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Di, 10:50 Uhr
15.05.2012

Klingeln in den Kassen

Im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs wird die Steuereinnahmekraft der Gemeinden aus Realsteuern, Gewerbesteuerumlage und den Gemeindeanteilen an der Einkommen und Umsatzsteuer ermittelt. Und da sieht der Trend für die Thüringer Kommunen nicht allzu schlecht aus...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS) Im Jahr 2011 betrug die Steuereinnahmekraft der 913 Thüringer Gemeinden 1,168 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 146 Millionen oder 14 Prozent mehr als im Jahr 2010. Je Einwohner entsprach das einem Anstieg von 68 Euro auf nunmehr 524 Euro, den bislang höchsten Betrag für Thüringen.

Eine Ursache dafür ist, dass mehr als die Hälfte (591) aller Thüringer Gemeinden im Jahr 2011 den Hebesatz für eine oder mehrere Realsteuerarten erhöht haben. Die landesdurchschnittlichen Realsteuerhebesätze für das Jahr 2011 sind dadurch deutlich angestiegen sind. Für die Grundsteuer A bedeutet dies einen Anstieg von 241 auf 271 Prozent, für die Grundsteuer B von 346 auf 383 Prozent und der landesdurchschnittliche Hebesatz der Gewerbesteuer entwickelte sich von 349 auf 367 Prozent.

Von den insgesamt 913 Gemeinden erhöhten 555 den Hebesatz der Gewerbesteuer. Das bedeutet für die Gewerbetreibenden der betroffenen Gemeinden, dass die Steuer, die auf den Ertrag erhoben wird, steigt. Für die Gemeinden erhöhen sich die Einnahmen. Die Hebesätze für die Grundsteuer A wurden in 500 Gemeinden und für die Grundsteuer B (für bebaute Flächen) in 547 Gemeinden angehoben. Viele Gemeinden beschlossen exakt die Hebesätze (Grundsteuer A 271 Prozent, Grundsteuer B 389 Prozent, Gewerbesteuer 357 Prozent), die ab 2015 im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs bei der Berechnung der Schlüsselzuweisungen als neue Nivellierungshebesätze angewendet werden.

An Realsteuern nahmen im Jahr 2011 die Thüringer Gemeinden 764 Millionen Euro ein, davon 559 Millionen Euro an Gewerbesteuer (brutto) und 205 Millionen Euro an Grundsteuern. Das waren 107 Millionen Euro bzw. 16 Prozent mehr an Realsteuern als im Jahr 2010. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stiegen gegenüber dem Jahr zuvor um 41 Millionen Euro bzw. 12 Prozent auf 377 Millionen Euro.

In Nordhausen flossen im Jahr 2010 rund 13,8 Millionen Euro an Gewerbesteuern in die Stadtkassen, eine Jahr später waren es dem Rathaus zfuolge 200.000 Euro weniger.
Autor: nnz

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