Do, 13:58 Uhr
01.03.2001
Das Restprogramm jetzt für den Neubeginn nutzen
Nordhausen (nnz). Knapp 1400 Zuschauer, darunter etwa 500 aus Sondershausen, sahen am vergangenen Sonntag im Albert-Kuntz-Sportpark eine spannungsgeladene und kurzweilige Partie zwischen den alten Rivalen Wacker 90 Nordhausen und BSV Eintracht Sondershausen auf schwer bespielbarem Boden, in der am Ende die Eintracht-Elf den Platz als Sieger verließ. Die Nordhäuser enttäuschten aber keinesfalls, nur fehlte ihnen eben in einigen Situationen das nötige Quentchen Glück. "Kämpft noch einmal für Eure Fans", war auf einem Spruchband im Fanblock des treuen Wackeranhangs zu lesen. Dieser Aufforderung kamen die Fuhrmann-Schützlinge von Beginn an nach und ließen mit guten Aktionen keinen Zweifel aufkommen, daß sie unbedingt die Punkte in Nordhausen behalten wollten. Angriff auf Angriff rollte in Richtung Sondershäuser Tor. Aber die von Rasch gut organisierte Verteidigung stand sicher. Besser machten es die Sondershäuser. Sie benötigten für ein Tor zwei Chancen. Die erste vergab Knäbe aussichtsreich, doch kurz darauf gelang ihm der Führungstreffer für die Eintracht. Nordhausen zeigte sich wenig beeindruckt, spielte weiter munter mit und hätte kurz vor Ende der ersten Halbzeit den den Ausgleich erzielen können. Nach dem Seitenwechsel kam Wacker besser ins Spiel. Der verletzungsbedingte Ausfall des Sondershäusers Rasch in der 60. Minute hinterließ Lücken in der Abwehr der Gäste. Als Schneider in der Schlußviertelstunde seine Mittelfeldposition aufgab und mit nach vorn ging, brannte es vor dem Eintracht-Tor lichterloh. Weißgerber konnte sich in der Schlußviertelstunde über Mangel an Arbeit nicht beklagen. Er parierte Schüsse von Ludwig und Schneider im großen Stil und rettete seiner Elf in dieser Situation den Sieg. Für viele blieb unverständlich, daß Trainer Fuhrmann den schußgewaltigen Frank Schneider nicht schon zu Beginn der zweiten Halbzeit in den Angriff beorderte. Mit Mann und Maus verteidigten die Gäste das knappe Resultat. Ein Konter in der Schlußminute, wiederum von Knäbe mit dem Glück des Tüchtigen erfolgreich abgeschlossen, führte zum 2:0 Endstand für die Sondershäuser, denen damit im 15. Vergleich zwischen beiden Mannschaften erstmals ein Sieg in Nordhausen gelang.
Für Wacker sind nun alle Messen gesungen. Zu groß ist der Abstand zu den Nächstplazierten. Außerdem, gegen wen sollen die Punkte geholt werden, wenn schon gegen die schwächeren Mannschaften wie Chemnitz, Sondershausen oder Hoyerswerda kein Sieg gelingt? Der Zug in Richtung Oberliga fährt ohne Wacker 90 ab, das ist zwar schade, aber doch keine Katastrophe. Die Spielerdecke mit Oberligareife war einfach zu dünn, um den Ansprüchen in dieser Amateurspielklasse bestehen zu können. Nach dem wirtschaftlichen Neubeginn im Dezember 2000 wird nun eine sportliche Neuorientierung erfolgen. Das Restprogramm sollte schon für die Profilierung der Elf genutzt werden. Erklärtes Ziel ist es, zum 100. Geburtstag von Wacker im Jahre 2004 wieder den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen. Bis dahin liegt ein hartes Stück Arbeit vor den Verantwortlichen, den Trainern und Spielern.
Autor: rhFür Wacker sind nun alle Messen gesungen. Zu groß ist der Abstand zu den Nächstplazierten. Außerdem, gegen wen sollen die Punkte geholt werden, wenn schon gegen die schwächeren Mannschaften wie Chemnitz, Sondershausen oder Hoyerswerda kein Sieg gelingt? Der Zug in Richtung Oberliga fährt ohne Wacker 90 ab, das ist zwar schade, aber doch keine Katastrophe. Die Spielerdecke mit Oberligareife war einfach zu dünn, um den Ansprüchen in dieser Amateurspielklasse bestehen zu können. Nach dem wirtschaftlichen Neubeginn im Dezember 2000 wird nun eine sportliche Neuorientierung erfolgen. Das Restprogramm sollte schon für die Profilierung der Elf genutzt werden. Erklärtes Ziel ist es, zum 100. Geburtstag von Wacker im Jahre 2004 wieder den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen. Bis dahin liegt ein hartes Stück Arbeit vor den Verantwortlichen, den Trainern und Spielern.


