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Do, 13:29 Uhr
22.03.2012

Umbauen, aber nicht reinfallen

Angesichts der hohen Spritpreise ist Autogas eine mögliche Alternative, um Kosten zu sparen. Durchschnittlich liegt der Literpreis für Autogas 50 Prozent niedriger als für Super-Benzin. Aber einiges ist laut ADAC zu beachten, damit die Umrüstung nicht zum Fiasko wird...

  • Grundsätzlich lassen sich nur Pkw mit Ottomotoren umrüsten. Moderne Modelle mit effizienter Direkteinspritzung können nur bedingt umgebaut werden.
  • Es gibt zwei Normen für die Umrüstung: Der umfangreichere Standard ECE-R 115 ist für das jeweilige Fahrzeugmodell typgeprüft. Nach der Norm ECE-R 67 werden nur die Einzelkomponenten der Anlage typgeprüft, die Gasgemischzufuhr extra eingestellt. Dadurch wird nach rund tausend Kilometern eine Prüfung notwendig. Nach ADAC Recherchen wird in Deutschland bevorzugt die R 67-Norm angeboten, obwohl sich die ECE-R 115-Norm eigentlich mehr empfiehlt.
  • Der ADAC rät zum Einbau im Fachbetrieb. Vorzuziehen sind Fachwerkstätten, die die seit 2006 vorgeschriebenen Prüfungen der Gasanlagen GAP bzw. GSP durchführen dürfen. Vor Umbauten im benachbarten Ausland ist abzuraten, da für das Zulassungsverfahren notwendige Unterlagen dort oft nicht vollständig zur Verfügung stehen.
  • Autofahrer müssen in der Regel mit Kosten zwischen 2 000 und 3 000 Euro rechnen.
  • Je nach Auto amortisiert sich der Umbau bereits nach 35 000 gefahrenen Kilometern. Beim ADAC gibt es genaue Berechnungen für die verschiednen Automodelle. Wirtschaftliche Vorteile ergeben sich vor allem bei Vielfahrern und bei Fahrzeugen mit hohem Benzinverbrauch.
  • Eventuell muss das Autogas-Auto häufiger zur Inspektion. Mögliche zusätzlichen Inspektionskosten vorher von der Werkstatt aufzeigen lassen.
  • Die Steuerbegünstigung für Autogas läuft Ende 2018 aus. Ob sie verlängert wird, ist offen. Autofahrer sollten das bei ihrer Kostenberechnung bedenken.
Autogas ist ein unter Druck verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Erdöl- und Erdgasförderung sowie in Erdöl-Raffinerien anfällt - abgekürzt LPG (Liquified Petroleum Gas). Im Vergleich zum Benzin ist der CO2-Ausstoß um rund zehn Prozent niedriger. Zwei Prozent höher ist er gegenüber Diesel und zwölf Prozent höher als bei Erdgas. Weitere Informationen zur Umrüstung unter www.adac.de.
Autor: nnz

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Kommentare
Paulinchen
22.03.2012, 22:02 Uhr
ADAC – schön und gut,
nur vertritt er immer die Interessen von uns Autofahrer(n)/innen?

Zum Punkt: Heute habe ich erfahren müssen, dass die Abgasüberprüfung, zu der unser „liebstes Kind“ alle MUSS, eigentlich totaler Blödsinn ist. Einschränken möchte ich aber hier unbedingt, dass dies nur bei den neueren PKW der Fall ist. Diese überprüfen bei jedem Motorstart das Abgassystem selbst! Wenn dabei Störungen auftreten sollten, würden diese über die Kontrollanzeige der Motorelektronik sofort angezeigt. Somit ist die AU nur reine Geldschneiderei und eine Abzocke der DEKRA, des TÜV und der Behörden, die diese Untersuchung zur Pflicht machen.

Aus diesem Grund empfehle ich den Verantwortlichen des ADAC, sich mit einem ihrer Auslandsclubs (TCS - Schweizer Automobilklub) mal auszutauschen und für uns diese sinnlose Geldausgabe abzuschaffen!! Wäre eine nicht unerhebliche Einsparung bei den gigantischen Benzinpreisen und ein Trostpflaster alle mal, meint Paulinchen.
Herr Taft
28.03.2012, 16:06 Uhr
Autogas....
..war mein grösster Reinfall ! Er endete mit einem Motorschaden. Das lag aber nicht an der Technik an sich sondern am Unvermögen des Umrüsters. Dreister Weise hatte er mir sogar noch eine Versicherung verkauft, die mich vor Folgeschäden schützen sollte. Die Police sicherte alles ab - nur nicht (und zwar ausdrücklich) den Überhitzungsschaden, der durch den fehlerhaften Einbau entstand. Da zur Schadensdiagnose die Gasanlage runter musste, war der Falscheinbau danach nicht mehr nachweisbar - super ! Das Ganze endete vor Gericht und verursachte Kosten von vielen tausend Euro.

