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Mi, 10:09 Uhr
30.11.2011

Das Beste seit 20 Jahren

Der positive Trend am Arbeitsmarkt hat sich im November fortgesetzt. Nordthüringen weist mit 8,6 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, seit 20 Jahren auf. Hier die Einzelheiten...

Arbeitslosenquote November 2011 (Foto: wirsinds) Arbeitslosenquote November 2011 (Foto: wirsinds)

Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ging noch einmal deutlich zurück. Agenturchef Karsten Froböse: „Die gute wirtschaftliche Entwicklung stimmt positiv, wird aber in den nächsten Wochen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht verhindern können“, meint der Arbeitsmarktexperte mit Blick auf die bevorstehenden Wintermonate. Dennoch sei die Startposition in die kalte Jahreszeit günstiger als im vergangenen Jahr.

Den Unternehmen, die von der winterlichen Schlechtwetterperiode betroffen sind, rät Froböse zur Überbrückung durch das bekannte Saison-Kurzarbeitergeld ab Dezember. Nach seiner Meinung müsse man jede verfügbare Gelegenheit nutzen, um an qualifiziertem Personal festzuhalten. Das erspare die Suche nach Fachleuten im Frühjahr. Die Konkurrenz habe inzwischen auf gute Leute ein wachsames Auge, so der Agenturchef.

Ende November waren bei der Nordhäuser Arbeitsagentur 12.456 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent lag um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Oktober. Im Vorjahr lag die Quote bei 9 Prozent. Unternehmen halten an ihren qualifizierten Mitarbeitern fest. Die Arbeitslosmeldungen aus dem ersten Arbeitsmarkt gingen, verglichen zum Vorjahr, um knapp 11 Prozent zurück.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sank mit 892 erstmals auf unter 900. Gegenüber Oktober war das ein Rückgang um 8 Prozent, zum Vorjahr um über 20 Prozent.

Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,7 Prozent, 0,9 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Die Chancen auf eine Beschäftigung sind für Jugendliche weiterhin gut. „Die Wirtschaft sucht in vielen Branchen Fachpersonal. In den Metallbereichen hat sich die Zahl der freien Stellen in den letzten zwölf Monaten sogar mehr als verdoppelt“, so der Agenturchef.

Die Arbeitslosigkeit ging infolge stabiler Konjunkturlage im November leicht zurück. Einen wichtigen Einfluss auf die Arbeitslosigkeit übt weiterhin die Förderung durch Agentur und Jobcenter aus. Im letzten Monat erhielten 5.000 Personen Unterstützung bei Selbständigkeit und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt und im Rahmen beruflicher Weiterbildung, über 2.500 weniger als vor zwölf Monaten. Nach Aussage der Nordhäuser Arbeitsagentur sei auch im kommenden Jahr mit einem weiteren Rückgang von Förderungen zu rechnen.

Hintergrund sind politische Beschlüsse zum Mitteleinsatz bei den Arbeitsmarktinstrumenten, insbesondere in den Jobcentern. Während vor einem Jahr noch rund 2.700 Personen einem sogenannten 1-Euro-Job nach gingen, so sind es inzwischen nur noch knapp 1.300. Könne man die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr auf dem jetzigen Niveau halten, wäre dies aus Sicht von Karsten Froböse bei weiter sinkenden Förderungen bereits ein Erfolg.

Fast 500 sozialversicherungspflichtige Stellen sind in den letzten vier Wochen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden, 11 Prozent mehr als im Oktober und knapp 5 Prozent mehr als im November 2010. Damit stehen derzeit mehr als 1.100 Stellen zur Besetzung an, 95 Prozent sind versicherungspflichtig. Über 500 Stellen kommen aus den Produktions- und Fertigungsbereichen, rund 170 Jobs sind in der Metallverarbeitung, knapp 90 freie Stellen davon im Elektrobereich angesiedelt. Weiterhin gute Chancen bestehen in Verkehr und Logistikbereichen sowie in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Immer mehr Unternehmen benötigen Fachkräfte in Folge altersbedingten Ersatzbedarfes.

