eic kyf msh nnz uhz tv nt
Fr, 14:14 Uhr
17.02.2012

Kein Etikettenschwindel

Längeres gemeinsames Lernen statt Etikettenschwindel. John Dauert wirbt für die Gemeinschaftsschule und wirkliche Bildungsgerechtigkeit und reagiert damit auf Äußerungen von Egon Primas heute in der nnz...


Dauert (Foto: privat) Dauert (Foto: privat) „Nachdem die CDU nun auch ihre Wahltour begonnen hat begibt sich Egon Primas mit seinen Schuläußerungen auf dünnes Eis beim Besuch der Regelschule in Ellrich. Seine unschlüssige Argumentation für eine „Oberschule“ ist ein Edikettenschwindel erster Güte“, erklärt John Dauert, Landratskandidat und Bildungspolitiker.

Herr Primas zeigt mit seinen Äußerungen, dass er nicht gestalten will und kann, denn das jetzige Modell der Regelschule ist bereits auf die Schuljahre 5 bis 10 angelegt und offenbart im Anschluss die Möglichkeit an das berufliche Gymnasium zu wechseln, um dort das Abitur abzulegen. Eine Fokussierung auf mehr praktischen Unterricht zeigen bereits viele Studien und daher sind die Ziele von Herrn Primas wenig innovativ.

Die einzige wirkliche Chance auf Bildungsgerechtigkeit besteht nur mit dem Modell der Gemeinschaftsschule, wo alle Kinder und Jugendlichen länger gemeinsam Lernen und sich später erst die Abschlüsse herauskristallisieren. Herr Primas steht mit seinem Modell weiterhin für das Nebeneinander von drei Schultypen nach der Grundschule: Förderzentrum, Regelschule und Gymnasium. Die frühe Selektion nach der Klasse 4 ist „bildungspolitischer Dinosaurier“, da schon seit langem feststeht, dass die individuelle Entwicklung bei Kindern und Jugendlicher sehr unterschiedlich einsetzt und nur an einer Gemeinschaftsschule optimal gefördert werden kann. Viele Eltern wünschen sich bereits schon jetzt dieses Modell im Landkreis Nordhausen.

Weiterhin können durch binnendifferenzierte Aufgabenstellungen und kooperative Lernformen alle Schülerinnen und Schüler in der Klasse unterrichtet werden. Vom Hochbegabten bis hin zu SchülerInnen mit Lernbeeinträchtigungen. Das Argument, wonach die „besseren“ SchülerInnen nicht optimal gefördert werden, da andere Mitglieder der Lerngruppe „langsamer“ lernen, gehört somit der Vergangenheit an.

Gemeinschaftsschulen bieten zudem die Möglichkeit, dass alle Schulabschlüsse vor Ort ohne lange Wege und viele Klassenveränderungen angeboten werden können. Und das führt nicht zum Zusammenbruch der Schullandschaft im Landkreis Nordhausen. Durch enge Kooperationen bisheriger Regelschulen können so lokale Bildungslandschaften entstehen und Standorte erhalten bleiben, die zukunftsfähig sind und nah am Wohnort dennoch alle Schulabschlüsse ermöglichen.

Bildung ist der Rohstoff für die Zukunft und ein entscheidender Standortvorteil für den Landkreis Nordhausen. Nur mit qualitativ hochwertigem Unterricht können die Kinder und Jugendlichen im Südharz eine fundierte und praxisbezogene Schulbildung genießen, die sie auf dem anschließenden Lebensabschnitt dringend benötigen.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)