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Sa, 07:16 Uhr
15.10.2011

Literarischer Auftakt

Am 22. und 23. Oktober feiert das Loh-Orchester Sondershausen mit seinem 1. Sinfoniekonzert Franz Liszts 200. Geburtstag. Als Auftakt zu dem Konzert mit GMD Markus L. Frank und dem französischen Pianisten Wilfrid Humbert gibt es diesmal eine Lesung des erfolgreichen jungen Heidelberger Autors Marcus Imbsweiler.

Autor (Foto: Agentur) Autor (Foto: Agentur) Sie liegt in einer sagenumwobenen Gegend, die Rheininsel Nonnenwerth. Rolandsbogen und Drachenfels in Sichtweite, dazu eine herrschaftliche Klosteranlage, die längst ein Hotel beherbergt. Hierher zieht sich im Jahr 1841 der gefeierte und umschwärmte Klaviervirtuose Franz Liszt zurück.

Mit ihm kommt die Gräfin Marie d’Agoult, seine Lebensgefährtin, deren wahren Namen nur wenige kennen. Kein Wunder, dass diese „vie scandaleuse“ für reichlich Gesprächsstoff unter den Inselbewohnern sorgt. Auch George Sand, die skandalumwitterte Autorin, wird gesichtet, und schließlich trifft Liszts früherer Lieblingsschüler Hermann ein, der sich mit seinem Idol versöhnen will.

Immer mehr wird Nonnenwerth zum Pilgerort für Musikliebhaber und Liszt-Verehrer, die per Dampfschiff anreisen. An Ruhe und Entspannung ist daher nicht zu denken. Nach einem Benefizkonzert für den Wiederaufbau des Kölner Doms liegt die rheinische Musikwelt Liszt zu Füßen. Dafür kriselt es zusehends im Verhältnis mit Marie, die seinen Tourneeplänen kritisch gegenübersteht. Kurz vor Liszts 30. Geburtstag verschwindet Cäcilie, die Tochter eines benachbarten Hoteliers. Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse im Leben des Künstlers …

Marcus Imbsweiler, geboren 1967 in Saarbrücken, lebt seit 1990 in Heidelberg. Er studierte Musikwissenschaft und Germanistik und veröffentlicht regelmäßig Artikel im Bereich Feuilleton. Nach seiner erfolgreichen Krimiserie um den Heidelberger Privatermittler Max Koller und dem fantastischen Schwarzwald-Krimi „Himmelreich und Höllental“ ist „Die Erstürmung des Himmels“ sein erster historischer Roman.

Eindrücklich und unterhaltsam schildert Imbsweiler die Atmosphäre um den Virtuosen Liszt, den frühen Starkult des 19. Jahrhunderts. Ironisch-heitere Töne fehlen nicht, da die Geschichte aus der Sicht des eitlen und mitunter neidischen Liszt-Schülers und Pianisten Hermann Cohen erzählt wird.

Die Lesung findet jeweils um 18 Uhr vor dem Sinfoniekonzert im Foyer statt. Der Eintritt zur Lesung ist frei. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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