausführte, habe er in Nordhausen nicht nur mit Landrat Joachim Claus oder dem damaligen Dezernent Uebner zu tun gehabt, sondern auch mit dem Geschäftsführer der damaligen Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN), Ulrich Fiedler. Vor allem zu Fiedler müssen die Kontakte sehr eng gewesen sein, denn Ulrich Fiedler ist auch in einer Liste mit Namen von Personen zu finden, die regelmäßig mit Weihnachtsgeschenken des Herrn Dr. Haupt bedacht worden waren.
Der Name Ulrich Fiedler befindet sich auf dieser Liste in prominenter Umgebung. So erhielten zum Beispiel auch Regierungspräsidenten oder Vorstandsvorsitzende von Landesbanken im Jahr 2000 einen Rechtschreib-Duden im Wert von 39,90 DM. Insgesamt wurden vom IKW-Stammsitz in Berlin 78 dieser Bücher ausgeliefert.
Autor: nnzEs sei im Landkreis Nordhausen nichts zustande gekommen, so die Aussage, die Dr. Haupt, der Chef des Institutes für Kommunalwirtschaft in Berlin und Köln, gegenüber nnz machte. Das ist nicht von der Hand zu weisen, doch war dieser Dr. Haupt im Landkreis Nordhausen unterwegs. Und das über ein Jahr und wollte sich ein lukratives Geschäft an Land ziehen (siehe dazu im nnz-Archiv/Stichwort: IKW).
Es müssen keine Peanuts gewesen sei, denen das IKW im Landkreis hinterher hechelte. Das macht ein Blick in das Vernehmungsprotokoll von Dr. Haupt bei der Kölner Staatsanwaltschaft deutlich. Dort wird am 13. November des vergangenen Jahres zu Protokoll genommen, dass es in Nordhausen bereits eine fertige Struktur gegeben habe. Die aber muß das IKW zusammen mit den Verantwortlichen im Landratsamt erarbeitet haben. Namen wie Landrat Joachim Claus und Günther Uebner nannte Haupt gegenüber nnz bereits.
Doch weiter in dem Vernehmungsprotokoll: In Nordhausen, da habe ich ein Jahr dran gearbeitet. In der Kreistagssitzung stand dann einer auf und sagte: Wir haben hier den Prospekt der IKW. Auf dem Bild ist Trienekens. Wissen Sie wer das ist? Das ist RWE. Die Sitzung wurde dann abgebrochen und der Auftrag war verloren. Das alles war 1996. Die nnz recherchierte und kam zu dem Ergebnis, dass diese Kreistagssitzung nicht 1996, sondern in der ersten Legislaturperiode stattgefunden haben muß. Ein Protokoll gibt es nicht mehr, wohl aber habe es diese Aussage gegeben, erinnern sich altgediente Kommunalpolitiker.
Wie IKW-Chef Haupt gegenüber der nnz weiter ausführte, habe er in Nordhausen nicht nur mit Landrat Joachim Claus oder dem damaligen Dezernent Uebner zu tun gehabt, sondern auch mit dem Geschäftsführer der damaligen Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN), Ulrich Fiedler. Vor allem zu Fiedler müssen die Kontakte sehr eng gewesen sein, denn Ulrich Fiedler ist auch in einer Liste mit Namen von Personen zu finden, die regelmäßig mit Weihnachtsgeschenken des Herrn Dr. Haupt bedacht worden waren.
Der Name Ulrich Fiedler befindet sich auf dieser Liste in prominenter Umgebung. So erhielten zum Beispiel auch Regierungspräsidenten oder Vorstandsvorsitzende von Landesbanken im Jahr 2000 einen Rechtschreib-Duden im Wert von 39,90 DM. Insgesamt wurden vom IKW-Stammsitz in Berlin 78 dieser Bücher ausgeliefert.

