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Di, 13:52 Uhr
31.01.2012

Unterbeschäftigt

Wie immer, so auch im neuen Jahr wollen nnz und kn die Zahlen des Arbeitsmarktes für Nordthüringen ein "wenig vervollständigen". Damit wird der Blick auf die Zahlen des realen Arbeitsmarktes im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis ein wenig fokussierter...


Im Landkreis Nordhausen sollen in diesem Monat offiziell 5.214 (4.289) Frauen und Männer ohne Beschäftigung gewesen sein. Das mag auf den ersten Blick auch so seine Richtigkeit haben und viele Medien werden das heute und morgen berichten. Doch zu dieser Zahl sind zum Beispiel noch diejenigen zu addieren, die sich in einer beruflichen Eingliederung befinden, oder diejenigen, die Ein-Euro-Jobber sind und sich beruflich weiterbilden oder die einen Gründungszuschuss erhalten.

Dann rechnet sich die Ausgangszahl für den Landkreis Nordhausen ganz schnell auf 7.105 (6.081) zusammen, also noch 1.891 (1.792) Frauen und Männer mehr, die vielleicht gern einem sozialversicherungspflichtigen Job nachgehen würden, es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dürfen oder können.

Der Blick in den Kyffhäuserkreis. Da werden nach unserer Rechnung aus den 6.152 (5.315) Frauen und Männern, die im Kyffhäuserkreis offiziell als arbeitslos ausgewiesen werden, dann beim inoffiziellen Addieren plötzlich 7.523 (6.995). Auch da gibt es eine Differenz von 1.371 (1.690).

In Klammern die Zahlen von Dezember 2011
Autor: nnz

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Kommentare
Herr Taft
01.02.2012, 09:42 Uhr
können wir uns bitte darauf einigen:
... wenn die nnz auf "vervollständigte" Zahlen "fokussiert" - was impliziert, dass die offiziellen unvollständig und "verwaschen" wären (und sich der Text somit verdammt dicht am von mir so geliebten BILD-Zeitungs-Niveau bewegt), erkenne ich deutliche Parallelen zur Buntfußschen Welt.

Ich bitte darum künftig das Wording etwas anzupassen. Kann man nicht einfach die offiziellen Zahlen als solche nehmen ? Diese Zahl beinhaltet ausschließlich die Leute die tatsächlich NICHTS tun und ist genauso gemeint. Somit gibt es nichts zu vervollständigen.

Wenn Sie diejenigen dazurechnen wollen, die sich auf welche Weise auch immer bemühen, werfen Sie gute zu den faulen Äpfeln in einen Topf. Das ist nicht fair, denen gegenüber die mit einem 1 Euro Job oder einer anderen Maßnahme versuchen, der Erwerbslosigkeit zu entgehen.
WR-NDH
01.02.2012, 11:24 Uhr
Entscheidend
für die Ausgaben der BA, und damit den Einsatz von Steuergeld und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen, sowie für die Aussage wie der Stand des Abbaus der Arbeitslosigkeit ist, ist doch die Anzahl der Bezieher von ALG I und ALG II.
Die offiziell von der BA und den Arbeitsämtern/Jobcentern verkündeten Zahlen geben aber genau darüber keine Auskunft. Per Definition werden dort weder die oben von der nnz angeführten Personen berücksichtigt, noch diejenigen, die älter als 58 Jahre sind, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, die krank sind, die Bewerbungstrainings absolvieren, die von privaten Arbeitsvermittlern betreut werden, die an einer ABM teilnehmen usw.
Ich sehe auch nicht, dass Arbeitswillige und Arbeitsunwillige durch die offizielle Zählweise getrennt würden. Wer sagt denn, dass z.B. kranke Menschen, solche die älter als 58 Jahre sind oder durch private Arbeitsvermittler betreut werden nicht arbeiten wollen?
Ich finde es gut und richtig, dass die nnz die realen Zahlen der Nicht- bzw. Unterbeschäftigung veröffentlicht. So kann man sich ein besseres Bild von der Lage auf dem Arbeitsmarkt machen.
Retupmoc
01.02.2012, 11:31 Uhr
Aber Herr Nussbaum,
es reicht doch, wenn man zum Beispiel die Menschen dazu addiert ( eigentlich schon eine Frechheit, weil hinter jedem Menschen ein persönliches Schicksal steht ) die zum Beispiel erkrankt sind, die zum Beispiel bei einem privaten Vermittler sind oder Leute über 58, die H4 beziehen. Von den 1-Euro - Jobbern oder Menschen in sinnfreien Bewerbertrainings rede ich nicht mal.

Die offiziellen Zahlen unkommentiert stehen zu lassen, würde für mich heißen das Frau von der Leyen in diesem Staat Narrenfreiheit hätte.

Entweder sind alle die keine Arbeit haben, arbeitslos - oder nicht. Mal sehen was das Finanzamt sagt, wenn ich bei der nächsten Steuererklärung ein paar Posten weglasse.Geben Sie einfach einmal zu, das hier Wahlkampf auf Kosten der Bürger gemaht wird. Nicht mehr - und nicht weniger !
TeeEff
01.02.2012, 12:57 Uhr
Nicht Wahlkampf...
auf Kosten der Bürger. Verar... und gezielte Desinformation der Bürger!

