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Di, 16:23 Uhr
21.10.2003

Zwischen Balkan und Prärie

Nordhausen (nnz). Eine seltsame Mischung, die sich da am kommenden Samstag in der Cyriaci-Kapelle ausbreitet. Zigeuner und Indianer; und doch geht es nicht um Karl-May-Romane. Mit einem Klick auf „mehr“, erfahren Sie mehr.


Jazz Am Samstag, 25.10. steuert das 20. Nordhäuser Jazzfest in Nordhausen auf einen weiteren spektakulären Höhepunkt zu, wenn in der Cyriaci-Kapelle 20 Uhr gleich zwei hochkarätige Weltmusik-Gruppen auftreten werden.

Der Familienclan um Startrompeter Naat Veliov hat sich ganz auf das tief emotionalisierte Lebensgefühl der Roma eingespielt: himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, im unmittelbaren Wechsel ineinander verwoben. Transportmittel der Emotionen sind gefühlvolle Melodien mit mal lyrisch, mal leidenschaftlich geblasenen Soli und die sich wahnwitzig steigernden Rhythmen und delirierenden Stakkati der traditionellen Tänze aus Mazedonien, Griechenland und Bulgarien, der Türkei und Indien - nicht zu vergessen deftiger, musikalischer Humor. So entsteht der spezielle „Kocani-Sound“ zwischen Gypsy-Irrwitz und wunderbar leichtem Swing. Das „Kocani Orkestar“, benannt nach der Heimatstadt der Musiker, wurde Ende der achtziger Jahre durch den Film „Underground“ auf einen Schlag weltberühmt.

Im zweiten Konzert des Abends führen die „Tribesmen“ feat. Pete Bender Musik der nordamerikanischen Indianer jenseits aller Klischees vor. Der Deutsch-Indianer Pete „Wyoming“ Bender singt vom Leben der amerikanischen Ureinwohner aus eigener Sicht. In bester Tradition großer indianischer Vorbilder verbinden seine Musiker Jazz, Blues und die Musik seines Volkes zu einem schlüssigen Ganzen. Mit Ernst Bier an den Drums und Mack Goldsbury am Saxophon sind auch zwei alte Bekannte bei den „Tribesmen“ unter Vertrag, die schon mehrfach in Nordhausen gastierten.
Autor: nnz

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