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Fr, 11:01 Uhr
11.05.2012

Südharz wird verkauft

Geht es nach dem Willen der Thüringer Landesregierung, vor allem nach dem Wirtschaftsministerium, dann soll Thüringen ein Hort regenerativer Energieen werden. Das wiederum schmeckt einigen Naturschützern nicht. Auch nicht im Südharz...


Sauberer Strom von Windmühlen in der Nord- und Ostsee oder Strom aus einem Pumpspeicherwerk - alles super. Nur Leitungen oder ein solches Pumpspeicherwerk im eigenen Revier? Nein danke, sagen Naturfreunde aus dem Südharz.

Wenige Tage nach der Wahl in Thüringen beginne der Ausverkauf des Thüringer Südharzes. So soll in das Fuhrbachtal, bekannt unter dem Namen Steinmühlental, ein Pumpspeicherwerk gebaut werden, schreibt Manfred Kappler der nnz. Dabei sind das Planungen und Visionen, die anzustellen doch erlaubt sein muss, wenn Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollen.

"Wenige Tage nach der Wahl sind alle Wahlversprechen schon wieder vergessen, denn es wird weiter über die Köpfe der Menschen hinweg regiert und gehandelt. Wo bleibt die Transparenz und ein Regieren mit den Menschen? Welches auch nicht heißt nur informieren und eventuell auch mal anhören und dann weiter handeln wie es uns beliebt", ist Manfred Kappler sauer.

"Im Fuhrbach oder Steinmühlental soll einmalige und historische Natur unwiderruflich den Energiekonzernen geopfert werden. Welchen Nutzen haben bisher die Gemeinden, von den ohne die Bevölkerung zu fragen installierten Fotovoltaikanlagen? Es wird wie bisher der überteuerter Strom von den Energiekonzernen abgekauft. Es würde den Bürgern schon interessieren welche Vorteile die Gemeinde dadurch hat."

Das Steinmühlental was hier geopfert werden soll, sei noch eines der verbliebenen ruhigen Täler und eines der schönsten Täler im Südharz mit viel Geschichte und einmaligen Felsbildungen. Es ist ein Aushängeschild des Thüringer Südharzes. Hier scheine das Geld mal wieder wichtiger zu sein als unsere letzten Natur- Ressourcen. "Statt Tourismus also nun Vernichtung unserer schönen und einmaligen Südharzlandschaft. Sollte es uns nicht gemeinsam Gelingen dieses zu verhindern, dann brauchen wir keinen Tourismus, keinen Natur- und Geopark mehr, sondern nur noch den vernichtenden Verkehr durch den Harz."

Thüringen habe am Harz und am Tourismus im Harz so gut wie kein Interesse, sondern nur als Rohstofflieferant und als Durchreisefläche. Die Pläne einer Gebietsreform würden dies verdeutlichen. "Wir sollten uns zu einem Großkreis Gesamtharz zusammenschließen und nicht versuchen als letzten Teil in Thüringen zu überleben.
Der Thüringer Südharz ist zu Wertvoll um für Thüringen und die Geldgierigen geopfert zu werden. Tourismus schafft Arbeitsplätze und ein Pumpspeicherwerk zerstört unseren Lebensraum! Rettet den Südharz", so der Appell von Manfred Kappler aus Ilfeld.
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
11.05.2012, 12:33 Uhr
Das Übliche!
Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Schalt das Atomkraftwerk ab, aber baue die Windparks wo anders. Liefere mir Strom, aber bitte nicht über Leitungen.

usw., usw., plappquatsch...

Aber keine Angst, irgendwer wird schon ein breitblättriges Knabenkraut, eine Fledermaus, einen Feldhamster oder so etwas ähnliches finden und das Projekt damit über Jahre zurückwerfen. Es werden noch Wetten angenommen!
Wolfi65
11.05.2012, 13:38 Uhr
Beiden Seiten sind zu verstehen
Aber muss es unbedingt in solchen Tälern sein?
Haben wir denn nicht genug Brachflächen im und am Südharz?
Die ganze Hainleite ist schon mit Windkraftwerken vermint.
Ich selbst sehe diese am Horizont von meinem Fenster aus.
Ist ja auch nicht schlecht, aus Wind, Strom zu machen.
Auf die gelben Fässer in der Asse bin ich nicht scharf, aber man sollte noch ein Wenig Natur belassen, damit die Menschen in einer Lebenswerten Umwelt sich erholen können.
Wir haben unseren Teil fürs Vaterland getan, indem wir die Südseite unserer vier Dächer mit einer Photovoltaik-Anlage versehen haben.
Es würde mich auch nicht stören, die Häuser komplett mit solchen Anlagen einzukleiden, aber es sind Kosten die enstehen und jedes Haus würde gleich in einem Blauton glänzen.
Wer es mag?
Aber besser, als seine Heimat dem Plutonium-Kernstrahlen für immer zu opfern.
@Hubertus
Sicher haben Sie recht.
Keine will Hochspannungsleitungen vor der Tür haben, aber wie soll der Strom transportiert werden?
Den Strom in Gas umwandeln und hier vor Ort wieder in Strom umwandeln.
Wäre vielleicht eine Möglichkeit.
Die Technik ist da, aber die Atomlobby ist noch zu stark.
Sollen sich doch unsere Ur-Ur-Enkel einen Kopf machen, wo die gelben Fässer hinkommen sollen.
So geht es nicht!
Dora75
11.05.2012, 14:42 Uhr
Hubertus
Ja da kann ich Ihnen nur Recht geben sehe ich genauso.
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