Sa, 20:49 Uhr
23.08.2003
Spannendes Lokalderby
Nordhausen (nnz). Am 3. Spieltag in der Landesklasse, Staffel Ost, empfing Wacker 90 Nordhausen heute Nachmittag im Albert-Kuntz-Sportpark den Tabellenführer Salza. Über die Begegnung berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Lokalderbys haben immer eine besondere Brisanz und ziehen stets viele Zuschauer an. Diesmal konnte sich der Wacker-Schatzmeister über die Einnahmen von 751 zahlenden Zuschauer freuen. Unter den Gästen auch Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh, der einer Einladung des Präsidiums gefolgt war.
Für Wacker 90 standen die Vorzeichen vor dem Spiel nach dem total verpatzten Saisonstart alles andere als günstig. Ein Punkt auf der Habenseite und der Zwang, gegen Salza unbedingt gewinnen zu müssen, um den Abstand zur Spitze nicht anwachsen zu lassen, merkte man der Elf in den Anfangsphase deutlich an. Bereits in der 2. Minute sah der übermotivierte Demmer nach einem Foul die Gelbe Karte. Die FSG Salza setzte in der 5. Minute das erste Achtungszeichen. Rieger marschierte durch die gesamte Nordhäuser Abwehr. Sein abgefälschter Schuss streifte die Lattenoberkante.
Die Gastgeber ließen sich jedoch nicht beeindrucken und wurden stärker. In der 11. Minute erkannte der Unparteiische im Strafraum der Salzaer auf Handspiel von Gottschalk. Wacker-Kapitän Jens Ludwig trat an und setzte völlig unkonzentriert das Leder neben das Tor. Nur wenig später streifte Daniel Verkouters Freistoß das Aluminium (14.). Eine weitere Möglichkeit hatte Ranzinger nach einer Flanke von Aschenschwandtner, aber Bukowski reagierte hervorragend (17.). Dann ein rüdes Foul von Demmer an Gottschalk, der später verletzt ausscheiden musste. Glück für Wacker, dass es nur bei einer Ermahnung blieb (20.). Trainer Etzrodt reagiert sofort und nahm Demmer vom Platz. Für ihn kam Lüddemann. In der 44. Minute stockte den Wacker-Fans der Atem. Bonnet spielte auf Schiminitzki. Der fackelte nicht lange und setzte das Leder unhaltbar in die Maschen. Doch der Unparteiische erkannte auf Abseits (44.). Torlos ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit bestimmten die Etzrodt-Schützlinge das Spielgeschehen. Rieger und Schiminitzki waren bei ihren Gegenspielern in "guten Händen". Ranzinger (49.) und Pohl (59.) hatten die Führung für Wacker auf den Füßen. In der 63. Minute der erlösende Torjubel der Fans. Ranzinger schoss aus halblinker Position, Bukowskis rutschte der Ball aus den Armen ins Tor - der einzige Fehler des sonst hervorragenden Schlussmannes. Salza versuchte alles, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Köhlers Knaller aus 20 Metern konnte der Wacker-Keeper erst im Nachfassen entschärfen (65.) und Bonnets Schuss ging knapp am Pfosten vorbei (77.).
Trainer Böhm brachte Basse für Bonnet (80.) und Paul für den völlig verausgabten Hirschelmann (83.). 120 Sekunden vor Ultimo hatte Lars Pohl nach schönem Solo die Chance, die Führung auszubauen, aber Bukowski rettete in großer Manier. In den Schlusssekunden zeigte der Unparteiische dem eingewechselten Basse nach einer Unbedachtheit die rote Karte. Wacker 90 Nordhausen gewann zwar glücklich aber nicht unverdient mit 1:0.
Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt und vorbildlich gekämpft. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, zeigte sich Wacker-Trainer Uwe Etzrodt auf der anschließenden Pressekonferenz zufrieden. Trainer Silvio Böhm bescheinigte seiner Elf, das Gesicht bewahrt und gut mitgespielt zu haben. FSG-Präsident Max Sauter haderte mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, so bei Demmers Foul an Gottschalk, beim nicht gegebenen Führungstor von Schiminitzki und beim überzogenen Platzverweis von Basse. Allerdings ging auch für ihn der Sieg der Gastgeber auf Grund der besseren Chancen in Ordnung.
Am kommenden Wochenende müssen beide Mannschaften vorgezogene Pokalspielen bestreiten. Wacker 90 empfängt am Sonnabend um 15 Uhr den Landesligisten SV 08 Steinach und Salza muss sich am Sonntag zur gleichen Zeit auf dem heimischen Karl-Henze-Sportplatz mit dem 1. FC 03 Gera (ebenfalls Landesliga) auseinander setzen.