Denn was meint ihr was hier los wäre, wenn mehr Leute wüssten was hier wirklich los ist?
Herr Taft
01.02.2012, 13:00 Uhr
liebe Vorkommentatoren,
ich halte die Berichterstattung ebenfalls für richtig und sinnvoll. Ich finde nur, dass die Art und Weise nicht richtig ist. Die Zahlen sind (per Definition) durchaus vollständig und absolut nicht unfokussiert. Natürlich kann und muss man sie differenzierter betrachten, was von offizieller Seite ja ebenfalls getan wird.
Harzer_Wolf
01.02.2012, 15:24 Uhr
Ofiziell eben nicht!
Entschuldigen Sie bitte Herr @ Nussbaum - aber genau das Gegenteil ist doch der Fall. Die offiziellen Zahlen, also die "Geschönten" gibt es am Monatsende jeweils zur Primetime in der Tagesschau oder der Heute - Sendung. In der Zeitung mit den 4 Buchstaben einen Tag später.

Nun sind wir doch mal ehrlich: Was glauben Sie, woher die Mehrzahl der Bundesbürger ihre Infos herbekommt? Aus der Tagesschau oder der Internet-Seite der Linkspartei? Aus der Bild oder der NNZ - Online? Ich wette, über die Hälfte der Bundesbürger weiß nicht, wie sich die Zahlen zusammensetzen. Sie glauben, das was man im TV sieht, schon der Realität entspricht. Also ich glaube eher das Gegenteil. So wird Meinung gemacht und auh Wahlkampf sehr geerther TeeEff. Was würde denn mit den Prozentzahlen passieren, wenn die Regierungspartei eingestehen müsste, das die Zahlen in Wirklichkeit a. 25 % höher sind. Man geht doch mit den sinkenden Zahlen bei der Bevölkerung hausieren.
Eckenblitz
01.02.2012, 15:56 Uhr
Die Partei hat immer Recht
Diese Floskel passt auch HEUTE noch ins Bild so mancher Kommentarschreiber. Da wollen so einige partout nicht wahrhaben, dass die Arbeitslosenzahlen offiziell geschönt wiedergegeben werden.

Es war jüngst sogar ein Thema im Bundestag. Aber manch einer ist eben der Meinung, wenn die CDU-Arbeitsministerin die Zahlen bekannt gibt, darf ein Parteisoldat nicht daran zweifeln.

Einige Kommentarschreiber kommen hier des öfteren mit dem Slogan, dieses oder jenes habe Bildniveau. Merken aber selber nicht das sie sich noch unter dieses Niveau begeben, oder wie soll man das Hetzen gegen Herrn Buntfuß verstehen?

Ich merke schon es ist Wahlkampf und da ist den Politikern ja jedes Mittel Recht, um einen vermeintlichen Gegner anzugreifen. Bei der CDU und ihren Helfern muss es schon sehr eng zugehen, wenn jetzt schon anfangen Personen zu verunglimpfen?

Was soll das erst werden, wenn der Wahlkampf in die Endrunde geht? Bekommt Herr Buntfuß dann Schreibverbot, wohl eher nicht, denn hier sind wir bei der NNZ und nicht bei einem Politblatt.

Herrn Buntfuß kann ich nur raten, sich von solchen Menschen nicht einschüchtern zu lassen. Schreiben sie weiter ihre Artikel und bringen sie die Hobbypolitiker so richtig in Rage.
Herr Taft
01.02.2012, 16:51 Uhr
@NDHler...ein Ausflug in die VWL
...wie Sie wissen, glaube ich an die Leistungsgesellschaft. Ich glaube fest daran, das sich Leistung und Engagement auszahlen - wenn man nur beharrlich genug dahinter steht. Ich habe es am eigenen Leib erfahren und bin damit auch nicht alleine. Dem entsprechend kann ich nichts gutheißen, was einer Förderung von Nicht-, Minder- oder Schlechtleistung gleichkommt.

Gemeint ist dabei nicht die persönliche Leistung (8h Arbeit täglich), sondern der Beitrag, den eine Leistung zur Gesellschaft liefert - dieser ist je nach Job unterschiedlich hoch. Das haben wir in der Vergangenheit bereits diskutiert. Nüchtern betrachtet ist also ein Mindestlohn eine Aufwertung von Leistungen deren gesellschaftlicher Nutzen niedriger ist. Die Bilanz wird also negativ. Genau aus diesem Grunde MUSS ein Mindestlohn Arbeitsplätze kosten, was zu mehr Transferleistungen führt und die Gesellschaft zusätzlich belastet.

