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Di, 15:15 Uhr
18.10.2011

nnz-Forum: Gewandert

Die nnz hatte über die traditionelle Herbstwanderung der Nordhäuser Christdemokraten nach Steigerthal berichtet. Jetzt gibt es im Forum die Eindrücke einer Leserin...


„Leer das Feld, das Korn geborgen.
Durch die golddurchwirkte Flur.
Führt nur eine Räderspur
In den dunstverwebten Morgen“

Diese Zeilen von Horst Köhler aus dem Skizzenbuch einer Wanderschaft hätten den Wanderfreunden Wegbegleiter sein können. Am vergangenen Wochenende trafen sich CDU Mitglieder und deren Familien in Nordhausen-Ost. Sie hatten sich die Wanderroute Steigerthal- Pfaffenkopf vorgenommen.

Die Wanderung startete in Nordhausen-Ost und führte direkt in die Windlücke auf einen landwirtschaftlichen Fahrweg. Gleich an der nächsten Kreuzung wanderte man zur Kuckucksmühle im Himmelgarten. Dann ging es rechts ein kleines Stück abwärts zum schmalen naturbelassenen Schwarzen Weg. Stetig bergauf, wanderten wir unter Bäumen parallel zum landwirtschaftlichen Fahrweg und erreichten nach 2 km den Rastplatz an den Glockensteinen.

Nach dem Aussichtspunkt Pfaffenköpfe ging es weiter auf den Karstwanderweg. Nach stetigem Wechsel von Steigerung und Gefälle kamen wir zur Hohnsdorfer Schlotte. Diese entstand um 1900. Heute ist jedoch nur der Einsturzschacht übrig geblieben. Die Wanderung betrug insgesamt 13 km und dauerte rund 3 Stunden.

Den Schwierigkeitsgrad: „leicht bis mittel“ absolvierten alle Teilnehmer in Bravour. In der Festhalle Steigerthal hielten wir Einkehr und freuten uns auf deftiges vom Grill und eine herzhafte Schlachteplatte. Stefan Nüßle, Chef des Stadtverbandes, seine Frau Anja und Karin Busch sorgten für das leibliche Wohl.

Bürgermeisterin Karin Busch (CDU), Ortschefin seit gut sechs Jahren in Steigerthal, freute sich über die zahlreichen Wanderfreunde. Die Festhalle ist gut ausgestattet und bietet 250 Gästen Platz. Sie ist stolz auf das Erreichte: “Jederzeit kann ich mich auf die Einwohner verlassen. Im Sommer 2013 ist die 750 Jahrfeier in Steigerthal. Bis dahin wollen wir den Festplatz verschönern und behindertengerecht ausbauen.“

Auch die Politprominenz, wie der Generalsekretär der CDU Thüringen, Dr. Mario Voigt, Dr. Klaus Zeh und die Nordhäuser Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan, wanderten gerne mit. Bei interessanten Gesprächen verging die Zeit viel zu schnell. Die herrliche Natur inspirierte jeden auf eigene Weise.
Gisela Buttgereit
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Bodo Schwarzberg
18.10.2011, 21:11 Uhr
CDU - Wanderung und der Gestank von Steigerthal
Ich persönlich würde mich als aktiver BUND-Naturschützer und einer schonenden,nachhaltigen und langfristig zukunfstsweisenden Wirtschaftsentwicklung verbundener Mensch natürlich freuen, wenn sich die Nordhäuser CDU ebensolchen Werten in Worten und Taten verbunden fühlt. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Stadt mehrheitlich gegen Neuverritzungen (=Neuanlage von Steinbrüchen) ausgesprochen hat, hoffentlich mitgetragen auch von den CDU-Mitgliedern. Vielleicht haben sie ja ihre Wanderung als Fortsetzung der Frühjahres-Wanderung der CDU-Ministerpräsidenten verstanden wissen wollen, die uns BUND-Leuten damals mit den unvergessenen Worten entgegen ging: "Wir wollen keinen Gipsabbau".
Gerade Steigerthal, das die chrstdemokratischen Wandersleut besuchten, hat bis heute nichts von seiner historischen Struktur, z.B. durch eine exzessive Wohnbebauung nach der Wende, eingebüßt und der Alte Stolberg ist auf dieser Seite frei von aktuell betriebenen bergbaulichen Zerstörungen. Mögen die Wanderer diese Eindrücke ebenso gewonnen und verinnerlicht haben. Mögen sie den Wert dieses wunderbareh Ausschnittes unserer Südharzer Gipskarstlandschaft auch (und in seinem derzeitigen Zustand!) als Wirtschaftsfaktor erkannt haben und zu einem grundlegenden Maßstab ihres Handelns machen, vor allem unter einem möglichen OB der CDU. Ich vermute mal, dass sie sich gewiss nicht gern zu einer Wanderung von Nordhausen nach Sundhausen mit einer Stipvisite im Gewerbegebiet getroffen hätten, sondern dass sie sich Steigerthal ganz bewusst auswählten, just, weil es von derartigen oder ähnlichen Planungen bisher verschont blieb. Was übrigens nicht heißen soll, dass ich Gewerbegebiete ablehne. Auf deren Lage kommt es an.
Die Idee der CDU, sich wandernd als Gemeinschaft in unseren wunderschönen Naturpark zu begeben, finde ich sehr gut.
Aber auch Steigerthal hat seine Schattenseite: Ich hoffe, dass Frau Klaan und Herrn Dr. Zeh die Schwefelwasserstoff- und Ammoniak-Ausdünstungen in die Nase gestiegen sind, die die ungeklärten kommunalen Abwässer dort noch immer unter freiem Himmel verursachen. Sie verschmutzen einen Bach und versickern in unserer wunderschönen Gipskarstlandschaft unter dem Naturschutzgebiet Alter Stolberg. Und das im Jahr 21 nach der Wiedervereinigung.
Iffland
18.10.2011, 21:57 Uhr
Wanderung war auch Lehrpfad
Lieber Herr Schwarzberg, um es vorweg zu nehmen, die CDU ist geschlossen gegen weiteren Gipsabbau bzw. Eröffnung neuer Abbauflächen. Bei der Wanderung dabei waren auch zahlreiche Kinder, welche die Wanderung ohne Schwächen durchhielten.

Vieles Sehenswerte machte diese Wanderung auch zu einen kurzweiligen Ausflug. Einige historische Begebenheiten haben wir dabei auch näher betrachtet und erläutert so z.B. die Glockensteine.

Zu Ihren Gestankanfrage muß ich Ihnen mitteilen, dass wir dieses mit unseren "Städternasen" nicht bemerkt haben. Vermutlich sind wir da durch die Nordhäuser Schweinemast verwöhnt? Zu Sundhausen kann ich noch kurz hinzufügen, dass wir 2010 auch dorthin einen Ausflug machten. Einladungen dazu lagen uns ja genug vor.

Abschließend kann ich jeden nur empfehlen sich einmal auf die Wanderung zu begeben. Wir sind heute dermaßen mit dem Auto verwöhnt, dass man zum Einen die gelaufene Zeit völlig falsch einschätzt und sich erschreckt, was man für Strecken in kürzester Zeit schafft. Zum Anderen kennt man nur die Landstraßen und Ortsverbindungen und lernt so die "Weiten" unserer Umgebung noch besser kennen.
Steffen Iffland
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