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Do, 10:25 Uhr
23.02.2012

Was ist nur mit dem Südharz los?

Jetzt liegen sie vor, die Zahlen der Übernachtungen und Gästeankünfte in den Thüringer Tourismusgebieten. Thüringenweit und in fast allen Revieren gab es im vergangenen Jahr eine positive Tendenz zum Jahr 2010. Nur eben im Südharz nicht. Hier die bedrückenden Zahlen einer Region, die immer noch auf den Tourismus setzen will...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

In den Thüringer Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) wurden im vergangenen Jahr 9,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Nach dem leichten Rückgang im Jahr 2010 (-0,4 Prozent) konnten damit im Jahr 2011 rund 100.000 Übernachtungen mehr verbucht werden (+1,1 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im gleichen Zeitraum um 92.000 auf 3,6 Millionen (+2,7 Prozent). Damit konnte für Thüringen im Jahr 2011 bereits das fünfte Jahr in Folge ein Anstieg der Gästeankünfte ausgewiesen werden.

Die Verweildauer pro Gast blieb im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 2,7 Tagen im Vergleich zum Jahr zuvor auf einem konstanten Niveau. Die rund 65.000 Gästebetten, die im Jahr 2011 in den Thüringer Beherbergungsstätten mit neun und mehr Betten angeboten wurden, waren im Durchschnitt zu 38,0 Prozent ausgelastet. Dabei waren zwischen den einzelnen Reisegebieten deutliche Unterschiede zu beobachten. So schwankte die Auslastung der Gästebetten zwischen 43,5 Prozent im Reisegebiet der Städte und 25,3 Prozent im Südharz.

Vier der sechs Thüringer Reisegebiete konnten im Jahr 2011 sowohl steigende Übernachtungszahlen verbuchen als auch mehr Gäste begrüßen. Deutliche Zuwächse verzeichneten das Thüringer Vogtland (Übernachtungen: +3,3 Prozent, Gästeankünfte: +3,9 Prozent) und die Thüringer Rhön (Übernachtungen: +6,4 Prozent, Gästeankünfte: +3,4 Prozent). Auch das Reisegebiet der Städte konnte gegenüber 2010 zulegen. Allerdings war die positive Entwicklung hier auf Zuwächse in den Städten Jena und Weimar zurückzuführen. Die Städte Erfurt und Eisenach hatten bei rückläufigen Gästezahlen (-1,9 bzw. -2,0 Prozent) Übernachtungszahlen auf dem Niveau von 2010 zu verbuchen.

Im Thüringer Wald stieg im Vergleich zum Jahr 2010 zwar die Zahl der Gästeankünfte deutlich an (+42.000 bzw. +3,1 Prozent), die Zahl der Übernachtungen verringerte sich hingegen um 42.000 (-1,0 Prozent). Im Dezember 2011 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,5 Prozent auf 623 Tausend. Davon entfielen 592.000 Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+3,2 Prozent) und 31 Tausend Übernachtungen auf ausländische Gäste (+10,0 Prozent).

Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent auf insgesamt 237.000, darunter 11.000 ausländische Gäste (-0,6 Prozent).
Autor: nnz

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Kommentare
meiner meinung nach
04.03.2012, 17:11 Uhr
was ist nur mit dem südharz los... Er schmort im eigenen Saft!
Was mich immer wieder wundert, ist, dass selbst die kleinen einfachen Schritte nicht gegangen werden: Zum Beispiel kann man die touristisch orientierten Internetseiten, die ein fremdsprachliches Angebot als Link haben in Nordhausen und Umgebung an einer Hand abzählen... Holländer und Dänen machen eine Menge Urlaub im Harz, in Hotels, mit Wohnmobilen etc. sie sind immer da wo es schön ist und meist vor allen anderen schon da ;-)

Sie wohnen im Westharz und schwärmen von Süd- und Ostharz! warum übernachten sie nicht hier? Warum ist es nicht möglich entsprechende Internetinformationen in diesen Sprachen zur Verfügung zu stellen? Schautafeln mit fremdsprachlichen Hinweisen auf Parkplätzen und Rastplätzen, die auf Sehenswürdigkeiten und Campingplätze hinweisen... Selbst auf "www.nordhausen-tourist" läßt ein englischsprachiges Angebot weiter auf sich warten. Leider ist der Service-Gedanke scheinbar auch bei den Unternehmern diesbezüglich noch entwicklungsfähig.
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