Autor: rh
Lokalderbys haben immer eine besondere Brisanz und ziehen stets viele Zuschauer an. Diesmal konnte sich der Wacker-Schatzmeister über die Einnahmen von 751 zahlenden Zuschauer freuen. Unter den Gästen auch Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh, der einer Einladung des Präsidiums gefolgt war.
Für Wacker 90 standen die Vorzeichen vor dem Spiel nach dem total verpatzten Saisonstart alles andere als günstig. Ein Punkt auf der Habenseite und der Zwang, gegen Salza unbedingt gewinnen zu müssen, um den Abstand zur Spitze nicht anwachsen zu lassen, merkte man der Elf in den Anfangsphase deutlich an. Bereits in der 2. Minute sah der übermotivierte Demmer nach einem Foul die Gelbe Karte. Die FSG Salza setzte in der 5. Minute das erste Achtungszeichen. Rieger marschierte durch die gesamte Nordhäuser Abwehr. Sein abgefälschter Schuss streifte die Lattenoberkante.
Die Gastgeber ließen sich jedoch nicht beeindrucken und wurden stärker. In der 11. Minute erkannte der Unparteiische im Strafraum der Salzaer auf Handspiel von Gottschalk. Wacker-Kapitän Jens Ludwig trat an und setzte völlig unkonzentriert das Leder neben das Tor. Nur wenig später streifte Daniel Verkouters Freistoß das Aluminium (14.). Eine weitere Möglichkeit hatte Ranzinger nach einer Flanke von Aschenschwandtner, aber Bukowski reagierte hervorragend (17.). Dann ein rüdes Foul von Demmer an Gottschalk, der später verletzt ausscheiden musste. Glück für Wacker, dass es nur bei einer Ermahnung blieb (20.). Trainer Etzrodt reagiert sofort und nahm Demmer vom Platz. Für ihn kam Lüddemann. In der 44. Minute stockte den Wacker-Fans der Atem. Bonnet spielte auf Schiminitzki. Der fackelte nicht lange und setzte das Leder unhaltbar in die Maschen. Doch der Unparteiische erkannte auf Abseits (44.). Torlos ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit bestimmten die Etzrodt-Schützlinge das Spielgeschehen. Rieger und Schiminitzki waren bei ihren Gegenspielern in "guten Händen". Ranzinger (49.) und Pohl (59.) hatten die Führung für Wacker auf den Füßen. In der 63. Minute der erlösende Torjubel der Fans. Ranzinger schoss aus halblinker Position, Bukowskis rutschte der Ball aus den Armen ins Tor - der einzige Fehler des sonst hervorragenden Schlussmannes. Salza versuchte alles, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Köhlers Knaller aus 20 Metern konnte der Wacker-Keeper erst im Nachfassen entschärfen (65.) und Bonnets Schuss ging knapp am Pfosten vorbei (77.).
Trainer Böhm brachte Basse für Bonnet (80.) und Paul für den völlig verausgabten Hirschelmann (83.). 120 Sekunden vor Ultimo hatte Lars Pohl nach schönem Solo die Chance, die Führung auszubauen, aber Bukowski rettete in großer Manier. In den Schlusssekunden zeigte der Unparteiische dem eingewechselten Basse nach einer Unbedachtheit die rote Karte. Wacker 90 Nordhausen gewann zwar glücklich aber nicht unverdient mit 1:0.
Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt und vorbildlich gekämpft. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, zeigte sich Wacker-Trainer Uwe Etzrodt auf der anschließenden Pressekonferenz zufrieden. Trainer Silvio Böhm bescheinigte seiner Elf, das Gesicht bewahrt und gut mitgespielt zu haben. FSG-Präsident Max Sauter haderte mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, so bei Demmers Foul an Gottschalk, beim nicht gegebenen Führungstor von Schiminitzki und beim überzogenen Platzverweis von Basse. Allerdings ging auch für ihn der Sieg der Gastgeber auf Grund der besseren Chancen in Ordnung.
Am kommenden Wochenende müssen beide Mannschaften vorgezogene Pokalspielen bestreiten. Wacker 90 empfängt am Sonnabend um 15 Uhr den Landesligisten SV 08 Steinach und Salza muss sich am Sonntag zur gleichen Zeit auf dem heimischen Karl-Henze-Sportplatz mit dem 1. FC 03 Gera (ebenfalls Landesliga) auseinander setzen.

