Do, 15:18 Uhr
29.12.2011
nnz-doku: Grüße zum Jahreswechsel (1)
Der Wechsel in ein neues Jahr steht unmittelbar bevor. Das ist dann immer die Zeit der Politiker aller Ebenen, einige Worte an die Bürger zu richten. Los geht es mit dem Bürgermeister einer Südharz-Gemeinde...
Wenn wir in diesen Tagen und Wochen die letzten zwölf Monate in Gedanken an uns vorüberziehen lassen, kommt uns vieles in den Sinn: Anregende und aufregende Zeiten liegen hinter uns, Geschehnisse voller Dramatik und Tragik bestimmten die Tage, Gutes und Schlimmes lag – wie oft im Leben – nahe beieinander.
Bei vielen Menschen sind die Zweifel gewachsen. Zweifel daran, ob alles "Machbare" auch richtig und sinnvoll ist. Ob es notwendig ist, stets nur auf Zuwachs zu setzen. Ob uns jeglicher Fortschritt weiterbringt, ob es manchmal nicht nur vermeintlich ein Fortschritt ist, wenn wir stets den Maßstab des "Weiter, Größer, Mehr" gelten lassen. Deshalb fragen sich immer mehr Menschen, ob es nicht erstrebenswert wäre, sich auf die Werte zu besinnen, die das Zusammenleben für uns alle menschlicher und damit im besten Sinn wertvoller machen. Weniger Eigensinn und mehr Verantwortung und Stärkung des Gemeinsinns könnte ein Weg sein, um dieses Ziel zu erreichen.
Deshalb müssen wir unseren Blick dorthin lenken, wo unser Einsatz und unser Engagement dringend gebraucht werden. Dorthin, wo wir klar und unmissverständlich erkennen, was wir mit unseren Möglichkeiten erreichen können. Und das ist nicht wenig. Manchmal sind es Menschen in unserer nächsten Umgebung, die wir allzu leicht übersehen, deren Not und Hilfsbedürftigkeit wir vielleicht auch gar nicht sehen wollen. Denn es ist nicht immer ganz einfach dort anzupacken, wo wir persönlich gefordert sind, wo wir vielleicht auch Mut und Standfestigkeit zeigen müssen, sich für eine Sache einzusetzen.
Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass Solidarität und Verantwortungsbereitschaft keine Fremdwörter in unserer Stadt sind. Gerade hier gibt es immer wieder erfreuliche Beispiele gelebter nachbarschaftlicher Hilfen. Nicht nur Organisationen fühlen sich zur Hilfe aufgerufen. Auch Einzelpersonen packen mit an, wenn es darum geht, Mitmenschen beizustehen.
Respekt und Dankbarkeit gebührt all denen, die den Zusammenhalt in unserer Stadt stärken und sich dafür einsetzen. Dazu gehören die Vereine, Organisationen, Kirchengemeinden, Pflegeeinrichtungen und auch die Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen zu ermuntern, ihr Schicksal zu meistern und selbst in die Hand zu nehmen. Sie alle tragen zu einem lebendigen Miteinander bei, ohne das eine Gesellschaft nicht auskommt.
Lassen Sie mich daher zu Beginn des neuen Jahres ein Dankeschön an alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt richten, die zu dieser Gemeinschaft ihren Teil beitragen. An alle, die nicht fragen, was ihre Stadt und ihr Land für sie tut, sondern für die im Vordergrund ihres Handelns steht, was sie für das Gemeinwesen tun können.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen den notwendigen Optimismus, vor allem Gesundheit sowie auch Glück für das neue vor uns liegende Jahr.
Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Gemeinde Ellrich
Autor: nnzWenn wir in diesen Tagen und Wochen die letzten zwölf Monate in Gedanken an uns vorüberziehen lassen, kommt uns vieles in den Sinn: Anregende und aufregende Zeiten liegen hinter uns, Geschehnisse voller Dramatik und Tragik bestimmten die Tage, Gutes und Schlimmes lag – wie oft im Leben – nahe beieinander.
Bei vielen Menschen sind die Zweifel gewachsen. Zweifel daran, ob alles "Machbare" auch richtig und sinnvoll ist. Ob es notwendig ist, stets nur auf Zuwachs zu setzen. Ob uns jeglicher Fortschritt weiterbringt, ob es manchmal nicht nur vermeintlich ein Fortschritt ist, wenn wir stets den Maßstab des "Weiter, Größer, Mehr" gelten lassen. Deshalb fragen sich immer mehr Menschen, ob es nicht erstrebenswert wäre, sich auf die Werte zu besinnen, die das Zusammenleben für uns alle menschlicher und damit im besten Sinn wertvoller machen. Weniger Eigensinn und mehr Verantwortung und Stärkung des Gemeinsinns könnte ein Weg sein, um dieses Ziel zu erreichen.
Deshalb müssen wir unseren Blick dorthin lenken, wo unser Einsatz und unser Engagement dringend gebraucht werden. Dorthin, wo wir klar und unmissverständlich erkennen, was wir mit unseren Möglichkeiten erreichen können. Und das ist nicht wenig. Manchmal sind es Menschen in unserer nächsten Umgebung, die wir allzu leicht übersehen, deren Not und Hilfsbedürftigkeit wir vielleicht auch gar nicht sehen wollen. Denn es ist nicht immer ganz einfach dort anzupacken, wo wir persönlich gefordert sind, wo wir vielleicht auch Mut und Standfestigkeit zeigen müssen, sich für eine Sache einzusetzen.
Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass Solidarität und Verantwortungsbereitschaft keine Fremdwörter in unserer Stadt sind. Gerade hier gibt es immer wieder erfreuliche Beispiele gelebter nachbarschaftlicher Hilfen. Nicht nur Organisationen fühlen sich zur Hilfe aufgerufen. Auch Einzelpersonen packen mit an, wenn es darum geht, Mitmenschen beizustehen.
Respekt und Dankbarkeit gebührt all denen, die den Zusammenhalt in unserer Stadt stärken und sich dafür einsetzen. Dazu gehören die Vereine, Organisationen, Kirchengemeinden, Pflegeeinrichtungen und auch die Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen zu ermuntern, ihr Schicksal zu meistern und selbst in die Hand zu nehmen. Sie alle tragen zu einem lebendigen Miteinander bei, ohne das eine Gesellschaft nicht auskommt.
Lassen Sie mich daher zu Beginn des neuen Jahres ein Dankeschön an alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt richten, die zu dieser Gemeinschaft ihren Teil beitragen. An alle, die nicht fragen, was ihre Stadt und ihr Land für sie tut, sondern für die im Vordergrund ihres Handelns steht, was sie für das Gemeinwesen tun können.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen den notwendigen Optimismus, vor allem Gesundheit sowie auch Glück für das neue vor uns liegende Jahr.
Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Gemeinde Ellrich

