Do, 09:22 Uhr
21.08.2003
Ob es dem ZVBO passt oder nicht!
Nordhausen (nnz). Gegen den so genannten Mindestlohn 2 hatten der Zweckverbund ostdeutscher Bauverbände (ZVBO) Mitte des Monats in Berlin mobil gemacht. Jetzt meldet sich die IG Bau in Nordhausen und meint: Der Mindestlohn 2 werde kommen, ob es dem Verbund passt oder nicht!
Der ZVOB behauptet, dass durch die Einführung dieses 2. Mindestlohnes 50.000 Bauarbeitsplätze in den neuen Bundesländern und Berlin wegfallen. Dies ist die abenteuerliche und durch nichts belegbare Einschätzung eines Zweckverbandes, dessen einziger Zweck es ist, bestehende Tarifverträge zu unterlaufen, so Hartmut Koch, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Nordthüringen der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Mit der Einführung der neuen Mindestlöhne biete sich dagegen eine reale Chance, die Unterbietungskonkurrenz der Baufirmen zu stoppen und zu einem fairen Wettbewerb zurück zu kehren.
Des weiteren bringe er deutliche Einkommensverbesserungen für die Baubeschäftigten mit sich, weil er auch für die Betriebe gilt, die sich keinem Arbeitgeberverband angeschlossen haben, und verringere so das effektive Lohngefälle West/Ost. Ab dem 1. September 2003 sind auch in Nordhausen für Putzer, Fuger, Maschinisten und Kraftfahrer mindestens 10,01 Euro Stundenlohn fällig.
Der Mindestlohn 2 wird pünktlich eingeführt!, erklärte Hartmut Koch. Damit er auf den Baustellen auch wirkungsvoll kontrolliert werden kann, schult die IG BAU derzeit die Vertreter von den Zollbehörden und der Bundesanstalt für Arbeit. Die Gewerkschaft informiert außerdem die Beschäftigten selbst, damit sie die neuen Stundenlöhne von ihren Bossen auch einfordern.
Im Übrigen hatten die Baufirmen 14 Monate Zeit, sich auf die Einführung des Mindestlohnes einzustellen. Wer die neuen Spielregeln bis heute nicht in die Kalkulation für Bauobjekte einbezogen hat, ist unfähig, einen Baubetrieb zu führen und auf der Basis von Gesetz und Tarif zu kalkulieren, so Hartmut Koch von der IG BAU.
Der ZVOB vertrete ausdrücklich nicht die Meinung der Spitzenarbeitgeberverbände: Diese sind sich mit der Baugewerkschaft über die Einführung des Mindestlohnes 2 vollständig einig, um endlich dem ruinösen Wettbewerb einen Riegel vorzuschieben, betonte Koch. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, dessen Haus vor Jahr und Tag die Rechtsverordnung für die neuen Mindestlöhne auf Basis des Entsendegesetzes erlassen habe, denke wohl im Traum nicht daran, an den neuen Mindestlöhnen zu rütteln. Die einzigen Quertreiber sind die vom ZVOB gesteuerten Betriebe.
Autor: nnzDer ZVOB behauptet, dass durch die Einführung dieses 2. Mindestlohnes 50.000 Bauarbeitsplätze in den neuen Bundesländern und Berlin wegfallen. Dies ist die abenteuerliche und durch nichts belegbare Einschätzung eines Zweckverbandes, dessen einziger Zweck es ist, bestehende Tarifverträge zu unterlaufen, so Hartmut Koch, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Nordthüringen der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Mit der Einführung der neuen Mindestlöhne biete sich dagegen eine reale Chance, die Unterbietungskonkurrenz der Baufirmen zu stoppen und zu einem fairen Wettbewerb zurück zu kehren.
Des weiteren bringe er deutliche Einkommensverbesserungen für die Baubeschäftigten mit sich, weil er auch für die Betriebe gilt, die sich keinem Arbeitgeberverband angeschlossen haben, und verringere so das effektive Lohngefälle West/Ost. Ab dem 1. September 2003 sind auch in Nordhausen für Putzer, Fuger, Maschinisten und Kraftfahrer mindestens 10,01 Euro Stundenlohn fällig.
Der Mindestlohn 2 wird pünktlich eingeführt!, erklärte Hartmut Koch. Damit er auf den Baustellen auch wirkungsvoll kontrolliert werden kann, schult die IG BAU derzeit die Vertreter von den Zollbehörden und der Bundesanstalt für Arbeit. Die Gewerkschaft informiert außerdem die Beschäftigten selbst, damit sie die neuen Stundenlöhne von ihren Bossen auch einfordern.
Im Übrigen hatten die Baufirmen 14 Monate Zeit, sich auf die Einführung des Mindestlohnes einzustellen. Wer die neuen Spielregeln bis heute nicht in die Kalkulation für Bauobjekte einbezogen hat, ist unfähig, einen Baubetrieb zu führen und auf der Basis von Gesetz und Tarif zu kalkulieren, so Hartmut Koch von der IG BAU.
Der ZVOB vertrete ausdrücklich nicht die Meinung der Spitzenarbeitgeberverbände: Diese sind sich mit der Baugewerkschaft über die Einführung des Mindestlohnes 2 vollständig einig, um endlich dem ruinösen Wettbewerb einen Riegel vorzuschieben, betonte Koch. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, dessen Haus vor Jahr und Tag die Rechtsverordnung für die neuen Mindestlöhne auf Basis des Entsendegesetzes erlassen habe, denke wohl im Traum nicht daran, an den neuen Mindestlöhnen zu rütteln. Die einzigen Quertreiber sind die vom ZVOB gesteuerten Betriebe.

