Mi, 20:03 Uhr
19.11.2003
nnz im Gespräch
Nordhausen(nnz). Ohne gute Schauspieler geht nichts am Theater, genausowenig ohne gute Regie. nnz sprach mit der 17jährigen Nachwuchsregisseurin Luise Voigt über "Faust" und mehr.
Wie lange bist du schon beim Kinder und Jugendtheater und warum hast du angefangen?
Ich bin seit fünf Jahren dabei. Eine Freundin hat mich überzeugt mitzukommen.
Du hast im letzten Jahr zum ersten Mal Regie geführt. Wie kam das zustande?
Während der Schauspielproben habe ich gemerkt, daß ich das gern mal machen möchte.
Angefangen hast du mit "Die Legende von Paul und Paula". Warum genau dieses Stück?
Wir wollten ein Stück ausprobieren, was modern und auch bekannt ist.
Nun führst du Regie bei "Faust". Das ist doch was komplett anderes. Wer hatte die Idee dazu?
"Faust" aufzuführen hatten wir seit Jahren im Kopf. Das wollten wir jetzt wieder aufgreifen.
Meinst du, daß dieses Stück überhaupt noch Bezug zur heutigen Zeit hat, oder ist dir das nicht so wichtig?
Das ist mir schon sehr wichtig. Wir haben die "Faust" Inszenierung auf die heutige Zeit bezogen, denn es steckt eine Menge vom Leben darin. Uns interessiert vor allem das Gretchen, deswegen versuchen wir ihre Konflikte mit der Gesellschaft darzustellen. Das Thema der Religion haben wir deshalb in die allgemeine Moral der Zeit übertragen. Die Inhalte entsprechen sich. Gretchen hat zu leiden unter dem Druck ihrer Mutter, der Schule was im Kindsmord gipfelt. Sowas passiert auch heute, wie man manchmal im Fernsehen sieht.
Wie lange laufen die Proben schon?
Wir proben seit Juni, allerdings nicht in den Ferien.
Bekommst du Unterstützung von deinen Eltern oder auch von der Schule?
Meine Eltern unterstützen mich natürlich. Die Schule kann leider keine Rücksicht nehmen.
Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Theater?
Direkt mit dem Theater haben wir als Studio 44 nichts zu tun. Aber wir dürfen ihren Proberaum nutzen und werden auch im Theater unterm Dach aufführen.
Laufen die Proben reibungslos oder gibts Probleme?
Bei den Proben selbst gibt es keine Probleme. Einzig die Pünktlichkeit und das regelmäßige Kommen ist für manche Mitspieler schwierig.
Was planst du als Nächstes?
Das Wichtigste ist für mich erstmal das Abitur zu machen. Dann werde ich wahrscheinlich nicht mehr hier sein. Ich möchte gern Theaterregisseurin werden.
Danke für das Gespräch.
Zur Aufführung am 18.02. 2004 kommt die nnz garantiert.
Autor: wf
Wie lange bist du schon beim Kinder und Jugendtheater und warum hast du angefangen?Ich bin seit fünf Jahren dabei. Eine Freundin hat mich überzeugt mitzukommen.
Du hast im letzten Jahr zum ersten Mal Regie geführt. Wie kam das zustande?
Während der Schauspielproben habe ich gemerkt, daß ich das gern mal machen möchte.
Angefangen hast du mit "Die Legende von Paul und Paula". Warum genau dieses Stück?
Wir wollten ein Stück ausprobieren, was modern und auch bekannt ist.
Nun führst du Regie bei "Faust". Das ist doch was komplett anderes. Wer hatte die Idee dazu?
"Faust" aufzuführen hatten wir seit Jahren im Kopf. Das wollten wir jetzt wieder aufgreifen.
Meinst du, daß dieses Stück überhaupt noch Bezug zur heutigen Zeit hat, oder ist dir das nicht so wichtig?
Das ist mir schon sehr wichtig. Wir haben die "Faust" Inszenierung auf die heutige Zeit bezogen, denn es steckt eine Menge vom Leben darin. Uns interessiert vor allem das Gretchen, deswegen versuchen wir ihre Konflikte mit der Gesellschaft darzustellen. Das Thema der Religion haben wir deshalb in die allgemeine Moral der Zeit übertragen. Die Inhalte entsprechen sich. Gretchen hat zu leiden unter dem Druck ihrer Mutter, der Schule was im Kindsmord gipfelt. Sowas passiert auch heute, wie man manchmal im Fernsehen sieht.
Wie lange laufen die Proben schon?
Wir proben seit Juni, allerdings nicht in den Ferien.
Bekommst du Unterstützung von deinen Eltern oder auch von der Schule?
Meine Eltern unterstützen mich natürlich. Die Schule kann leider keine Rücksicht nehmen.
Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Theater?
Direkt mit dem Theater haben wir als Studio 44 nichts zu tun. Aber wir dürfen ihren Proberaum nutzen und werden auch im Theater unterm Dach aufführen.
Laufen die Proben reibungslos oder gibts Probleme?
Bei den Proben selbst gibt es keine Probleme. Einzig die Pünktlichkeit und das regelmäßige Kommen ist für manche Mitspieler schwierig.
Was planst du als Nächstes?
Das Wichtigste ist für mich erstmal das Abitur zu machen. Dann werde ich wahrscheinlich nicht mehr hier sein. Ich möchte gern Theaterregisseurin werden.
Danke für das Gespräch.
Zur Aufführung am 18.02. 2004 kommt die nnz garantiert.

