Mo, 08:21 Uhr
17.11.2003
Die Schöpfung in Limlingerode
Limlingerode (nnz). Am kommenden Samstag soll in der Dichterstätte des Ortes die biblische "Schöpfungsgeschichte" in Wort und Bild zu erleben sein. Das Alte und das Neue Testament sind im Jahr 2003 durch die Proklamation eines Bibeljahres nachdrücklich ins Bewusstsein gerückt worden...
Auch eine blaue Briefmarke macht darauf aufmerksam. Manche apostrophieren die Bibel als das Buch der Bücher. Solche Superlative, die sich in der Jetztzeit fast überschlagen, hat die Bibel nicht nötig. Die kulturprägende Kraft dieses Werkes ist unbestritten. Der Inhalt wirkt über die Zeiten hinweg inspirierend für zahlreiche Menschen. Es verwundert nicht, dass Poeten, Bildende Künstler und Musikschaffende in dieser Stofffülle fündig wurden und werden.
Neben den Werken des antiken Dichters Homer ist die Bibel in unserem Kulturkreis dasjenige, das Anlass zu nicht zu zählenden Interpretationen gab und gibt. Beim kürzlichen Kulturempfang des Bischofs Joachim Wanke im Erfurter Dom drückte das Bischof Gebhardt Fürst aus Rottenburg – Stuttgart in seinem Festvortrag so aus: "Säkulare Gesellschaft und Kultur unserer Tage sind nicht auf der Höhe der Zeit, wenn sie und ihre Vertreter nicht in der Lage oder willens sind, ihrerseits auf Augenhöhe mit dem kulturellen und humanen , dem sozialen und spirituellen Potential der christlichen Religion zu kommunizieren."
Die Mitglieder des Fördervereins der Dichterstätte fühlen sich der kulturellen Geschichte und Gegenwart verpflichtet. Gemeinsam mit dem in Neustadt lebenden Ehepaar Heinke und Rolf Richter haben sie sich die "Schöpfungsgeschichte" ausgesucht, um sie in Limlingerode vorzustellen. Die Richters sind auf vielen Gebieten firm, auch als Fotografen entwickeln sie ein ganz unverwechselbares Gespür für die Motivauswahl und Bildkomposition. Das haben sie in verschiedenen Diaprojektionen deutlich gemacht.
Am Samstagabend um 19.30 Uhr werden sie ihre Bilder zur biblischen Schöpfungsgeschichte vorstellen, verknüpft mit dem poetischen Bibeltext, mit dem das Werk beginnt, gesprochen von Heinke Richter. Rolf Richter wird das Verständnis vertiefen, indem er über die Entstehungsgeschichte und über die Sprache der Bibel spricht. Heidelore Kneffel und Karin Kisker werden Psalme in der Übertragung von Jörg Zink rezitieren, in denen das Schöpfungsthema hymnisch dargebracht wird und Auszüge aus dem Buch der Preisungen, verdeutscht von Martin Buber.
Dem Hiob, einer zentralen Gestalt im Alten Testament - Goethe verlieh seinem Faust dessen Züge - erklärt Gott Fragen zum Geheimnis der Schöpfung. Auch davon ist zu hören. In all diesen Auszügen wird die beeindruckende sprachliche Gestaltung der Bibeltexte, ihr großer Bilderreichtum, deutlich. Zum Schluss wird Herr Richter aus dem Neuen Testament die Offenbarung 21 "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde..." vortragen.
In den Vitrinen der Dichterstätte ist eine Ausstellung von Bibeln aus
verschiedenen Zeiten zu sehen, die aus Privatbesitz stammen. Auch das
Buchhaus Rose bereichert die Präsentation.
Autor: nnzAuch eine blaue Briefmarke macht darauf aufmerksam. Manche apostrophieren die Bibel als das Buch der Bücher. Solche Superlative, die sich in der Jetztzeit fast überschlagen, hat die Bibel nicht nötig. Die kulturprägende Kraft dieses Werkes ist unbestritten. Der Inhalt wirkt über die Zeiten hinweg inspirierend für zahlreiche Menschen. Es verwundert nicht, dass Poeten, Bildende Künstler und Musikschaffende in dieser Stofffülle fündig wurden und werden.
Neben den Werken des antiken Dichters Homer ist die Bibel in unserem Kulturkreis dasjenige, das Anlass zu nicht zu zählenden Interpretationen gab und gibt. Beim kürzlichen Kulturempfang des Bischofs Joachim Wanke im Erfurter Dom drückte das Bischof Gebhardt Fürst aus Rottenburg – Stuttgart in seinem Festvortrag so aus: "Säkulare Gesellschaft und Kultur unserer Tage sind nicht auf der Höhe der Zeit, wenn sie und ihre Vertreter nicht in der Lage oder willens sind, ihrerseits auf Augenhöhe mit dem kulturellen und humanen , dem sozialen und spirituellen Potential der christlichen Religion zu kommunizieren."
Die Mitglieder des Fördervereins der Dichterstätte fühlen sich der kulturellen Geschichte und Gegenwart verpflichtet. Gemeinsam mit dem in Neustadt lebenden Ehepaar Heinke und Rolf Richter haben sie sich die "Schöpfungsgeschichte" ausgesucht, um sie in Limlingerode vorzustellen. Die Richters sind auf vielen Gebieten firm, auch als Fotografen entwickeln sie ein ganz unverwechselbares Gespür für die Motivauswahl und Bildkomposition. Das haben sie in verschiedenen Diaprojektionen deutlich gemacht.
Am Samstagabend um 19.30 Uhr werden sie ihre Bilder zur biblischen Schöpfungsgeschichte vorstellen, verknüpft mit dem poetischen Bibeltext, mit dem das Werk beginnt, gesprochen von Heinke Richter. Rolf Richter wird das Verständnis vertiefen, indem er über die Entstehungsgeschichte und über die Sprache der Bibel spricht. Heidelore Kneffel und Karin Kisker werden Psalme in der Übertragung von Jörg Zink rezitieren, in denen das Schöpfungsthema hymnisch dargebracht wird und Auszüge aus dem Buch der Preisungen, verdeutscht von Martin Buber.
Dem Hiob, einer zentralen Gestalt im Alten Testament - Goethe verlieh seinem Faust dessen Züge - erklärt Gott Fragen zum Geheimnis der Schöpfung. Auch davon ist zu hören. In all diesen Auszügen wird die beeindruckende sprachliche Gestaltung der Bibeltexte, ihr großer Bilderreichtum, deutlich. Zum Schluss wird Herr Richter aus dem Neuen Testament die Offenbarung 21 "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde..." vortragen.
In den Vitrinen der Dichterstätte ist eine Ausstellung von Bibeln aus
verschiedenen Zeiten zu sehen, die aus Privatbesitz stammen. Auch das
Buchhaus Rose bereichert die Präsentation.


