Do, 11:44 Uhr
15.03.2012
Regional sehr unterschiedlich
Die Suche nach einem Auszubildenden wird für die Unternehmen der Stadt Erfurt immer schwieriger. Nach Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) stehen in diesem Jahr den 2.462 angebotenen Lehrstellen in der Landeshauptstadt nur noch 963 Bewerber gegenüber, das sind 39 Jugendliche auf 100 Ausbildungsplätze...
Etwas erfreulicher aus Sicht der Betriebe stellt sich die Situation im Landkreis Sömmerda dar. Hier werden 365 Bewerber auf 420 Lehrstellen erwartet, das sind 87 Interessenten auf 100 Plätze.
Seit nunmehr zwei Jahren kann die Thüringer Wirtschaft nicht mehr alle offenen Lehrstellen mit geeigneten Bewerbern besetzen, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die Erfurter Kammer rechne für ihren Bezirk (Nord- und Mittelthüringen) im Jahr 2012 mit rund 5.500 Ausbildungsplatzbewerbern auf etwa 9.000 angebotene Lehrstellen in Industrie und Handel, Handwerk, dem öffentlichen Dienst, der Sozialwirtschaft und den freien Berufen.
Das verdeutlicht die dramatische Situation der Firmen, denn 3 Ausbildungsplätzen stehen weniger als 2 Bewerber gegenüber, rechnet Grusser vor. Es verbleibe also in jedem Fall ein Saldo von mehreren hundert Lehrstellen, die voraussichtlich nicht besetzt werden können.
Die aktuellen Zahlen belegten einmal mehr die Auswirkungen der demografischen Entwicklung. Den geburtenschwachen Jahrgängen Mitte der neunziger Jahre, die nunmehr auf den Ausbildungsmarkt drängen, steht ein überproportional starkes Ausscheiden älterer Arbeitnehmer aus dem Arbeitsmarkt gegenüber. Die Kombination dieser beiden Faktoren, verbunden mit dem konjunkturellen Aufschwung, lässt den Bedarf an Fachkräften weiter anwachsen, ist sich der IHK-Chef sicher.
Zumindest von einer Seite kann er jedoch Entwarnung geben. Die sinkende Zahl der Schulabgänger hat die Talsohle inzwischen erreicht. In den kommenden Jahren wird hier ein leichter Zuwachs erwartet. Dieser liegt bei jährlich rund 500 Schülern für ganz Thüringen. Kein Grund für eine Entspannung, aber auch keiner für Resignation, ermuntert Grusser die Personalplaner in den Unternehmen.
Die Suche nach dem passenden Lehrling dürften die Firmenchefs aber nicht mehr nur auf eine bestimmte Region begrenzen. Vielmehr empfehle es sich, auch überregional Ausschau zu halten.
Autor: nnzEtwas erfreulicher aus Sicht der Betriebe stellt sich die Situation im Landkreis Sömmerda dar. Hier werden 365 Bewerber auf 420 Lehrstellen erwartet, das sind 87 Interessenten auf 100 Plätze.
Seit nunmehr zwei Jahren kann die Thüringer Wirtschaft nicht mehr alle offenen Lehrstellen mit geeigneten Bewerbern besetzen, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die Erfurter Kammer rechne für ihren Bezirk (Nord- und Mittelthüringen) im Jahr 2012 mit rund 5.500 Ausbildungsplatzbewerbern auf etwa 9.000 angebotene Lehrstellen in Industrie und Handel, Handwerk, dem öffentlichen Dienst, der Sozialwirtschaft und den freien Berufen.
Das verdeutlicht die dramatische Situation der Firmen, denn 3 Ausbildungsplätzen stehen weniger als 2 Bewerber gegenüber, rechnet Grusser vor. Es verbleibe also in jedem Fall ein Saldo von mehreren hundert Lehrstellen, die voraussichtlich nicht besetzt werden können.
Die aktuellen Zahlen belegten einmal mehr die Auswirkungen der demografischen Entwicklung. Den geburtenschwachen Jahrgängen Mitte der neunziger Jahre, die nunmehr auf den Ausbildungsmarkt drängen, steht ein überproportional starkes Ausscheiden älterer Arbeitnehmer aus dem Arbeitsmarkt gegenüber. Die Kombination dieser beiden Faktoren, verbunden mit dem konjunkturellen Aufschwung, lässt den Bedarf an Fachkräften weiter anwachsen, ist sich der IHK-Chef sicher.
Zumindest von einer Seite kann er jedoch Entwarnung geben. Die sinkende Zahl der Schulabgänger hat die Talsohle inzwischen erreicht. In den kommenden Jahren wird hier ein leichter Zuwachs erwartet. Dieser liegt bei jährlich rund 500 Schülern für ganz Thüringen. Kein Grund für eine Entspannung, aber auch keiner für Resignation, ermuntert Grusser die Personalplaner in den Unternehmen.
Die Suche nach dem passenden Lehrling dürften die Firmenchefs aber nicht mehr nur auf eine bestimmte Region begrenzen. Vielmehr empfehle es sich, auch überregional Ausschau zu halten.


