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Fr, 10:50 Uhr
16.12.2011

Schwerer Brocken

Heute war es endlich soweit. Nach Tagen des Ausbaus und des Umbau wurde heute der neue Magnet Resonanz Tomograf (MRT) am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus angeliefert. Wir haben für Sie die letzten Meter einer Reise des sechs Tonnen schweren Koloss begleitet...

Neuer MRT (Foto: privat) Neuer MRT (Foto: privat)

Für den Chefarzt der Radiologischen Klinik am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus ist es eine der wichtigsten Investitionen der letzten zehn Jahre. Privatdozent Dr. med. Ansgar Malich meint damit die Anschaffung eines neuen Magnet Resonanz Tomograph (MRT). Das neue Gerät wird nicht nur das bisherige aus dem Jahr 1999 ablösen, es wird das Krankenhaus auch in die Lage versetzen, noch schneller und noch präziser die notwendigen Diagnosen und Analysen vorzunehmen. Eine verbesserte Ganzkörper-Bildgebung soll zum Beispiel die Suche nach Metastasen vereinfachen oder den Orthopäden und Neurochirurgen eine noch besseren Arbeit im Sinne der Patienten ermöglichen.

Der neue Magnet Resonanz Tomograph hatte aber auch die Techniker des Krankenhauses vor eine enorme Herausforderung gestellt. Wog der bisherige MRT schon drei Tonnen, so hat sich das Gewicht des “Neuen”, der heute angeliefert wurde, schlicht und ergreifend verdoppelt. Diese sechs Tonnen mussten zur Radiologie im Erdgeschoss transportiert und dort als Ganzes eingebaut werden. Zuvor wurde das alte Gerät, für das der Wartungsvertrag seitens des Herstellers abgelaufen war, ausgebaut.

nnz-tv hatte darüber berichtet.

Der Einbau des sechs Tonnen schweren Gerätes musste logistisch und bautechnisch bis ins kleinste Detail vorbereitet werden. Da wurden Türen und Wände ausgebaut. Die Böden der Transportwege mussten von unten her statisch abgestützt werden. Dazu wurden im Keller Träger eingebaut.

Allein die Umbaukosten beliefen sich nach Angaben von Geschäftsführer Guido Hage auf rund 200.000 Euro. Insgesamt wird der neue MRT eine Investition von etwa zwei Millionen Euro sein. Eine Investition, die vor rund einem Jahr ihren Anfang nahm. Da nahm Dr. Ansgar Malich am weltgrößten Röntgenkongress in Chicago teil, wo auch dieser MRT seine Weltpremiere erlebte.
Nun, knapp ein Jahr später, wird dieses High-End-Gerät, von dem es in Thüringen kein Zweites gibt, nach Nordhausen kommen. Mehr Geld kann das Krankenhaus in der Rolandstadt dadurch nicht bei den Krankenkassen geltend machen. Wohl aber ist es dann ein Referenzzentrum für die Mama-, die Prostata- und die Ganzkörperdiagnostik in Deutschland. Und das im Sinne der Patienten.
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
MRT "unterwegs" (Foto: privat)
Autor: nnz

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