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Mo, 20:31 Uhr
06.10.2003

Man war unter sich

Nordhausen (nnz). Es waren 25 Neugierige, die gestern zum Vortragsabend „FH-Impulse“ in die Fachhochschule kamen. Und dabei schien das Thema, über das Freya Klier referieren wollte, ein interessantes zu sein. Es war die Geschichte der DDR, die laut Konrad-Adenauer-Stiftung aus einem Berg von Stasi-Akten zu bestehen scheint. Die nnz hörte im Hörsaal genau zu.


Vorgetragen Da stand eine Frau aus Berlin vor rund 25 Zuhörern in einem Saal, der durchaus das Zehnfache zu fassen vermag. Ein organisatorischer Irrtum, wie FH-Rektor Prof. Juckenack eingestand. Man habe zwar einen kleinen kulturellen Kreis zu den Impulsen etabliert, mehr aber auch nicht. Doch dann zu Freya Klier. Wir wollen hier an dieser Stelle Worte oder Wortfetzen wiedergeben, die gestern einigen der Zuhörern die Nackenhaare zu Berge steigen ließen. Und das war sie – die DDR der Klier:

Wichtigtuer, Demütigung, „unverständlich, dass es nicht jeden Abend zu einem Blutbad kam“, permanentes Ohnmachtsgefühl, leises Jammern und alle waren die Menschen in der DDR Insassen in kollektiver Haft. Und um dem Ganzen noch eins draufzusetzen, forderte Klier die Zuhörer auf, doch einmal ihre Fotos im Familienalbum zu betrachten. Damals, in der DDR, würden die Menschen selbst aus den Hochzeitsfotos verkrampft und unterdrückt rausgucken. Heute blickt man einfach freundlich daher, „weil wir jetzt alle frei“ sind.

Einige der Zuhörer hatten für diese Sicht der Dinge eine schwache Antenne. Statt alle, die in der DDR keinen Widerstand leisteten, in die Stasi-Schablone zu stecken, erinnerte der erste frei gewählte Bürgermeister von Nordhausen an seine Erfahrungen mit dem runden Tisch. Dr. Manfred Schröter zieht auch jetzt noch vor einigen SED-Genossen ob ihrer Zusammenarbeit am Runden Tisch den Hut. Und schließlich merkte Prof. Baumann an, dass die Stasi-Aufarbeitung eine zu einseitige sei. Die Biographien der Menschen im Osten Deutschland seien so vielfältig, dass es hier keine Schablonen geben würde.

Soweit zu den Impulsen an der Fachhochschule. Und übrigens: Freya Klier, die alles, vor allem aber die Gauck- und in deren Folge die Birtler-Behörde mit ehemaligen Stasi-Leuten durchsetzt sieht, sie sieht auch international. So meinte sie, dass selbst der ungarische Außenminister des Jahres 1989 ein KGB-Agent gewesen sei.
Autor: nnz

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