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Di, 16:41 Uhr
21.02.2012

Träger reagiert

In den Kommentaren der nnz-Leser zu den Vorkommnissen im Kindergarten am Nordhäuser Frauenberg kamen Unverständnis und Sorge zum Ausdruck. Die nnz-Redaktion bat das Jugendsozialwerk als Träger der Einrichtung um eine Stellungnahme...


Als Statement veröffentlichen wir ein Schreiben des Trägers an die Eltern der Kita.

In der vorletzten Woche hat der Gebäudeeigentümer (Stadt Nordhausen) im Keller der Kindertageseinrichtung Reparaturarbeiten durchgeführt. Hierbei wurde ein zu DDR-Zeiten gebräuchliches Desinfektionsmittel verschüttet, welches sich in einem von der Kindertageseinrichtung nicht genutzten Kriechkeller, in dem ausschließlich Rohrleitungen verlegt sind, befand.

Als nach ersten Beseitigungsmaßnahmen durch die Mitarbeiter der Einrichtung (Aufwischen und Lüften) weiterhin ein Geruch festzustellen war, informierte die Leiterin den Träger, der die Berufsfeuerwehr um Unterstützung bat. Durch die Feuerwehr und die zuständigen Behörden wurden vorsorgliche Maßnahmen zur Verhinderung einer potentiellen Gefährdung von Kindern und Mitarbeitern veranlasst. Insbesondere wurden an das Treppenhaus angrenzende Gruppenräume gesperrt. Die Kinder sind seit Montag in benachbarten Gruppenräumen untergebracht.

Es fand eine Probeentnahme statt, die zur Analyse an den Thüringer Landesbetrieb für Arbeitsschutz verschickt wurde. Dieser nahm am heutigen Tag zudem eine Vorortmessung vor, aus deren Ergebnis hervorgeht, dass die vorsorglichen Maßnahmen ausreichend sind, um eine Gefährdung der Kinder und Mitarbeiter auszuschließen. Für eine Wiedereröffnung der Räume werden die genauen Labor-Messergebnisse im Laufe dieser Woche erwartet.

Trotz des Zusammenlegens der Gruppen ist die gesetzlich geforderte pädagogische Nutzfläche in der Einrichtung vorhanden. Laut Thüringer Landesbetrieb für Arbeitsschutz handelt es sich definitiv um ein zu DDR-Zeiten gebräuchliches Desinfektionsmittel. Dieses befand sich ohne Wissen der Einrichtung und des Trägers in dem verschlossenen Kriechkeller.

Der Träger wird sich morgen mit den Elternvertretern der Einrichtung zum Sachverhalt verständigen.
Autor: nnz

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Kommentare
llmntd
21.02.2012, 17:08 Uhr
Wer antwortet für's JSW?
Ihre Ausreden habe ich ehrlich satt...
Es kann vorkommen, dass ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung VORLETZTE Woche, d.h. also spätestens am 10.02.2012 einen Behälter während der Arbeit zerstört.

Wenn aber die KiTa-Leitung EINE WOCHE, gezählt bis zum Feuerwehreinsatz am 17.02.2012 benötigt, um die Tragweite zu erkennen und Gefahrenabwehr zu organisieren, war sie überfordert und deshalb ungeeignet! Denn in der Zeit zwischen 10.-17.02.2012 waren immer deutliche Hinweise v.a. im Flur der "Bienen" und "Spatzen" zu riechen bzw. im Nachhinein zu spüren.

Zur Frage, was eigentlich diese Altlasten im Keller der KiTa zu suchen haben oder warum die Erzieher einen "Maulkorb" verpasst bekommen haben, erhalte ich vom JSW oder der Stadtverwaltung sowieso keine Antwort?
ela-haste-mal
21.02.2012, 17:48 Uhr
und schon gehts los...
Als hätte ich es kommen sehen... Gestern hab ich noch unter den ersten Artikel geschrieben das bestimmt keiner Verantwortung übernehmen wird und bitteschön da flattert dieser Brief rein... Zuersteinmal: ja schön das eine Erklärung kommt, dafür Danke. Der KiTaleitung gebe ich weniger Schuld, ich würde auch darauf vertrauen dass der Träger bei dem ich angestellt wäre das schonmal überprüft hat. Aber nun gehts schon los. Also wenn ich diese Erklärung durchgehe lese ich 1. der Stadt gehören die Räume, 2. der "Kriechkeller" war verschlossen. Achso und weil da zu war und das Gebäude nicht dem JSW gehört muss das JSW nicht nachschauen was unter dem Gebäude ist. Aha also lauf ich demnächst auch mit Scheuklappen durch die Gegend. Ganz nebenbei frag ich mich dabei auch, was zum Henker haben Desinfektionsflaschen in nem Keller zu suchen in dem nur Rohre langlaufen? Aber das wird auch keiner mehr beantworten können weil zu der Zeit ja keiner von den aktuell Beteiligten dabei war. Also Strich unter die Sache mit einem Satz wir schieben den schwarzen Peter der Stadt zu. Die wird dann sagen wir hatten keine Kenntnis davon, ist zu lange her. Jippie so wünscht man sich das doch...
Eine Bitte hab ich noch (oder besser immernoch) wäre es jetzt wenigstens möglich ALLE Räume durchzuschauen ob nicht noch so ein Pulverfass rumsteht und das nicht nur am Frauenberg. Ich glaube ich spreche für alle wenn ich sage, wir als Eltern würden uns besser fühlen wenn wir wüssten es wird ordentlich nachgeschaut dass keine gefährlichen Stoffe in Kellerräumen von Betreuungseinrichtungen liegen.
MapaNDH
21.02.2012, 17:53 Uhr
Ich bin ...
... jeden Tag in der Kita und hole meist Abends meine beiden Kinder dort ab. In der entsprechenden Woche habe ich von diesem Geruch nichts mitbekommen. Meine Kinder haben auch keine gesundheitliche Probleme gehabt, so wie in anderen Beiträgen hier in der nnz von Eltern beschrieben.

Ich verstehe nicht, wie man ein Thema so aufbauschen und hochschrauben kann, wie es derzeit wieder in der nnz getan wird!
Gudrun1974
21.02.2012, 20:56 Uhr
Bravo, Mapa
Gottseidank gibt es vernünftige Menschen wie Mapa.

Die ganze Sache scheint mir künstlich hochgespielt um eine Existenzberechtigung zu haben - keineswegs von der nnz, sondern von den Akteuren, vornehmlich der Stadt.

Was dort offensichtlich an Feuerwehren vor Ort war scheint bar jeder Vernunft. Einfach lächerlich scheint mir der Einsatz von Schutzanzug und dann auch noch die Entgiftung. Als ob ein Giftangriff stattgefunden hat ... wer zahlt eigentlich für den Riesenaufwand?

Aber: Dieser Tamtam scheint vielen Leuten willkommen - alle haben sich draufgestürzt, von der Feuerwehr bis zum Bürgermeister, es haben nur noch sämtliche OB- und Landratskandidaten gefehlt - und der Liveberichterstatter von CNN. Und als Krönung: Die überhitzten Kommentatoren hier. Mensch, macht euch nicht lächerlich. Mann kommt sich mit Blick auf die Säue, die hier jeden Tag neu durch die Stadt getrieben werden, vor wie in einem Irrenhaus. Das ist was für Kafka
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