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So, 11:41 Uhr
18.03.2012

Von Hämmern und Torten

Unter die mehr als 1.000 Besucher der 6. Nordhäuser Kulturnacht mischte sich gestern auch ein Aufgebot der nnz. Lesen Sie hier einen Stimmungsbericht von Olaf Schulze.

Die Sitzplätze waren alle besetzt und im hinteren Bereich der Galerie der Nordhäuser Kreissparkasse begannen sich weitere Besucher der Eröffnungsveranstaltung zur 6. Nordthüringer Kulturnacht zu drängen. Doch erst einmal ging es um ein rundes Jubiläum, denn seit nunmehr 20 Jahren wird in der lichtdurchfluteten Galerie der Sparkasse am Kornmarkt Kunst gezeigt und gesammelt. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke bedankte sich bei den Mitarbeitern des Geldhauses und ganz besonders bei Sparkassenvorstand Wolfgang Asche, dessen fortwährendes Engagement für die Kultur in der Rolandstadt so wertvoll ist. Den anwesenden Gästen war anzusehen, dass Nordhausens Stadtoberhaupt damit vielen aus dem Herzen sprach. Zur neusten Vernissage versammelten die Kuratoren der Sparkasse viele Werke einheimischer und regional bekannter Maler, die im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte Werkschauen ihrer Arbeit hier präsentiert hatten. Wolfgang Asche zeigte sich davon überzeugt, dass "diese Ausstellung weit über die Region Nordhausen hianus wirken wird".

kulturnacht (Foto: olaf) kulturnacht (Foto: olaf)
Die Kreissparkasse muss wohl über die Anschaffung von mehr Stühlen nachdenken.

Ein Großteil der vertretenen Künstler hatte einzelne Arbeiten für die Auktion "Kunst unterm Hammer" bereitgestellt, die vom Schauspieler Matthias Mitteldorf humorig und schwungvoll durchgeführt wurde. Als erfahrener Mime sparte er nicht mit Effekten und ließ beispielsweise beim Gebot von 150 Euro für Heinz Scharrs Bild "Felsenlandschaft" den Kopf des Auktionshammers eindrucksvoll durch den Raum fliegen. Großes Theater eben. Am Ende ging Scharrs Beitrag für 270 Euro weg. Insgesamt erzielten die Stücke von so namhaften Künstlern wie Kisker, Zyrus, Rechatchek, Rennebach, Mackensen und Kerwitz knapp 1.000 Euro Einnahme, die von der Kreissparkasse aufgerundet und der Jugendkunstschule als Spende überschrieben wurden.

kulturnacht (Foto: olaf) kulturnacht (Foto: olaf)
Matthias Mitteldorf ermuntert die Kaufwilligen zu höheren Geboten mit einem Hammer

Die Kulturnacht war gestartet und an allen beteiligten Orten drängten sich die Nordhäuser und ihre Gäste, um den Programmpunkten zu lauschen. Im Torhäuschen war es proppevoll, wenn Roland Gäßlein sang, die Auftritte der Familie Kaljushny aus Berlin erfreuten ebenso wie Vorleseaktionen im Kunsthaus Meyenburg oder die von Frank Sieckel in Begleitung des jungen Gitarristen Felix Franzke gekonnt vorgetragenen Texte verschiedenster Autoren.

Nach einem hochkarätigen Abschlusskonzert im gut gefüllten Theater, in dem Intendant Tietje von seinen sehr positiven abendlichen Eindrücken in den anderen beteiligten Orten der Kulturnacht (Bleicherode, Sondershausen und Bad Frankenhausen) berichtete, zog der Tross der Unentwegten noch in die Jugendkunstschule, wo von der mitreißend groovenden Band "Saxofine" schon die richtige Stimmung erzeugt wurde, um schließlich kurz vor 12 die große Gratulation für die Nordhäuser Jugendkunstschule einzuleiten, die ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Frau Rinke blieb es vorbehalten die aufwendige, kunstvolle Torte fachgerecht zu zerlegen und ein fröhliches Publikum damit zu speisen. "Kunst ist Waffel", sagten wir früher immer - aber Torte, das war dann doch neu.

kulturnacht (Foto: olaf) kulturnacht (Foto: olaf)
Jugendkunstschulenleiterin Martina Degenhardt bedankt sich bei den Bürgermeistern für die Unterstützung. Jürgen Rennebach guckt sich derweilen ein schönes Stück Torte aus

Ein langer Kulturabend, der mit einem zwanzigjährigen Jubiläum begann, ging mit der ausgelassenen Feier zu einem zehnjährigen zu Ende. Und die ganze Veranstaltung war wir das gestrige Wetter – einfach schön.
Olaf Schulze
Autor: nnz

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Kommentare
von hier
18.03.2012, 17:39 Uhr
schön
das Wahlzeiten sind und so durfte sich der Bürgermeister auch dazu stellen.
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