Do, 17:02 Uhr
01.09.2011
Luther zum Verschenken
Trinke, was klar ist. Iss was gar ist. Sag was wahr ist. – Dieser hier in der Region bekannte Ausspruch Martin Luthers steht auf der tönernen Flasche mit hochprozentigem Alten Doppelkorn. Doch Luther gibt es nicht nur hochprozentig...
Von links: Dr. Sabine Mehne, LRA Nordhausen, Wirtschaftsförderung Jochen Einenckel, Geschäftsführer der Traditionsbrennerei Nordhausen Jürgen Rennebach, Leiter Museen Tabakspeicher und Flohburg der Stadt Nordhausen Volkmar Kürger, Werkleiter der Thimm Schertler Verpackungssysteme Steffen Otto, Leiter Projektmanagement der Thimm Schertler
Dieser Luther-Korn ist ein eigener Brand, aber nicht ganz so alt wie Luther, sagte Jochen Einenkel, Geschäftsführer der Nordhäuser Traditionsbrennerei. Dort, im Museum zur langen Korntradition der Rolandstadt ist bei einem Besuch des Landratsamtes mit Gästen aus dem Partnerlandkreis Unterallgäu die Idee zu diesem besonderen Korn entstanden, der heute als Teil des neuen Luther-Präsents im Landratsamt vorgestellt wurde. Bei einer Verkostung ist die Idee zwar entstanden, aber es war keine Schnapsidee, meinte heute Dr. Sabine Mehne vom Landratsamt. In einem gemeinsamen Projekt entwickelten Stadt und Landkreis Nordhausen, die Traditionsbrennerei, der Verpackungsspezialist Thimm Schertler und der Künstler Lothar Rechtaczek das Luther-Präsent.
In einem eigens angefertigten Paket ist nicht nur der Luther-Korn in der historisch inspirierten Flasche sicher verpackt. Dort hat auch ein rundes Relief des Reformators Platz, das der einheimische Künstler Lothar Rechtaczek in aufwändiger Handarbeit gestaltet hat. Vorbild für dieses Bildnis von Martin Luther ist eine historische Ofenkachel aus der Renaissancezeit Mitte des 16. Jahrhunderts. Diese Kachel ergab sich aus grünen Scherben, die in den 90er Jahren auf der Burgruine Hohnstein gefunden wurden. Es wird davon ausgegangen, dass die Hohnsteiner Grafen von Stolberg die neue reformatorische Lehre befürworteten. Denn in Stolberg wurde schon 1518 protestantisch gepredigt, so Dr. Sabine Mehne. Deshalb ist es denkbar, dass der Ofen, zu dem die Scherben gehörten, noch zu Lebzeiten Luthers auf der Burg Hohnstein seinen Platz fand.
Bereits im Lutherjahr 1996 ließ der Landkreis aus Anlass des 450jährigen Todestages von Luther 200 Tonkacheln nach dem Vorbild der gefundenen Ofenkachel herstellen. Die waren ratzbatz weg, erinnerte sich Dr. Sabine Mehne. Das neue Keramikrelief hat Lothar Rechtaczek zunächst in einer limitierten Auflage von 100 Stück angefertigt, nachdem das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Weimar die Vervielfältigung des Lutherbildnisses genehmigt hatte. Die dritte Säule des Geschenks sei die Verpackung, so Dr. Sabine Mehne.
Die stellte sich als gewisse Herausforderung dar. Dieser Herausforderung stellte sich Thimm Schertler und entwickelte einen Karton, der wie angegossen passt. Die Pappe dafür sponserte das Unternehmen sogar. Verschlossen durch eine Banderole mit der Luther-Rose, die der Nordhäuser Museumsleiter Jürgen Rennebach gestaltete, ist das Luther-Präsent komplett. Damit ist ein attraktives Marketinginstrument, ein wertvolles Geschenk und, das möchte ich besonders betonen, ein hervorragendes Beispiel für eine partnerschaftliche nichtkommerzielle Zusammenarbeit engagierter einheimischer Partner entstanden, freute sich Dr. Sabine Mehne.
Auch Dr. Cornelia Klose, Kulturamtsleiterin der Stadt Nordhausen, zeigte sich begeistert von der gelungenen Zusammenarbeit. Nun haben wir ein passendes Präsent für die Lutherdekade 2017. Die Stadt werde auch weiterhin durch besondere Angebote und Veranstaltungen die Lutherdekade würdigen und beispielsweise noch in diesem Jahr den Lutherweg fortführen. Denn die Rolandstadt hat starke Bezüge zu Martin Luther, da er nachweislich zweimal hier war, 1516 und 1525 und der Stadt eine besondere Wertschätzung entgegenbrachte. Nordhausen war außerdem eine der ersten Städte in Deutschland, die sich der Reformation anschloss.
