Mo, 17:45 Uhr
19.03.2012
Letzte Ausfahrt: Hoffnung
Das ist und bleibt ein Dauerbrenner in Nordthüringen, insbesondere im Landkreis Nordhausen: Der Verkehr, vor allem natürlich der auf der Straße. Die Mittelstandsvereinigung der CDU im Landkreis Nordhausen wollte den Status Quo aus berufenem Munde erläutert wissen...
Der Tagungsort – das Hotel Zur Hoffnung in Werther – kann stellvertretend für die Erwartungshaltung der Unternehmer angesehen werden. Das Prinzip Hoffnung ist das dominierende, wenn es im Landkreis Nordhausen um Straßenbau-Vorhaben geht. Daran wird auch der Verkehrsminister des Freistaates Thüringen nichts ändern. Christian Carius (CDU) offerierte nach der Begrüßung durch MIT-Chef Niels Neu zwar, dass die B243-Anbindung an die Autobahn im Oktober dieses Jahres unter Verkehr gehen wird, jedoch wollte er keine allzu großen Hoffnungen verbreiten. was Termine bei anderen Visionen anbelangt.
Geplant sei in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten vieles, realisiert weniger - gemessen an dem, was im Bundesverkehrswegeplan einst zu finden war und ist. Das habe seine Gründe auch im Umwelt- und Naturschutz, für dessen Belange viel Geld ausgegeben werden muss. Insgesamt habe das Land Thüringen rund 40 Millionen Euro allein nur für Planungen ausgegeben. Und übrigens gebe es auch in den alten Bundesländern sehr viel Nachholebedarf, so dass Gelder in Millionenhöhe seitens des Bundes umgeschichtet werden – von Ost nach West, einem bayerischen Verkehrsminister sei Dank.
Wir wollen alle Baumaßnahmen, die in der Planung sind, anarbeiten, damit bis 2015 alle Planungen soweit vorangetrieben werden sollen, um dann letztlich eine Auswahl treffen zu können, so die Hoffnung des Ministers. Bis 2015 gibt es seitens des Bundes überhaupt kein Geld für Thüringen. Also muss das Land in den einzelnen Regionen abwägen, wo eine Ortsumgehung gebaut wird und wo nicht.
Winfried Ludolph vom Leinefelder Straßenbauamt verdeutlichte eingangs, dass eine Planungsphase für eine Straßenbaumaßnahme zwischen 15 und 18 Jahre beanspruche, ehe überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann. Das bedeutet zum Beispiel, dass sich die Bewohner entlang der B 243 noch über Jahre hinweg mit einem Lkw-Aufkommen von mehr als 25 Prozent anfreunden müssen.
Gestritten wird zum Beispiel entlang der B 4 über die Ortsumgehung Ilfeld, bei der eine Tunnelvariante im Gespräch ist, deren Realisierung wohl eine Hoffnung der Umwelt- und Naturschützer bleiben werde. Weiter in der Planung ist die Umfahrung von Niedersachswerfen. Für die Umfahrung von Nordhausen mit einer Länge von 6 Kilometer gibt es noch keine Genehmigungsplanung, sprich, hier sind die Gelder für die Planung momentan nicht so üppig gestaltet.
Weiter auf der B4, zu den Sundhäuser Bergen. Auf einer Länge von vier Kilometer sollen irgendwann einmal mehr als 14 Millionen Euro verbaut werden, inklusive einer Brücke für wilde Tiere, wie vom EU-Recht verlangt. Allein im Naturschutzbereich müssen heutzutage vier Verfahren durchgeführt und abgeschlossen werden. Nach deren Genehmigung kann das Planfeststellungsverfahren für die Sundhäuser Berge im Jahr 2013 eingeleitet werden. Die Trasse bis zum Knoten der Deponie wird dreispurig ausgelegt, zwei Spuren nach oben, um die Brummis zu überholen, eine nach unten.
Nochmal zurück zur B 243. Die Ortsumfahrung Mackenrode – für sie besteht Baurecht – steht jedoch in den Sternen. Hier müssen die Thüringer auf die Niedersachsen warten. Ähnlich sieht es bei Günzerode und Holbach aus, hier liegen die Gesamtkosten bei fast 20 Millionen Euro, für diese drei Umfahrungen. Baubeginn: Offen. Alle Baumaßnahmen entlang der beiden hier beschriebenen Bundesstraßen werden nach dem Stand der jetzigen Planungen auf rund 105 Millionen Euro allein im Landkreis Nordhausen beziffert.
