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Sa, 13:01 Uhr
20.09.2003

Die Bahn verbindet

Nordhausen (nnz). Unter diesem Motto hat heute die Deutsche Bahn AG zum dritten Thüringer Bahntag nach Nordhausen eingeladen. Und schon am Vormittag kamen viele Menschen auf den Bahnhofsplatz und auf das Bahnhofsgelände. Die nnz hatte sich das Treiben angesehen.


Aufgebaut Es ist bei weitem nicht alles eitel Sonnenschein, was die Menschen mit der Bahn verbindet. Erst gestern hatte ein nnz-Leser wieder viele „wunderbare Abenteuer“ mit der Bahn auf dem Weg von Münster nach Nordhausen. Zu den „regulären“ sechs Stunden Bahnfahrt, kamen noch einmal 50 Minuten Verspätung und 47 Euro „Fahrgeld“ hinzu. Doch all das sollte heute in Nordhausen nicht im Vordergrund stehen. Dafür präsentierte sich das Unternehmen in Spendierlaune und zog im punkto Marketing viele Register.

Musik, Unterhaltung und Show auf der Bühne, ein Glücksrad, ein Gewinnspiel, Modellbahnen, richtige große Bahnen, der Blick in ein Stellwerk und natürlich Gastronomie – all das sollte heute Vertrauen schaffen in die Bahn, für die Nordhausen ein wichtiger Knotenpunkt in Nordthüringen sei, wie es ein Konzerbevollmächtigter am Vormittag aussprach. Und um Nordhausen noch ein kleines Bonbon hinzuwerfen, wurde denn auch stolz verkündet, dass im kommenden Jahr ein ICE auf den Namen der Rolandstadt getauft werden soll. Das den Nebenstrecken, die nicht mehr rentable sind, kein sonderlich großes Augenmerk geschenkt wird und dass Leistungen im Regionalverkehr gekürzt werden, das kam in den offiziellen Verlautbarungen nicht zur Sprache.

Wir machen das Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz brachte es mit einem Nebensatz auf den Punkt: Er hob in seinen Grußworten hervor, dass sich die Attraktivität den Knotens Nordhausen durch den Halt des InterConnex wesentlich verbessert hatte. Auch hier gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Die Bahn verbindet – heute jedenfalls verband sie viele Generationen. Während bei den Modellbahnen oder am Glücksrad die Kinderaugen leuchteten, konnten sich Väter oder Großväter bei den großen Loks oder im Stellwerk richtig satt sehen. Die meisten der Besucher hatten einen schönen Vor- oder Nachmittag mit der Bahn verbracht. Nach Hause fuhren sie dann allerdings mit der Auto oder mit der Straßenbahn. Die Stadtwerke hatten sich jedenfalls auch ordentlich aufgebaut, die kleine Bahn in Nordhausen zeigte sich wie sie auch im „richtigen Leben“ ist: Serviceorientiert und kundenfreundlich.
Die nnz wird auch eine Bildergalerie zum Bahntag ins Netz stellen.
Autor: nnz

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