Mo, 09:32 Uhr
28.11.2011
Rostek und das Kulturhaus
Das Kulturhaus Bleicherode ist nach dem Theater Nordhausen kulturelles Zentrum des Landkreises Nordhausen. Dies soll auch so bleiben. Mit diesen Worten begann der Vorsitzende des Fördervereins Kulturhaus Bleicherode, Heinz-Dieter Kerl, seinen diesjährigen Rechenschaftsbericht. Und da gab es viel Positives zu berichten. Es gab aber auch Kritik an diesem Abend...
Bilanz gezogen (Foto: privat)
Da er oft von Bleicheröder Bürgern bezüglich des Kulturhauses angesprochen wurde, informierte er darüber, dass der Zweck des Fördervereins Kulturhaus Bleicherode die Beschaffung von Mitteln zur Förderung der Kunst und Kultur durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Der Förderverein kann nur investieren bzw. unterstützen wenn die Maßnahme gemeinnützig ist.
Dem Förderverein gehören neben Heinz-Dieter Kerl auch Dr. Uwe Landsiedel, Jörg Lorenz, Stefan Wichmann, Heidi Hirschfeld, Peter Weinert, Gudrun Bartl und Wilfried Guder an. Sehr positiv bewertete er die Bereitschaft der Bürger von Bleicherode, sich aktiv an der Erhaltung des Hauses zu beteiligen. Die große Spendenbereitschaft kann man daran erkennen, dass sogar eine zweite Spenderwand angebracht wurde, an der Spender gewürdigt werden, die im Laufe eines Jahres mindestens 500 Euro für die Sanierung des Kulturhauses auf das Spendenkonto eingezahlt haben.
Der Vorstand des Fördervereins tagte seit der letzten Mitgliederversammlung im März 2010 achtzehn Mal. In diesen Sitzungen wurde über verschiedene Projekte beraten und diese angeschoben. Die Abluftanlage über der Bühne wurde teilerneuert und wieder in Betrieb genommen. Viel Zeit wurde in die Planung und Finanzierung des barrierefreien Zugangs zum Kulturhaus und der Einbau eines rollstuhlgerechten WC` s mit rollstuhlgerechtem Eingang investiert.
Die veranschlagten Baukosten dafür betragen 32.600 Euro. Die Herstellungskosten wurden mit 5.000 Euro gefördert durch den Beauftragten für Menschen mit Behinderung beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. Eine weitere Förderung für dieses Projekt in Höhe von 8.350 Euro erhielt der Verein vom Thüringer Ministerium Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Vom Förderverein wurde auch ein Gutachten über den Zustand des Denkmals "Krieg und Frieden" in Auftrag gegeben. Die Kosten sind durch eine sachbezogene Spende getragen worden. Um die Qualität der Tonübertragungen zu verbessern, wurde durch den Förderverein ein neues Mischpult mit Transportkiste angeschafft. Vereinssitzungen können jetzt in dem neu geschaffenen Vereinsraum im 1. Obergeschoss stattfinden. Auch von anderen Vereinen wird dieser schöne und zweckmäßige Raum gut angenommen. Desweiteren wurden neue Tische, Grafiken die das alte Bleicherode darstellen und Trennwände angeschafft.
Diskussionen über die Namensgebung und den Schriftzug der Außenwerbung aus Haus zogen sich über mehrere Sitzungen hin, obwohl der Förderverein dafür nicht zuständig ist, sondern die Stadt Bleicherode als Eigentümer. Der Förderverein hat diesbezüglich eine Empfehlung bei der Stadtverwaltung eingereicht. Leider musste Kerl auch Negatives berichten. Die beantragten Lottomittel wurden nicht bewilligt. Ein Antrag an die Aktion Mensch wurde deswegen abgelehnt, weil der Förderverein nicht Eigentümer des Kulturhauses ist. Die Eigenanteile an den geförderten Projekten konnten durch Vereinsbeitrag und Spenden abgesichert werden.
Der Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2010 wurde durch den Schatzmeister des Vereins, Stefan Wichmann, erläutert. Insgesamt wurden im Kalenderjahr 2010 Einnahmen in Höhe von 20.162,28 Euro erzielt. Den Einnahmen stehen Ausgaben in Höhe von 23.299,35 Euro entgegen. Der Vorstand des Fördervereins hofft, dass die Spendenbereitschaft in den kommenden Jahren nicht abreißt, so dass weitere Investitionen vollzogen werden können. Sein Dank ging nochmals an alle Mitglieder und Spender. Die durch externe Prüfer durchgeführte Kassenprüfung ergab, dass alle Kontenbewegungen in Ordnung waren. Durch diese wurde die Empfehlung gegeben, dass der Vorstand entlastet wird.
