Do, 07:23 Uhr
06.11.2003
nnz-Forum: Was geblieben ist
Nordhausen (nnz). Am Samstag demonstrierten in Berlin 100.000 Menschen gegen den Sozialabbau, auch Nordhäuser waren dabei, doch was ist davon geblieben? Dazu Bemerkungen eines nnz-Lesers.
Am Samstag waren in Berlin 100.000 Menschen gegen den Sozialabbau auf den Straßen. Welche Bedeutung hat dies heute am Mittwoch noch? Wenn ich mir so meine Gedanken mache, so sind die Menschenseelen vom Samstag schon vergessen. Erdachte sich der DGB Nordhausen auch diese Folge?
Die Bundesregierung hat darauf kaum reagiert. Es bleibt, dass weiter über den Sozialabbau gesprochen wird. Wozu gehen wir wählen, wenn die Bundesregierung uns sowieso nicht braucht?
1989 waren es Menschenmassen zu den Montagsdemos welche die Politik nachhaltig verändert haben - gar einen Systemwechsel herbeigeführt haben. Nochmal: Am Samstag waren 100.000 Menschen auf der Straße, welche seitens der Politik keine Beachtung gefunden haben. Die Bundespolitik in unserem Land hat sich selbstständig gemacht. Scheinbar braucht die Politik keine Demokratie mehr, welche auf der Straße stattfindet.
Ausgenommen die Kommunalpolitik, welche mehr Lasttier (Gemeindefinanzreform) der Bundesregierung ist. Im Vorfeld der Demonstration in Berlin äußerte ich mich kritisch gegenüber dem DGB Nordhausen. Die Gewerkschaft muss der Anwalt ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben. Ich selbst frage mich mit der Antwort von Herrn Wieninger, wozu ich meinen Gewerkschaftsbeitrag zahle. Wäre der DGB Nordhausen ernsthaft daran interessiert gewesen einen Bus nach Berlin zu schicken, so hätte man mit anderen Organisationen eine Lösung finden können.
Für mich als Feststellung bleibt: Es muss mehr Massendemonstrationen geben. Der Bundesregierung muss mehr Druck gemacht werden. Sonst werden wir - die wir "hier unten leben" - uns am untersten Rand der Gesellschaft wiederfinden.
Sebastian Drechsler, Nordhausen
Autor: nnzAm Samstag waren in Berlin 100.000 Menschen gegen den Sozialabbau auf den Straßen. Welche Bedeutung hat dies heute am Mittwoch noch? Wenn ich mir so meine Gedanken mache, so sind die Menschenseelen vom Samstag schon vergessen. Erdachte sich der DGB Nordhausen auch diese Folge?
Die Bundesregierung hat darauf kaum reagiert. Es bleibt, dass weiter über den Sozialabbau gesprochen wird. Wozu gehen wir wählen, wenn die Bundesregierung uns sowieso nicht braucht?
1989 waren es Menschenmassen zu den Montagsdemos welche die Politik nachhaltig verändert haben - gar einen Systemwechsel herbeigeführt haben. Nochmal: Am Samstag waren 100.000 Menschen auf der Straße, welche seitens der Politik keine Beachtung gefunden haben. Die Bundespolitik in unserem Land hat sich selbstständig gemacht. Scheinbar braucht die Politik keine Demokratie mehr, welche auf der Straße stattfindet.
Ausgenommen die Kommunalpolitik, welche mehr Lasttier (Gemeindefinanzreform) der Bundesregierung ist. Im Vorfeld der Demonstration in Berlin äußerte ich mich kritisch gegenüber dem DGB Nordhausen. Die Gewerkschaft muss der Anwalt ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben. Ich selbst frage mich mit der Antwort von Herrn Wieninger, wozu ich meinen Gewerkschaftsbeitrag zahle. Wäre der DGB Nordhausen ernsthaft daran interessiert gewesen einen Bus nach Berlin zu schicken, so hätte man mit anderen Organisationen eine Lösung finden können.
Für mich als Feststellung bleibt: Es muss mehr Massendemonstrationen geben. Der Bundesregierung muss mehr Druck gemacht werden. Sonst werden wir - die wir "hier unten leben" - uns am untersten Rand der Gesellschaft wiederfinden.
Sebastian Drechsler, Nordhausen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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