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Do, 12:01 Uhr
28.08.2003

Die ausgewiesene "Jungfrau"

Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Stadtverwaltung gab es heute – so ganz nebenbei – Grund zum Feiern. Eine männliche Jungfrau wurde 60. Und viele Mitstreiter kamen mit Geschenken, manche davon waren recht ausgefallen. Aber passend für eine Jungfrau.


Gratulanten Seinen 60. Geburtstag feiert heute der Chef des Umweltamtes, Reiner Kirsch. Nun ist Kirsch in und um Nordhausen kein Unbekannter, und so war denn auch die Schar der Gratulanten entsprechend groß. Alle, die heute kamen, die kennt Kirsch nicht nur sehr gut, die hat er alle auch mindestens schon 100 mal abgelichtet. Neben dem Umweltschutz gehört eine seiner Vorlieben der Fotografie. Und wenn man Reiner Kirsch irgendwann mal ohne Fotoapparat sieht, dann stimmt da etwas nicht. Sagen viele seiner Freunde und Bekannten. Die fotografischen Gerätschaften werden in regelmäßigen Abständen einer harten Belastungsprobe unterzogen, dann nämlich zieht es den studierten Geologen in die Wüsten dieser Welt. Hinter vorgehaltener Hand redet man dann über den „Wüsten-Kirsch“.

Kirsch hat sich in punkto Umweltschutz in und um Nordhausen verdient gemacht. Der Südharz hat es ihm mit seinen Schönheiten und Extravaganzen aus geologischer Sicht natürlich angetan. Doch Gips noch mehr wegbaggern, da sträuben sich ihm die Nackenhaare. Neben seinem Job als Amtsleiter seit 1990 hat es ihm das Trinkwasser angetan, da wacht er als Verbandsrat im Wasserverband über Qualität und Quantität, leider auch über Gebühren und vielleicht bald Beiträge.

Momentan denkt Reiner Kirsch noch nicht ans Aufhören. Die Landesgartenschau wird er in der Stadtverwaltung noch „über sich ergehen lassen“, auch hier redet er ein Wörtchen mit. Auch hier ist seine Meinung gefragt. Die plappert er nicht einfach so raus, lieber macht er sich noch mal Gedanken. Schnellschüsse mag die astrologische Jungfrau nicht. Im Jahr 2005 greift dann das städtische Teilzeitmodell, dann kann Reiner Kirsch noch mehr fotografieren oder durch die Wüsten dieser Welt pirschen. Von seinen Kollegen im Amt bekam er ein pikantes Plakat geschenkt. Dessen Motto: „ICH WILL MEHR“.
Autor: nnz

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