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So, 08:03 Uhr
21.09.2003

Uhr abgebaut und vergessen

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte gestern bereits ausführlich über den BahnTag in Nordhausen berichtet. Das gab es nicht nur Spiel und Spaß, sondern auch ernsthafte Fragen zur Zukunft der Bahn allgemein und im Südharz im Speziellen.


Die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" nahm den BahnTag zum Anlass in einem 30minütigen Gespräch mit dem Thüringer Konzernbevollmächtigten Gerold Brehm die Wünsche der Südharzer in Sachen Bahn zu verdeutlichen. Neben den Wünschen in Nordhausen am Bahnsteig 1 eine Bahnhofsuhr zu installieren, wurde in einer Ortsbegehung auch über den nicht dem Stand der Zeit entsprechenden Bahnsteig 5 gesprochen. Auf dem abgelegenen Bahnsteig, auf dem ein Teil der Züge von der Südharzstrecke verkehren, ist weder ein Unterstand noch ebener Bahnsteig vorhanden, so dass Trolleys leicht umkippen können oder für Reisende auch Sturzgefahr besteht.

Hier schlägt die Initiative den Halt der Züge in/aus Richtung Northeim am gegenüberliegenden Gleis des Bahnsteigs 1 vor. "Der Bahnsteig 1 ist in einem Topzustand und außerdem durchgängig überdacht, so dass ein negatives Bahnhofsimage erst gar nicht entstehen kann." betonte der Sprecher der Initiative Burkhard Breme. Dies sah der Konzernbevollmächtigte Gerold Brehm ähnlich und will der Sache nach gehen, kann jedoch vorab keine konkreten Zusagen machen. Bis zum Ende des Jahres versprach Bahnhofsmanager Udo Markewitz wieder eine Bahnhofsuhr auf Bahnsteig 1 zu installieren, die im Rahmen der umfangreichen Erneuerungsarbeiten abgebaut werden musste.

Den geforderten durchgängigen Zügen zwischen Saalfeld - Nordhausen - Northeim steht der Konzernbevollmächtigte ebenfalls positiv gegenüber, jedoch fehlen in einigen Streckenabschnitten südlich von Erfurt noch Fahrzeitreserven, die einen stabilen Fahrplan zulassen würden. Hier sei die DB Netz AG ebenso gefordert, wie auf dem Abschnitt Halle - Nordhausen - Kassel. Für die Sanierung des Streckenabschnitts zwischen Walkenried und Ellrich müssten nach Angaben von Brehm durch den abgeschlossenen 10 Jahresvertrag in Niedersachsen ausreichend Mittel zur Verfügung stehen und er verwies auf die Zusagen von DB Netz anlässlich der Streckenbereisung im Frühjahr dieses Jahres.

In einem weiteren Gespräch mit dem Sprecher des Verkehrsbetriebes Thüringen der DB Regio AG, Volker Wente, und dem Nordhäuser Stadtrat Andreas Wieninger wurde von der Initiative erneut der Wunsch nach durchgehenden Verbindungen Saalfeld - Nordhausen - Northeim geäußert. Hier sieht Volker Wente durch Umlaufprobleme und andere Hauptverkehrsströme keine Notwendigkeit. Andreas Wieninger und der Sprecher der Initiative, Burkhard Breme, können die Begründung nicht nachvollziehen und fordern die Einführung durchgehender Züge zum Fahrplanwechsel im Dezember 2003. "Mit umsteigefreien Verbindungen werden auch Besucher aus dem südlichen Thüringen zum Besuch der Landesgartenschau in Nordhausen gewonnen." versicherte die Initiative abschließend.
Autor: nnz

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