Bleibt die langfristige Hoffung, dass dieses Geld in den kommenden Jahren verbaut werden kann. Und die mittelfristige Hoffnung ist jene, dass dieses Geld erst einmal zur Verfügung gestellt wird.
Autor: nnzDer Tagungsort – das Hotel Zur Hoffnung in Werther – kann stellvertretend für die Erwartungshaltung der Unternehmer angesehen werden. Das Prinzip Hoffnung ist das dominierende, wenn es im Landkreis Nordhausen um Straßenbau-Vorhaben geht. Daran wird auch der Verkehrsminister des Freistaates Thüringen nichts ändern. Christian Carius (CDU) offerierte nach der Begrüßung durch MIT-Chef Niels Neu zwar, dass die B243-Anbindung an die Autobahn im Oktober dieses Jahres unter Verkehr gehen wird, jedoch wollte er keine allzu großen Hoffnungen verbreiten. was Termine bei anderen Visionen anbelangt.
Geplant sei in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten vieles, realisiert weniger - gemessen an dem, was im Bundesverkehrswegeplan einst zu finden war und ist. Das habe seine Gründe auch im Umwelt- und Naturschutz, für dessen Belange viel Geld ausgegeben werden muss. Insgesamt habe das Land Thüringen rund 40 Millionen Euro allein nur für Planungen ausgegeben. Und übrigens gebe es auch in den alten Bundesländern sehr viel Nachholebedarf, so dass Gelder in Millionenhöhe seitens des Bundes umgeschichtet werden – von Ost nach West, einem bayerischen Verkehrsminister sei Dank.
Wir wollen alle Baumaßnahmen, die in der Planung sind, anarbeiten, damit bis 2015 alle Planungen soweit vorangetrieben werden sollen, um dann letztlich eine Auswahl treffen zu können, so die Hoffnung des Ministers. Bis 2015 gibt es seitens des Bundes überhaupt kein Geld für Thüringen. Also muss das Land in den einzelnen Regionen abwägen, wo eine Ortsumgehung gebaut wird und wo nicht.
Winfried Ludolph vom Leinefelder Straßenbauamt verdeutlichte eingangs, dass eine Planungsphase für eine Straßenbaumaßnahme zwischen 15 und 18 Jahre beanspruche, ehe überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann. Das bedeutet zum Beispiel, dass sich die Bewohner entlang der B 243 noch über Jahre hinweg mit einem Lkw-Aufkommen von mehr als 25 Prozent anfreunden müssen.
Gestritten wird zum Beispiel entlang der B 4 über die Ortsumgehung Ilfeld, bei der eine Tunnelvariante im Gespräch ist, deren Realisierung wohl eine Hoffnung der Umwelt- und Naturschützer bleiben werde. Weiter in der Planung ist die Umfahrung von Niedersachswerfen. Für die Umfahrung von Nordhausen mit einer Länge von 6 Kilometer gibt es noch keine Genehmigungsplanung, sprich, hier sind die Gelder für die Planung momentan nicht so üppig gestaltet.
Weiter auf der B4, zu den Sundhäuser Bergen. Auf einer Länge von vier Kilometer sollen irgendwann einmal mehr als 14 Millionen Euro verbaut werden, inklusive einer Brücke für wilde Tiere, wie vom EU-Recht verlangt. Allein im Naturschutzbereich müssen heutzutage vier Verfahren durchgeführt und abgeschlossen werden. Nach deren Genehmigung kann das Planfeststellungsverfahren für die Sundhäuser Berge im Jahr 2013 eingeleitet werden. Die Trasse bis zum Knoten der Deponie wird dreispurig ausgelegt, zwei Spuren nach oben, um die Brummis zu überholen, eine nach unten.
Nochmal zurück zur B 243. Die Ortsumfahrung Mackenrode – für sie besteht Baurecht – steht jedoch in den Sternen. Hier müssen die Thüringer auf die Niedersachsen warten. Ähnlich sieht es bei Günzerode und Holbach aus, hier liegen die Gesamtkosten bei fast 20 Millionen Euro, für diese drei Umfahrungen. Baubeginn: Offen. Alle Baumaßnahmen entlang der beiden hier beschriebenen Bundesstraßen werden nach dem Stand der jetzigen Planungen auf rund 105 Millionen Euro allein im Landkreis Nordhausen beziffert.
Bleibt die langfristige Hoffung, dass dieses Geld in den kommenden Jahren verbaut werden kann. Und die mittelfristige Hoffnung ist jene, dass dieses Geld erst einmal zur Verfügung gestellt wird.