Das Luthergeschenk ist ab morgen für 30 Euro in der Stadtinformationen Nordhausen am Markt, in der Tourist-Info des Südharzer Tourismusverbandes im HSB-Bahnhof sowie in der Traditionsbrennerei erhältlich.
Mehr dazu auch auf nnz-tv
Autor: nnzVon links: Dr. Sabine Mehne, LRA Nordhausen, Wirtschaftsförderung Jochen Einenckel, Geschäftsführer der Traditionsbrennerei Nordhausen Jürgen Rennebach, Leiter Museen Tabakspeicher und Flohburg der Stadt Nordhausen Volkmar Kürger, Werkleiter der Thimm Schertler Verpackungssysteme Steffen Otto, Leiter Projektmanagement der Thimm Schertler
Dieser Luther-Korn ist ein eigener Brand, aber nicht ganz so alt wie Luther, sagte Jochen Einenkel, Geschäftsführer der Nordhäuser Traditionsbrennerei. Dort, im Museum zur langen Korntradition der Rolandstadt ist bei einem Besuch des Landratsamtes mit Gästen aus dem Partnerlandkreis Unterallgäu die Idee zu diesem besonderen Korn entstanden, der heute als Teil des neuen Luther-Präsents im Landratsamt vorgestellt wurde. Bei einer Verkostung ist die Idee zwar entstanden, aber es war keine Schnapsidee, meinte heute Dr. Sabine Mehne vom Landratsamt. In einem gemeinsamen Projekt entwickelten Stadt und Landkreis Nordhausen, die Traditionsbrennerei, der Verpackungsspezialist Thimm Schertler und der Künstler Lothar Rechtaczek das Luther-Präsent.
In einem eigens angefertigten Paket ist nicht nur der Luther-Korn in der historisch inspirierten Flasche sicher verpackt. Dort hat auch ein rundes Relief des Reformators Platz, das der einheimische Künstler Lothar Rechtaczek in aufwändiger Handarbeit gestaltet hat. Vorbild für dieses Bildnis von Martin Luther ist eine historische Ofenkachel aus der Renaissancezeit Mitte des 16. Jahrhunderts. Diese Kachel ergab sich aus grünen Scherben, die in den 90er Jahren auf der Burgruine Hohnstein gefunden wurden. Es wird davon ausgegangen, dass die Hohnsteiner Grafen von Stolberg die neue reformatorische Lehre befürworteten. Denn in Stolberg wurde schon 1518 protestantisch gepredigt, so Dr. Sabine Mehne. Deshalb ist es denkbar, dass der Ofen, zu dem die Scherben gehörten, noch zu Lebzeiten Luthers auf der Burg Hohnstein seinen Platz fand.
Bereits im Lutherjahr 1996 ließ der Landkreis aus Anlass des 450jährigen Todestages von Luther 200 Tonkacheln nach dem Vorbild der gefundenen Ofenkachel herstellen. Die waren ratzbatz weg, erinnerte sich Dr. Sabine Mehne. Das neue Keramikrelief hat Lothar Rechtaczek zunächst in einer limitierten Auflage von 100 Stück angefertigt, nachdem das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Weimar die Vervielfältigung des Lutherbildnisses genehmigt hatte. Die dritte Säule des Geschenks sei die Verpackung, so Dr. Sabine Mehne.
Die stellte sich als gewisse Herausforderung dar. Dieser Herausforderung stellte sich Thimm Schertler und entwickelte einen Karton, der wie angegossen passt. Die Pappe dafür sponserte das Unternehmen sogar. Verschlossen durch eine Banderole mit der Luther-Rose, die der Nordhäuser Museumsleiter Jürgen Rennebach gestaltete, ist das Luther-Präsent komplett. Damit ist ein attraktives Marketinginstrument, ein wertvolles Geschenk und, das möchte ich besonders betonen, ein hervorragendes Beispiel für eine partnerschaftliche nichtkommerzielle Zusammenarbeit engagierter einheimischer Partner entstanden, freute sich Dr. Sabine Mehne.
Auch Dr. Cornelia Klose, Kulturamtsleiterin der Stadt Nordhausen, zeigte sich begeistert von der gelungenen Zusammenarbeit. Nun haben wir ein passendes Präsent für die Lutherdekade 2017. Die Stadt werde auch weiterhin durch besondere Angebote und Veranstaltungen die Lutherdekade würdigen und beispielsweise noch in diesem Jahr den Lutherweg fortführen. Denn die Rolandstadt hat starke Bezüge zu Martin Luther, da er nachweislich zweimal hier war, 1516 und 1525 und der Stadt eine besondere Wertschätzung entgegenbrachte. Nordhausen war außerdem eine der ersten Städte in Deutschland, die sich der Reformation anschloss.
Das Luthergeschenk ist ab morgen für 30 Euro in der Stadtinformationen Nordhausen am Markt, in der Tourist-Info des Südharzer Tourismusverbandes im HSB-Bahnhof sowie in der Traditionsbrennerei erhältlich.
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