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Fr, 08:35 Uhr
16.03.2012

„Das war´s dann wohl…“

Dies ist der Satz eines sichtlich enttäuschten Verantwortlichen des SV Borsch, gesprochen am Livetickertelefon am letzten Sonntag, nach dem mit 1:3 verlorenen Heimspiel des SV Borsch – SV SCHOTT Jena. Jetzt kommt das Tabellenschlusslicht zum Tabellenersten nach Nordhausen...


Sieg bereits im Hinspiel (Foto: privat) Sieg bereits im Hinspiel (Foto: privat) Dabei hatte das Spiel für die Gastgeber gut begonnen, weil sie gegen den Favoriten durch ein sehenswertes Freistoßtor von L. Hohmann mit 1:0 in Führung gingen. Aber die Gäste konnten das Ergebnis noch drehen und so den zweiten Tabellenplatz wahren. Für Borsch dagegen steht Abstiegskampf pur an.

„Das war`s dann wohl…?“ Sechs Punkte als Tabellenletzter zu einem Nichtaufstiegsplatz, das wird mit Sicherheit schwer. Aber während eines Telefonats vom Mittwoch mit L. Kraus von Borsch, klang schon wieder ein „Trotzdem…“ durch. Ja, sie wollen sich noch nicht aufgeben und das ist gut so. Und darin liegt der Reiz des kommenden Spiels FSV Wacker 90 – SV Borsch; Erster gegen Letzter. Wacker mit den meisten Toren (30) in den Heimspielen und Borsch hat in der Fremde erst drei Tore erzielt.

Am Sonntag kommt es um 13:30 Uhr zum Aufeinandertreffen im heimischen Albert-Kunz-Sportpark. Dieser sympathische Verein ist eine Bereicherung der Verbandsliga. Ein Verein, der schon seit 1925 existiert. Borsch, ein Ortsteil von Geisa im Ulstertal in der thüringischen Rhön. Dieser Ortsteil hat nur 675 Einwohner. In der Vergangenheit wurde bereits gemeinsam mit FSV Ulstertal Geisa eine vorbildliche Nachwuchsarbeit geleistet, die nun - nach dem Ausscheiden von Geisa – in der „SU Ulstertal Borsch/Geismar/Buttlar“ in rühriger Weise weitergeführt wird. Hier bildet man schon über Jahre erfolgreich heimische Talente aus, fördert sie und bindet sie an die örtlichen Vereine. Noch heute sind fast alle Mannschaftsmitglieder von Borsch ehemalige Spieler dieser „Spielunion“.

Der benachbarte FSV Ulstertal Geisa spielte bis 2008 drei Saisons in der Thüringenliga. Aber auf Grund von Problemen innerhalb des Vereins, wurde die erste Männermannschaft während der laufenden Saison im Herbst 2008 aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Während dieser Zeit machte dann der SV Borsch auf sich aufmerksam. Nachdem die erste Männermannschaft nach der Saison 2006/2007 den ersten Platz in der Bezirksliga Suhl belegte, gelang ihnen in der folgenden Saison der Durchmarsch durch die Landesklasse West. Als Zweiter der Tabelle mussten sie 2008 zwei Relegationsspiele gegen SV Motor Altenburg bestreiten. Und zur Überraschung aller stieg Borsch (nach 2:0 auswärts und 1:2 zu Hause) auf Grund eines mehr geschossenen Tores in die Landesliga Thüringen auf. Dort kam es zu mehreren Aufeinandertreffen mit der Ersten von Wacker Nordhausen.

Übersicht

DatumHeimmannschaftGastmannschaftToreZusch.
09.04.2009SV 1925 BorschFSV Wacker 900:1200
23.05.2009FSV Wacker 90SV 1925 Borsch2:1230
24.10.2009FSV Wacker 90SV 1925 Borsch4:1225
25.04.2010SV 1925 BorschFSV Wacker 901:0230
28.11.2010SV 1925 BorschFSV Wacker 902:2151
29.05.2011FSV Wacker 90SV 1925 Borsch1:1300
28.08.2011SV 1925 BorschFSV Wacker 900:2230


Sieg bereits im Hinspiel (Foto: privat) Sieg bereits im Hinspiel (Foto: privat) In dieser Saison hat es die Mannschaft aus Borsch sehr schwer. Vor allem, weil ihr Goalgetter Martin Gimpel nach einer OP im letzten Herbst diese Saison ausfällt. Der Mann, der letzte Saison nur mit einem Tor Rückstand zweiter der Torjäger mit 27 geschossenen Toren in der Verbandsliga wurde. Darum wird er schmerzlich vermisst. Wir wünschen ihm von hier aus gute Besserung, dass er nach dem Aufbautraining wieder schnell an seine alte Stärke anknüpfen kann.

„Das war`s dann wohl“? – Nein, freuen wir uns auf einen fairen Gegner, der nicht gewillt ist, sich kampflos zu ergeben. Dieser sportliche Vergleich hat es verdient, dass viele Fans auf den Rängen stehen und diesem Spiel zuschauen.

Die Wackerreserve spielt schon am Samstag um 14:00 Uhr im AKS gegen den Tabellenachten der Regionalklasse SV Bielen. Dabei geht es darum, mit einem Sieg den Anschluss an die Spitze zu halten. Dies sollte eine lösbare Aufgabe sein. Auch hier werden viele Fans erwartet, zumal der Wetterbericht einen schönen Tag verspricht.
Harald Dressler
Autor: nnz

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