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Mi, 16:18 Uhr
07.09.2011

Angst und Bange

"Nach der gestrigen Sitzung des Ausschusses muss ich mich mit einem Statement persönlich und öffentlich zur derzeitigen mehr als bedenklichen Finanzsituation unseres Landkreises öffentlich äußern." So beginnt das Statement von Jürgen Hohberg in der nnz als Vorsitzender des Finanzausschusses im Kreistag...


Nach dem die Gemeinden und Städte doch sehr deutlich - die Landkreise leider nur sehr verhalten - ihre teilweise katastrophale finanzielle Lage dem Thüringer Finanzminister vorgetragen haben ist es meines Erachtens höchste Zeit, öffentlich auf einen drohenden Finanzkollaps unseres Landkreises aufmerksam zu machen.

Ohne Details aus einer nichtöffentlichen Beratung hier darzustellen zu können, sei soviel mitgeteilt: Es war eine deprimierende Sitzung: Sorgen, Frust und eine große Ratlosigkeit waren der beherrschende Tenor ob des erschreckenden, bisher vorliegenden Zahlenwerkes.

Während noch im Jahr 2009 ein Sollfehlbetrag von rund 18 Millionen Euro zu Buche stand, wird dieser im Jahr 2010 noch um rund 1,5 Millionen Euro anwachsen und für das laufende Jahr ist ein weiterer Millionenzuwachs schon jetzt absehbar. Von einem vom Landesverwaltunsamt vorgeschriebenen Defizitabbau sind wir weiter entfernt als je zuvor. Im Gegenteil: Die ersten - vorläufigen Zahlen für einen Haushaltsentwurf 2012 - prognostizieren derzeit eine Finanzierungslücke zum HH-Ausgleich etwa 8 Millionen Euro.

Wobei wir realistisch von eventuellen Kürzungen durch die Verwaltung von zwei Millionen Euro ausgehen. Wie dann realisierbare Sparvorschläge von 6 Millionen Euro vom Ausschuss aufs Papier kommen sollen (ohne unseren Landkreis handlungsunfähig zu machen) ist mir und den Mitglieder des Finanzausschusses völlig unklar.

Alle Fraktionen des Kreistages sollten baldmöglichst, gegebenenfalls auch mit der Kreisverwaltung in Klausur gehen, um ihre Mitglieder des Finanzausschusses über die Vorstellungen der Fraktionen ins Bild zu setzen, in welche Richtung unser Landkreis weiterentwickelt werden soll.

Der Fakt wird in der nächsten Sitzung des Finanzausschusses Anfang Oktober einem dann vorliegendem konkretem Haushalts-Entwurf oberste Priorität einräumen.
Jürgen Hohberg
Autor: nnz

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Kommentare
NDHler
07.09.2011, 16:46 Uhr
Sehr geehrter Herr Hohberg,
was ist an Ihren Ausführungen neu? O.K., die Zahlen haben sich drastisch verändert, ansonsten: Alle Jahre wieder kann man da nur sagen.
Das wird auch nicht besser, wenn ab dem kommenden Jahr Herr Primas im Landratsamt regiert!
Der Roland
07.09.2011, 17:34 Uhr
Tipp für Herrn Hohberg
Der Landkreis soll von der Kameralistik auf die Doppik umstellen und der Fehlbetrag ist "W" wie weg,
Peppone
07.09.2011, 20:07 Uhr
Na so was aber auch!
Nach gefühlten hundert Jahren Kreistagsmitgliedschaft des Herrn Hohberg, hat Herr Hohberg nun erkannt, dass der Kreis ein Finanzproblem hat! Na Prima, das ist ja wirklich was ganz Neues, was unbedingt sofort der Öffentlichkeit gemeldet werden muss.

Nur wem schieben wir das ganze Elend jetzt in die Schuhe? Herrn Hohberg, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses schon mal nicht, der hat durch sein öffentliches Outing seine Integrität bewiesen. Getreu dem Motto der alten Militärs "Melden macht frei"!

Bleiben als Schuldige ja nur noch Frau Krauth, jetzige Finanzdezernäntin, ihr Vorgänger Herr Jendricke und deren beider Cheffe Achim Claus. Man könnte ja mal Würfel schmeißen, wer von denen Schuld sein soll.

Herr Hohberg, noch ein Tipp für Sie. Lassen Sie endlich mal los. In Ihrem Garten gibt es bestimmt Rosen oder ähnliches zu verschneiden. Tun Sie sich einfach selbst den Gefallen. Das tut hier alles beim wohlgesonnenen Lesen nur noch weh!
H.Buntfuß
07.09.2011, 23:10 Uhr
Optionskommune
Jetzt ist es mehr als deutlich, warum der Landkreis vor Gericht zieht, um unbedingt Optionskommune zu werden. Der Landkreis ist mehr denn je auf das Geld der Hartz-IV-Empfänger angewiesen.

Da verschleudert man schon mal gern 5000 € für Gerichtskosten. Dabei sollte jeden der etwas Vernunft hat klar sein, dass man dem Landkreis unter diesen Finanziellen Umständen die Optionskommune verweigert wird.

Sollte man bei Gericht doch so Blauäugig sein und der Klage des Landkreises stattgeben, dann kann ich den Bedürftigen nur raten, sich zu formieren und dem Kreis die Zähne zu zeigen.Wenn nicht wird es für sie ein BÖSES ERWACHEN geben.

Es dürfte jeden klar sein, die abzusehende Pleite und die Optionskommune, muss im Zusammenhang gesehen werden. Wer das nicht begreift, dem sollte man das politische Mandat entziehen, oder?
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