eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 16:12 Uhr
18.10.2011

nnz-Jukebox: "made in heaven"

Musikalische Hochzeiten unterschiedlicher Partner können mitunter schwer ins Auge gehen. Im besten Falle gehen sie aber direkt ins Ohr. Und wenn Englands bedeutendste Folkrebellen auf eine echte Diva treffen - dann ist alles möglich.

June Tabor & Oysterband
"Ragged Kingdom"
(Westpark Music)


oysterband (Foto: agentur) oysterband (Foto: agentur)


"Wer June Tabor nicht gut findet, kann aufhören Musik zu hören." hat Elvis Costello einmal gesagt. Und man möchte hinzufügen: "Wer ihr Album Ragged Kingdom mit der Oysterband nicht mag, der ist doof." Seit ihrem grandiosen gemeinsamen Erfolg "Freedom and rain" im Jahre 1990 haben die einzigartige Sängerin und die rauen Folkrebellen keine Scheibe mehr zusammen produziert. Nun sind sie mit 12 meist traditionellen Folktiteln zurück und spielen und singen auf dem rührigen Kölner Label Westpark Music, dass es eine wahre Freude ist.

Dabei stellen sich die "Jungs" ganz in den Dienst der Diva, die einfühlsam und ausdrucksstark jede Interpretation zu einem musikalischen Erlebnis macht. In Duetten wie "Love will tear us apart", einer akustischen Version des Joy-Division-Hits, harmoniert die Tabor mit Jon Jones hervorragend und die Band glänzt wie immer mit hinreißendem Arrangement. Die Pfade des traditionellen Folk werden dabei immer wieder mal verlassen und wir lauschen stellenweise einer neuen und zart anmutenden Klassik, wie sie schon in den letzten Alben der Oysters oder auch in den Soloprojekten bspw. des Cellisten Chopper zu hören waren.

Doch die ausgebufften Musiker verlieren sich nicht in Improvisationen oder Spielereien, sondern sind ganz im Gegenteil immer dicht an Junes Gesang dran, verstärken, umschmeicheln, betten ihn ein.
Da gäbe es jetzt noch viel zu schwärmen und zu jubilieren über dieses Werk, doch hat der Rolling Stone die Kooperation zwischen June Tabor and der Oysterband bereits bereits schön auf den Punkt gebracht als er titelte: " A marriage made in heaven".

OLAF SCHULZE
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)