Der Blick in die Landkreise

Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November um 31 auf 4.160 Personen verringert. Das waren 53 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im November 9,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,0%. Dabei meldeten sich 931 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 111 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 960 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-175).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 11.437 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 2.396 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 11.726 Abmeldungen von Arbeitslosen (-3.574). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im November um 10 Stellen auf 297 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 106 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im November 171 neue Arbeitsstellen, 28 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.980 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 245.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von Oktober auf November geringfügig um 23 auf 4.924 Personen gestiegen. Das waren 119 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im November 11,9%; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,8%. Dabei meldeten sich 1.055 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 154 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.037 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-97).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 11.935 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 2.269 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 12.416 Abmeldungen von Arbeitslosen (-2.952). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im November um 6 Stellen auf 293 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 65 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im November 140 neue Arbeitsstellen, 18 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.715 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 231.
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
30.11.2011, 12:36 Uhr
Und täglich ( monatlich ) grüßt das Murmeltier !
Ob die Damen und Herren selbst ihrer Statistik glauben?
Janko
30.11.2011, 17:11 Uhr
und monatlich grüßt das murmeltier...
...weil jeden monat derselbe kommentar kommt.

glashaus, steine, etc pp.
wonne
30.11.2011, 17:51 Uhr
Seltsam ??
Fachkräftemangel vor allem im Gesundheitswesen ???
Ich frage mich warum unsere Kinder trotz gutem abgeschlossenem Fachschulstudium + Fachhochschulreife keinen Arbeitzsplatz bekommen?
Sind Sie mit mitte 20 schon Überqualifiziert und für die Arbeitswelt zu teuer ??
Doerfler
30.11.2011, 20:47 Uhr
Jetzt meine Frage...
...wieviel von den 31 Personen im LK NDH sind in Rente, wieviel davon in Hartz IV und wieviel davon wirklich in Arbeit gekommen ?
Darüber sagt diese Pseudostatistik nämlich überhaupt nichts. Nach der Statistik kochen auch 100% aller Hausfrauen mit Wasser.

Diese alberne Selbstbeweihräucherung weil es angeblich aufwärts geht und das Gejammere bzgl. fehlender Fachkräfte können die Herrschaften sich schenken -
zu Weihnachten oder so...
Retupmoc
01.12.2011, 08:01 Uhr
Jedes Murmeltier
kann besser rechnen @ Janko. Und es grüßt mit dem Kommentar genauso oft, wie die geschönte Statistik erscheint. @ Doerfler hat mit seinen Fragen doch recht! Ich habe dazu auch noch Fragen, zum Beispiel: Wieviel Personen befinden sich zur Zeit in einer Trainingsmaßnahme und werden deshalb nicht in der Statistik geführt? Wieviel Personen sind bei einem privaten Vermittler und werden nicht in der Statistik geführt? Wieviel Personen sind zur Zeit erkrankt und werden nicht in der Statistik geführt? Die Fragen könnte man weiter ausdehnen!
Herr Taft
01.12.2011, 08:37 Uhr
Mythos Überqualifikation
Gibt es tatsächlich ein Zuviel an Qualifikation ? Den größten Anteil der Arbeitslosen bilden doch Geringqualifizierte, Schulabbrecher und Menschen ohne Ausbildung. Vielleicht kann sich ja hier mal ein Arbeitgeber oder das Amt äußern: Ist es tatsächlich so, dass Stellen nicht besetzt werden können, weil die Bewerber zu HOCH qualifiziert sind ? Ist doch genauso, als würde man behaupten, dass man mit einem Porsche nicht Schritttempo fahren könne....

Ich denke, häufig ist Überqualifikation nur eine (nette) Ausrede um einen Bewerber abzulehnen, ohne ihn persönlich anzugreifen.
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