Bürgermeister Frank Rostek (CDU) hatte dann Gelegenheit, die gegenwärtig erfreuliche Gesamtsituation der Sanierung des Kulturhauses in einer Präsentation darzustellen. Anfangs erinnerte er an den schlimmen Zustand des Kulturhauses vor fast 3 Jahren, als der Förderverein in Gründung war. Es musste etwas geschehen, um das Haus zu erhalten. Trotz der äußerst schwierigen Situation und der angespannten Haushaltslage wurde das Vorhaben Kulturhaus in Angriff genommen. Er dankte allen, die ihren Beitrag zur Sanierung des Hauses leisten und es aber auch mit Leben erfüllen. Die Dacherneuerung ist nun abgeschlossen. Die Dachform wurde aus architektonischen Gründen dem Urzustand angepasst.
Sieben Fremdenzimmer (Appartements) wurden in der Planung berücksichtigt. Die hofseitige Rückwand musste mittels einer Holzfachwerkwand mit Ziegelausmauerung erneuert werden. Im Verlaufe der Arbeiten mussten immer wieder Leistungen mit durchgeführt werden, die eigentlich in späteren Bauabschnitten in Angriff genommen werden sollten. Auch die Erneuerung der gesamten Fenster, welche wieder Rundbögen erhielten und die Fassadensanierung mit Wärmedämmung sind zum Abschluss gebracht worden.
Weitere Maßnahmen sind derzeit das Herrichten einer Behindertentoilette und die Montage einer Liftanlage, welche den Zugang von der Brückenstraße ins Foyer im Erdgeschoss ermöglicht. Während der gesamten Bauphase wurde die Elektroanlage, die Antennenanlage, die Heizungs- und Sanitäranlage in den berührten Bereichen erneuert.
Die Gesamtinvestition der bisherigen drei Bauabschnitte betrug bisher 674.000 €, aus der Städtebauförderung kamen 300.000 Euro, die bereitgestellten Konjunkturmittel betrugen 168.000 Euro und die Stadt Bleicherode steuerte 206.000 Euro bei. Die Umsetzung des 4. Bauabschnittes ist trotz finanzieller Probleme das nächste Ziel. Helle, freundliche Gasträume, gute Speisen, ein erneuerter Thekenbereich und schöne Vereinszimmer sollen künftig mehr Gäste als bisher in das Haus holen. Der Bürgermeister dankte dem Vorstand und dem Verein als einen der besten und effektivsten der Stadt und wünschte viel Kraft für die noch ausstehenden Arbeiten. Vorstandsmitglied und Versammlungsleiter Jörg Lorenz war sehr erfreut über das große Lob des Bürgermeisters. Gleichzeitig führte er an, dass der Verein sich für die Bürger und die Stadt bemüht.
Abschließende kritisierte Frank Rostek die derzeitige Finanzpolitik des Landes Thüringen. Wir kämpfen darum, dass die finanziellen Mittel für die Kommunen nicht beschränkt werden, so Frank Rostek, und weiter ich binde mein Amt als Bürgermeister von Bleicherode an den Fortbestand dieses Hauses. Diese klare Aussage fand die Zustimmung und die Anerkennung der Vereinsmitglieder und Gäste.
Autor: nnz
Bilanz gezogen (Foto: privat)
Da er oft von Bleicheröder Bürgern bezüglich des Kulturhauses angesprochen wurde, informierte er darüber, dass der Zweck des Fördervereins Kulturhaus Bleicherode die Beschaffung von Mitteln zur Förderung der Kunst und Kultur durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Der Förderverein kann nur investieren bzw. unterstützen wenn die Maßnahme gemeinnützig ist. Dem Förderverein gehören neben Heinz-Dieter Kerl auch Dr. Uwe Landsiedel, Jörg Lorenz, Stefan Wichmann, Heidi Hirschfeld, Peter Weinert, Gudrun Bartl und Wilfried Guder an. Sehr positiv bewertete er die Bereitschaft der Bürger von Bleicherode, sich aktiv an der Erhaltung des Hauses zu beteiligen. Die große Spendenbereitschaft kann man daran erkennen, dass sogar eine zweite Spenderwand angebracht wurde, an der Spender gewürdigt werden, die im Laufe eines Jahres mindestens 500 Euro für die Sanierung des Kulturhauses auf das Spendenkonto eingezahlt haben.
Der Vorstand des Fördervereins tagte seit der letzten Mitgliederversammlung im März 2010 achtzehn Mal. In diesen Sitzungen wurde über verschiedene Projekte beraten und diese angeschoben. Die Abluftanlage über der Bühne wurde teilerneuert und wieder in Betrieb genommen. Viel Zeit wurde in die Planung und Finanzierung des barrierefreien Zugangs zum Kulturhaus und der Einbau eines rollstuhlgerechten WC` s mit rollstuhlgerechtem Eingang investiert.
Die veranschlagten Baukosten dafür betragen 32.600 Euro. Die Herstellungskosten wurden mit 5.000 Euro gefördert durch den Beauftragten für Menschen mit Behinderung beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. Eine weitere Förderung für dieses Projekt in Höhe von 8.350 Euro erhielt der Verein vom Thüringer Ministerium Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Vom Förderverein wurde auch ein Gutachten über den Zustand des Denkmals "Krieg und Frieden" in Auftrag gegeben. Die Kosten sind durch eine sachbezogene Spende getragen worden. Um die Qualität der Tonübertragungen zu verbessern, wurde durch den Förderverein ein neues Mischpult mit Transportkiste angeschafft. Vereinssitzungen können jetzt in dem neu geschaffenen Vereinsraum im 1. Obergeschoss stattfinden. Auch von anderen Vereinen wird dieser schöne und zweckmäßige Raum gut angenommen. Desweiteren wurden neue Tische, Grafiken die das alte Bleicherode darstellen und Trennwände angeschafft.