Viel interessanter finde ich Ihr Argument der Ungleichbezahlung in alten und neuen Bundesländern. Diese lässt sich nicht mit dem gesellschaftlichen Nutzen der Arbeit erklären, sondern resultiert aus dem Angebot von Arbeits und der Nachfrage nach Arbeit. Ist das Arbeits-Angebot verglichen mit der Arbeits-Nachfrage knapp, sinken die Löhne. Mit anderen Worten: Viele Arbeitslose - niedrige Löhne

@Engelchen...
Nur weil Herr Buntfuß immer wieder die Dinge schreibt, die viele hier hören wollen, wird es nicht richtiger.
Peppone
01.02.2012, 19:32 Uhr
Schiff Ahoi Nussbaum,
Liebe nussbaum, bitte kaufen Sie sich mal einen neuen Kompass. Ihr alter scheint nicht mehr so richtig zu funktionieren. Vorgestern haben Sie "mir" in einem Vortrag über Verfassungsänderungen mit 51% LINKE-Partei Stimmen erklärt, wie die Welt funktioniert. Das Meiste war zwar richtig, es gab allerdings ein klitzekleines Problem, ich hatte diesen Unsinn auf den Sie sich bezogen gar nicht geschrieben sondern ein harzer_Wolf!

Und in diesem Strang brauchen Sie dem NDHler auch nicht erklären, wie VWL funktioniert, er hat hier nämlich auch nichts geschrieben!

Zum Thema und Vorschlag zur Güte:

1. Wer rechnen kann, nimmt die offiziellen Zahlen her und macht sich über die Arbeitswilligen Leute in ABM oder Ein Euro Job... sein eigenes Bild.

2. Wer wissen will, wie viele Leute nicht in richtigen Beschäftigungsverhältnissen stehen, nimmt die Zahlen der nnz.

3. Wer wissen will, dass alles den Bach runtergeht und morgen die Weltrevolution ausbricht, der nimmt die gewünschten Zahlen von rwe, Herrn Buntfuß, Engelchen...

Vielleicht hilft's ja, die Sache hier im Kommentar nicht ganz so ernst zu nehmen. ;-)
Georg
01.02.2012, 20:23 Uhr
Lieber Herr Nußbaum
Wie kommen sie auf die Idee, dass man sich mit 1,-Euro Jobs der Erwerbslosigkeit entziehen kann. Genau das Gegenteil ist der Fall. Diese Art von Beschäftigungsmaßnahemen verhindern massenhaft Neueinstellungen und sind wettbewerbschädlich.

Nach einer internen Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeit waren ALLE der untersuchten Arbeitsgelegenheiten nicht zusätzlich oder gemeinnützig. Nutznießer dieser Maßnahmen, die übrigens noch zusätzlich viel Geld kosten, sind die vielen Bildungs- und Maßnahmeträger. Für mich sind alle als Arbeitslose zu rechnen, die vom Jobcenter und Agentur für Arbeit Leistungen beziehen. Bezeichnenderweise kürzt die Bundesregierung gerade bei den Eingliederungsleistungen. Wie sollen da Einstellungen zustande kommen. An das "Jobwunder" und den Mangel an Fachkräften glaube ich nicht.
Der Rabe
01.02.2012, 20:59 Uhr
Zahlen
und Statistiken geben immer nur einen sehr theoretischen Überblick und keinen praktisch gesellschaftlichen.
Ich frage mich nur wer die Wertigkeit der persönlichen Arbeitsleistung festlegen will.

Aus wirtschaftlich kapitalistischer Sicht ist die Leistung einer Altenpflegerin gleich null, aber aus sozialer gesamtgesellschaftlicher Sicht sehr hoch zu bewerten. Die unverhältnismäßig hohen Einkommen vieler Manager, Fernsehkünstler, Sportler usw. bedeuten somit,daß jeder Normalverdiener nicht sehr viel Leistungswert hat.

Viele Fachleute verlassen jedes Jahr unser Land finanziellen Gründen.Das kann ja wohl nicht im Sinne unserer Gesellschaft sein.Ein angemessener Grundlohn würde hilfreich sein, um wieder eine gesunde Marktwirtschaft wachsen zu lassen.Minijobs,Leiharbeit und Fördermittel für Arbeitgeber auf Staatskosten haben nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun.Die Zeche für die Rettung der Banken und der verspekulierten Wirtschaft an den Börsen zahlen immer die sogenannten unteren Leistungsträger,also Arbeitnehmer.
Harzer_Wolf
02.02.2012, 08:05 Uhr
Nüchtern betrachtet
"Nüchtern betrachtet ist also ein Mindestlohn eine Aufwertung von Leistungen deren gesellschaftlicher Nutzen niedriger ist." ( Zitat @ Nussbaum )

Wer will sich den anmaßen, welcher Job einen höheren gesellschaftlichen Nutzen hat? Für mich z. B. hat der Altenpfleger, weil er dem Menschen hilft einen höheren Nutzen als der Beamte, der für die Knöllchenverteilung zuständig ist. Und nun überprüfen wir mal die Löhne der Beiden!

Sie denken übrigens nicht weit genug. Selbst wenn es so wäre, wie Sie sagen, dann vergessen Sie das ein Lohn der unter dem Mindestlohn liegt in der Regel mit zusätzlichen Hartz 4 - Leistungen aufgestockt wird. Und wer bezahlt diese? natürlich der Steuerzahler. Ob das sinnvoll ist? Oder ob man Steuergelder lieber für andere Sachen nutzen sollte?
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