Sucht euch einen Profi und nicht irgendein Autohaus, das mit bunter Reklame für Autogas wirbt - oder besser kauft euch gleich einen Diesel.
Wolfi65
28.03.2012, 18:55 Uhr
Ach ja
Und wieviel Liter Benzin gibt es für die 2000 bis 3000,- Euro Umrüstkosten?
So um die 21 Tankfüllungen bei angenommenen 1,70/Liter Super und 70 Liter Tank.
Die muss man erst einmal herausfahren.
Und dann noch die Chance auf ein zünftigen Motorschaden durch Überhitzung, weil das Gas im Zylinder heisser verbrennt wie Benzin.
Außerdem fällt die Schmierung durch Benzin auch weg.
Also entweder gleich ein Auto mit Gasbetrieb kaufen(wegen der Herstellergarantie), oder den Alten fahren bis zum Schluss.
Danke lieber ADAC, das war wieder ein schöner und aufschlussreicher Beitrag.
undCO
28.03.2012, 21:05 Uhr
Autogas...
...Wolfi, für ein Angebot ohne Motorschaden mir bitte eine PN schreiben. Thema verpaßt, 6 , setzen!!!
undCO
28.03.2012, 21:07 Uhr
nussbaum...
leider falsche Werkstatt gesucht!!!!!!
Wolfi65
29.03.2012, 07:17 Uhr
Ein Spezialist,
meldet sich im Forum. Ein Notengeber und selbsternannter Abstrafer, der "undCO".
Solche Leute braucht die Wirtschaft noch.
Die Leute verwirren, damit auch noch der letzte Mist verkauft wird. Irgenwelcher Mist, der sich nur für Vielfahrer nach vielen Tausend Kilometern rechnet, wenn überhaupt.
Ich rate jeden Gebrauchtwagen Besitzer, nicht übermäßig am eigenen Auto herum zu basteln, dann klappt es auch mit einem langen Autoleben. PS: Der Staat wird immer zusehen, dass auch alternative Kraftstoffsorten die Steuern hereinbringen.
Herr Taft
29.03.2012, 11:41 Uhr
...wenn die Karre mal mit Gas lief
...war es ein Traum: 14 Liter Gas auf hundert Kilometer - statt 12 Liter Super (war ein V6). Damals kostete das Gas noch um die 60 ct. Beim Wiederverkauf habe ich für das Auto trotz Austauschmotor und (dann richtig eingebauter) Gasanlage auch nicht mehr bekommen - es ging vielleicht etwas schneller, mehr aber auch nicht. Meine Bilanz: ca 7 TEUR Verlust, durch die Gasumrüsterei. Wenn ich heute bei dem Umrüster vorbei fahre, ballt sich mir die Faust in der Tasche....lassen wir das.
Paulinchen
29.03.2012, 13:13 Uhr
Gas hin – Gas her,
bei meinem letzten Besuch in einem Nachbarland habe ich erfahren müssen, dass man mit „Gasautos“ nicht selten weder in Tiefgaragen, bzw. in sonstige Parkhäuser fahren darf. Auch darf der Vermieter das Abstellen im Privathaus/Garage verbieten.

Außerdem wäre unser LPG Gas auch nicht unbedingt das Beste für die Motoren. „Nussbaum“ hat ja da offensichtlich den berühmten Griff gehabt. Dort im Autohaus wurde mir gesagt, dass CNC Gasanlagen besser wären. Außerdem hätte man da eine größere Füllmenge im Tank. Ein Bekannter von mir fährt hier das LPG Gas. Es wäre wohl eher nur etwas für Kurzstrecken, so seine Meinung. Mit dem Caravan am Fahrzeug war der Tank schon nach ca. 200 km leer. Er sieht mit dem Gas nicht unbedingt eine Ersparnis, oder einen wesentlichen Vorteil. So ist wohl ein Dieselauto die bessere Wahl, weil ja nun auch Benzindirekteinspritzer Umweltverpester sein sollen!
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