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Mi, 17:55 Uhr
19.11.2003

Sicherheit hat oberste Priorität

Nordhausen/Berlin (nnz). Das Rote Kreuz bleibt trotz des Bombenanschlags auf die Zentrale des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am 27. Oktober im Irak präsent. Die Büros in Bagdad und Basra werden allerdings aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen. Im Nordirak wird ein Büro weiter geführt. Das teilte heute die Hilfsorganisation mit. Mehr dazu mit dem bekannten Klick.


Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Deutschen Roten Kreuzes hat DRK-Botschafterin Maybrit Illner auf die gegenwärtige Situation des Roten Kreuzes im Irak hingewiesen: „Das Rote Kreuz tritt als Konsequenz auf den direkten Anschlag einen Schritt zurück, um seine internationalen Mitarbeiter zu schützen. Aber soweit es die Sicherheitslage zulässt, arbeiten irakische Mitarbeiter weiter und stehen der Zivilbevölkerung zur Seite. Auch das Projekt des DRK, der Wiederaufbau eines Kinderkrankenhauses in Hilla, geht eingeschränkt weiter.“

In Hilla wurden die Kühl- und Heizungssysteme der Klinik wieder instandgesetzt. Die Umsetzung weiterer größerer Baumaßnahmen wie die Ausbesserung des Kanalisationssystems und des Operationsraumes wird momentan geprüft. Die Aufgaben des IKRK im Irak beziehen sich derzeit Zeit primär auf die humanitäre Nothilfe in den Bereichen Wasser und Medizin, auf die Herstellung von Familienkontakten und Gefangenenbesuche. Aus Sicherheitsgründen werden momentan keine genauen Angaben über die Anzahl und Einsatzorte der Mitarbeiter veröffentlicht.

Das Rote Kreuz wird auch zukünftig auf militärischen Schutz verzichten. Die Rotkreuz- und Rothalbmondembleme sind für alle Parteien Garant, dass es sich bei jenen, die es tragen, um neutrale, unbewaffnete humanitäre Helfer handelt. Das Rote Kreuz ist seit 23 Jahren ohne Unterbrechung im Irak tätig. Langfristig angelegte Hilfsprojekte des Deutschen Roten Kreuzes sind der Aufbau einer Entbindungsklinik in Bagdad und eines Kinderkrankenhauses in Hilla sowie zweier Rehabilitationszentren (in Basra und Suleimaniya) für Minenopfer und Kriegsverletzte.
Autor: nnz

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