Diskussionen über die Namensgebung und den Schriftzug der Außenwerbung aus Haus zogen sich über mehrere Sitzungen hin, obwohl der Förderverein dafür nicht zuständig ist, sondern die Stadt Bleicherode als Eigentümer. Der Förderverein hat diesbezüglich eine Empfehlung bei der Stadtverwaltung eingereicht. Leider musste Kerl auch Negatives berichten. Die beantragten Lottomittel wurden nicht bewilligt. Ein Antrag an die Aktion Mensch wurde deswegen abgelehnt, weil der Förderverein nicht Eigentümer des Kulturhauses ist. Die Eigenanteile an den geförderten Projekten konnten durch Vereinsbeitrag und Spenden abgesichert werden.
Der Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2010 wurde durch den Schatzmeister des Vereins, Stefan Wichmann, erläutert. Insgesamt wurden im Kalenderjahr 2010 Einnahmen in Höhe von 20.162,28 Euro erzielt. Den Einnahmen stehen Ausgaben in Höhe von 23.299,35 Euro entgegen. Der Vorstand des Fördervereins hofft, dass die Spendenbereitschaft in den kommenden Jahren nicht abreißt, so dass weitere Investitionen vollzogen werden können. Sein Dank ging nochmals an alle Mitglieder und Spender. Die durch externe Prüfer durchgeführte Kassenprüfung ergab, dass alle Kontenbewegungen in Ordnung waren. Durch diese wurde die Empfehlung gegeben, dass der Vorstand entlastet wird.
Bürgermeister Frank Rostek (CDU) hatte dann Gelegenheit, die gegenwärtig erfreuliche Gesamtsituation der Sanierung des Kulturhauses in einer Präsentation darzustellen. Anfangs erinnerte er an den schlimmen Zustand des Kulturhauses vor fast 3 Jahren, als der Förderverein in Gründung war. Es musste etwas geschehen, um das Haus zu erhalten. Trotz der äußerst schwierigen Situation und der angespannten Haushaltslage wurde das Vorhaben Kulturhaus in Angriff genommen. Er dankte allen, die ihren Beitrag zur Sanierung des Hauses leisten und es aber auch mit Leben erfüllen. Die Dacherneuerung ist nun abgeschlossen. Die Dachform wurde aus architektonischen Gründen dem Urzustand angepasst.
Sieben Fremdenzimmer (Appartements) wurden in der Planung berücksichtigt. Die hofseitige Rückwand musste mittels einer Holzfachwerkwand mit Ziegelausmauerung erneuert werden. Im Verlaufe der Arbeiten mussten immer wieder Leistungen mit durchgeführt werden, die eigentlich in späteren Bauabschnitten in Angriff genommen werden sollten. Auch die Erneuerung der gesamten Fenster, welche wieder Rundbögen erhielten und die Fassadensanierung mit Wärmedämmung sind zum Abschluss gebracht worden.
Weitere Maßnahmen sind derzeit das Herrichten einer Behindertentoilette und die Montage einer Liftanlage, welche den Zugang von der Brückenstraße ins Foyer im Erdgeschoss ermöglicht. Während der gesamten Bauphase wurde die Elektroanlage, die Antennenanlage, die Heizungs- und Sanitäranlage in den berührten Bereichen erneuert.
Die Gesamtinvestition der bisherigen drei Bauabschnitte betrug bisher 674.000 €, aus der Städtebauförderung kamen 300.000 Euro, die bereitgestellten Konjunkturmittel betrugen 168.000 Euro und die Stadt Bleicherode steuerte 206.000 Euro bei. Die Umsetzung des 4. Bauabschnittes ist trotz finanzieller Probleme das nächste Ziel. Helle, freundliche Gasträume, gute Speisen, ein erneuerter Thekenbereich und schöne Vereinszimmer sollen künftig mehr Gäste als bisher in das Haus holen. Der Bürgermeister dankte dem Vorstand und dem Verein als einen der besten und effektivsten der Stadt und wünschte viel Kraft für die noch ausstehenden Arbeiten. Vorstandsmitglied und Versammlungsleiter Jörg Lorenz war sehr erfreut über das große Lob des Bürgermeisters. Gleichzeitig führte er an, dass der Verein sich für die Bürger und die Stadt bemüht.
Abschließende kritisierte Frank Rostek die derzeitige Finanzpolitik des Landes Thüringen. Wir kämpfen darum, dass die finanziellen Mittel für die Kommunen nicht beschränkt werden, so Frank Rostek, und weiter ich binde mein Amt als Bürgermeister von Bleicherode an den Fortbestand dieses Hauses. Diese klare Aussage fand die Zustimmung und die Anerkennung der Vereinsmitglieder und Gäste.


