Mo, 17:15 Uhr
26.02.2001
Deusa: Gespräche in Erfurt ergebnislos verlaufen
Bleicherode (nnz). Die unmittelbare Zukunft Deusa Solbergwerke und Aufbereitungs GmbH hängt an einem seidenen Faden. Noch einmal hat Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster morgen zu einem Gespräch nach Erfurt eingeladen. Wie der Deusa-Insolvenzverwalter Carsten Bloss der nnz sagte, sollen dann auch Vertreter der Deutschen Verkehrsbank (DVB) und des Übernahmeinteressenten aus Lübeck mit am Tisch sitzen. Kurzfristig habe auch das Bundeskanzleramt seine Bereitschaft zur Gesprächsteilnahme zugesagt. Nach Aussagen von Bloss gebe es von vielen Seiten Unterstützung für die Rettung der Deusa, aber nicht von allen Seiten. Der Dreh- und Angelpunkt wird die Reaktion der DVB sein. Sie allein habe es in der Hand, über die Zukunft der mehr als 100 Mitarbeiter zu entscheiden. Sollten Vertreter der DVB morgen nicht erscheinen oder ihre starre Haltung nicht aufgeben, dann werde Carsten Bloss morgen in Bleicherode "zu machen". Ob dann noch einmal die Produktion wieder angefahren werden könne, sei vom jetzigen Standpunkt aus betrachtet eher ungewiß.
Natürlich sei die bisherige Wirtschaftsbilanz der Deusa nicht gerade erbauend. Wenn allerdings eine weitere Kaverne unter Tage aufgemacht werden könne, dann sieht Bloss in nicht allzu ferner Zukunft den Betrieb in eine rentable Zone laufen. Umsätze von 30 bis 35 Millionen Mark jährlich seien zu erwirtschaften, wobei sich die Kosten nur unwesentlich erhöhen würden. Alles hängt also morgen von der DVB ab.
Autor: psgNatürlich sei die bisherige Wirtschaftsbilanz der Deusa nicht gerade erbauend. Wenn allerdings eine weitere Kaverne unter Tage aufgemacht werden könne, dann sieht Bloss in nicht allzu ferner Zukunft den Betrieb in eine rentable Zone laufen. Umsätze von 30 bis 35 Millionen Mark jährlich seien zu erwirtschaften, wobei sich die Kosten nur unwesentlich erhöhen würden. Alles hängt also morgen von der DVB ab.


