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Do, 09:19 Uhr
08.09.2011

Antwort aus dem Rathaus

Die Sundhäuser Bürgerinitiative will erreichen, dass noch in diesem Jahr die einstige Fläche für den Autohof nun wieder in eine landwirtschaftliche Nutzfläche umgewidmet wird. Die nnz veröffentlichte heute einen entsprechenden Beitrag der BI im Forum...


Aus dem Nordhäuser Rathaus war heute nun zu erfahren, dass eine entsprechende Beschlussvorlage am 14. September im Hauptausschuss vorberaten und zwei Wochen später dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden soll.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
08.09.2011, 15:07 Uhr
Sundhäuser bleibt dran!
Vier Gedanken mache ich mir über die beiden nnz-Meldungen zur Umwidmung der ehemals für den Autohoffläche: Erstens scheint es mir so, als habe erst die wiederholte und öffentliche Wortmeldung der Bürgerinitiative zu den Aktivitäten im Rathaus geführt, die nun hoffentlich zu Nägeln mit Köpfen,also zur Umwidmung zur lw. Nutzfläche führen.

Damit scheint wieder einmal bewiesen, dass nur Druck von unten die Verwaltungsstrukturen bewegen kann, im Interesse des Bürgerwillens zu handeln. Das finde ich bemerkenswert, weil es ja eigentlich vielmehr so sein sollte, dass das Parlament, letztlich ja vom Volk gewählt, von sich aus im Interesse der Bürger agiert.

Zweitens: Ich weiß aus vielen Gesprächen, wieviel Ackerfläche seit der Wende im Bereich der Goldenen Aue für Bebauungen aller Art der diese Region seit Jahrhunderten prägenden landwirtschaftlichen Nutzung entzogen wurde (mehr als 400 ha). Von daher ist eine Umwidmung überfällig.

Drittens: Ich halte es für sehr wichtig, dass die Bürgerinitiative auf die hunderten Hektar brachliegender Flächen innerhalb der Kernstadt Nordhausen als mögliche weitere Gewerbegebiete verweist.
So wichtig, wie ich weitere Gewerbeansiedlungen für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen finde, so wichtig erscheint mir aber auch eine sinnvolle und nachhaltige Flächennutzung. In einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland dürften wir uns es einfach nicht mehr erlauben, so sehr in die Fläche zu gehen, wie immer noch zu beobachten ist.
Wirtschaftliche Entwicklung ist möglich und soll ausdrücklich stattfinden, aber bitte mit Augenmaß. Aber auch hier wird noch viel zu oft nur am Schreibtisch entschieden. Mir ist kein Beschluss des Stadtrates bekannt, der weitere wichtige Gewerbe- und Industrieansiedlungen u.a. mit dem Ziel ausschließlich in die Kernstadt bringen möchte, die weitere Zersiedlung unserer Landschaft zu vermeiden.
Es liegen Welten zwischen der grundsätzlichen Ablehung weiterer Gewerbeansiedlungen und dem Finden von industriewirtschaftlich, landwirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Kompromissen. Viel zu selten werden Nachhaltigsgedanken in Planungen einbezogen, kaum jemand seitens der Stadt scheint sich die Mühe zu machen, Kompromisse zu denken. Meist beschränkt sich Nachhaltigkeit lediglich auf oft fragwürdige Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmenm statt auch die effiziente Flächennutzung mit in die Planungsprozesse einzubeziehen.
Kein Unternehmer kann es sich leisten, so ineffizient zu planen und zu handeln, wie es sich Planer und Verwaltungen mit unser Landschaft erlauben. Weitere Gewerbe- und Industriegebiete, z.B. entlang dem Darrwegs- das würde ich mir wünschen. Damit wäre allen gedient: Der Wirtschaft, der Landwirtschaft und der Ökologie.
Wann beginnen wir endlich auch hier in die Zukunft zu denken?
Dass wir Naturschützet immer als permanente Nein-Sager kritisiert werden,halte ich für zu kurz gegriffen, weil dies einfach nicht stimmt.

Viertens: Von den Sundhäusern würde ich mir wünschen, dass sie nun auch weiter für Gewerbeansiedlungen in der Kernstdadt Nordhausen streiten, also den Blick über den Sundhäuser Tellerrand wagen.

Denn letztlich profitieren auch sie von der wirtschaftlichen und ökologischen gleichermaßen positiven Entwicklung außerhalb ihrer Dorfgrenzen.
H.Buntfuß
08.09.2011, 16:31 Uhr
BI-Sundhausen
Auch ich kann Ihnen, wehrte Damen und Herren der BI-Sundhausen nur raten, sehr wachsam zu sein. Solange die Baufläche nicht in Ackerland umgewandelt ist, müssen Sie mit allem rechnen.

Den Nordhäuser Beamten und Stadtrat traue ich alles zu. So das sie eines Tages, durch ein Hintertürchen, doch noch versuchen zu bauen.
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