Mi, 12:32 Uhr
12.11.2003
Länger arbeiten bringt nichts
Nordhausen (nnz). Dieser Ansicht ist der Nordthüringer DGB und schließt sich damit einem Arbeitszeitexperten an. Die Begründung für diese These, die gibt es für nnz-Leser mit einem Klick auf MEHR.
Nach Ansicht des Arbeitszeitexperten Gerhard Bosch würde eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit gegenwärtig weder das Wachstum stärken noch neue Arbeitsplätze schaffen. Wir haben doch ungenutzte Arbeitszeit und Arbeitskraft im Überfluss, das zeigt die hohe Arbeitslosenrate, sagt Bosch der ZEIT. Würde in der derzeit schwachen Konjunktur die Arbeitszeit kollektiv erhöht, würden Beschäftigte entweder untätig herumstehen, weil niemand noch mehr Waren braucht – oder sie würden entlassen.
Bosch, Vizepräsident des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik, verweist darauf, dass die tatsächlichen Arbeitszeiten in Deutschland schon seit Mitte der neunziger Jahre nach oben zeigen. Damit nimmt der Wissenschaftler all denjenigen den Wind aus den Segeln, die nach Forderungen von weiterem Lohn- und Urlaubsverzicht nun auch eine Verlängerung der Arbeitszeit anmahnen, so der DGB Regionsvorsitzende Ullrich Hannemann.
Autor: nnzNach Ansicht des Arbeitszeitexperten Gerhard Bosch würde eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit gegenwärtig weder das Wachstum stärken noch neue Arbeitsplätze schaffen. Wir haben doch ungenutzte Arbeitszeit und Arbeitskraft im Überfluss, das zeigt die hohe Arbeitslosenrate, sagt Bosch der ZEIT. Würde in der derzeit schwachen Konjunktur die Arbeitszeit kollektiv erhöht, würden Beschäftigte entweder untätig herumstehen, weil niemand noch mehr Waren braucht – oder sie würden entlassen.
Bosch, Vizepräsident des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik, verweist darauf, dass die tatsächlichen Arbeitszeiten in Deutschland schon seit Mitte der neunziger Jahre nach oben zeigen. Damit nimmt der Wissenschaftler all denjenigen den Wind aus den Segeln, die nach Forderungen von weiterem Lohn- und Urlaubsverzicht nun auch eine Verlängerung der Arbeitszeit anmahnen, so der DGB Regionsvorsitzende Ullrich Hannemann.

