Ein Blick in die relevante und regionale Corona-Statistik
Wie ist der Stand in Nordthüringer Krankenhäusern?
Freitag, 05. November 2021, 14:45 Uhr
Während die Corona-Fallzahlen allerorten wieder steigen, Deutschland heute eine 7-Tages-Inzidenz von fast 170 aufweist und Thüringen an einem Tag weitere 2 000 Infektionen ans Robert-Koch-Institut meldet, werfen wir noch einmal einen Blick in das regionale Geschehen, nachdem unsere Betrachtung am Dienstag ein so großes Leserinteresse fand. Mit einigen erstaunlichen Ergebnissen aus den Krankenhäusern in Sondershausen und Nordhausen …
In Thüringen lagen in der letzten Oktoberwoche 16 Patienten auf Intensivstationen, nur drei davon waren vorher schon geimpft. Diese Patienten waren über 80 Jahre alt und in zwei Fällen lagen zusätzliche Risikofaktoren vor, verkündet das Thüringer Gesundheitsministerium. Vom 25. - 31. Oktober steckten sich reichlich 4500 Menschen im Freistaat mit dem Virus an, davon 1 015 bereits doppelt geimpfte Thüringer. Da nur Fälle mit vollständigem Impfstatus statistisch berücksichtigt werden bei der Unterscheidung zwischen den beiden Lagern, gibt das Ministerium einen Wert von 2 411 ungeimpften Infizierten an. In Thüringer Krankenhäusern lagen in diesem Zeitraum 70 umgeimpfte Patienten, aber auch 54 doppelt geimpfte.
In den Nordthüringer Kreisen meldet heute der Unstrut-Hainich-Kreis mit 482,9 die höchste Inzidenz, der vor Wochenfrist noch am meisten belastete Kyffhäuserkreis rangiert mit 319,6 inzwischen noch hinter dem Eichsfeld, wo heute ein Wert von 367 ermittelt wurde. Die wenigsten Fälle hat nach wie vor der Landkreis Nordhausen mit einer 7-Tages-Inzidenz von 257,1 zu verzeichnen. In der Hospitalisierungsinzidenz der Einwohner liegen Nordhausen (13,3), der Kyffhäuserkreis (16,3) und das Eichsfeld (14,1) dicht beisammen. Hier hat trotz höchster 7-Tages-Inzidenz der Unstrut-Hainich-Kreis mit nur 7,9 den besten Wert. Diese Kategorie der 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz ist jedoch stark abhängig von den Kapazitäten an Krankenbetten in den einzelnen Kreisen und daher nicht überzubewerten.
Im KMG Klinikum Sondershausen wollten wir wissen, wie die Altersstruktur der eingelieferten Personen sei und erhielten zur Antwort, dass die Patienten im Schnitt 72,5 Jahre zählen. Ihre Verweildauer in stationärer Behandlung hat sich im Gegensatz zum Frühjahr 2020 nur unwesentlich verändert und die derzeitigen 13 Corona-Patienten sind aktuell überwiegend nicht geimpft. Genauer haben wir es nicht erfahren.
Im Südharz Klinikum Nordhausen liegt Stand heute ein Patient mit Corona-Erkrankung auf der Intensivstation und 13 sind es auch hier insgesamt, die in der Robert-Koch-Straße betreut werden. Es kann festgehalten werden, dass die schweren Verläufe der Krankheit im Vergleich zum Frühjahr zurückgegangen sind, was auf die Impfungen zurückzuführen sei, sagte uns Markus Garzke, der Referent der Geschäftsführung.
Trotz steigender Inzidenzzahlen erhöhen sich die Sterbefälle in beiden Einrichtungen nicht. Und auch die Anzahl der intensiv Betreuten ist nach wie vor gering. Die wirklich alarmierende Nachricht kommt jedoch aus dem Südharz Klinikum: von den 13 Patienten im Haus sind sieben bereits zweimal geimpft.
Olaf Schulze
Autor: oschIn Thüringen lagen in der letzten Oktoberwoche 16 Patienten auf Intensivstationen, nur drei davon waren vorher schon geimpft. Diese Patienten waren über 80 Jahre alt und in zwei Fällen lagen zusätzliche Risikofaktoren vor, verkündet das Thüringer Gesundheitsministerium. Vom 25. - 31. Oktober steckten sich reichlich 4500 Menschen im Freistaat mit dem Virus an, davon 1 015 bereits doppelt geimpfte Thüringer. Da nur Fälle mit vollständigem Impfstatus statistisch berücksichtigt werden bei der Unterscheidung zwischen den beiden Lagern, gibt das Ministerium einen Wert von 2 411 ungeimpften Infizierten an. In Thüringer Krankenhäusern lagen in diesem Zeitraum 70 umgeimpfte Patienten, aber auch 54 doppelt geimpfte.
In den Nordthüringer Kreisen meldet heute der Unstrut-Hainich-Kreis mit 482,9 die höchste Inzidenz, der vor Wochenfrist noch am meisten belastete Kyffhäuserkreis rangiert mit 319,6 inzwischen noch hinter dem Eichsfeld, wo heute ein Wert von 367 ermittelt wurde. Die wenigsten Fälle hat nach wie vor der Landkreis Nordhausen mit einer 7-Tages-Inzidenz von 257,1 zu verzeichnen. In der Hospitalisierungsinzidenz der Einwohner liegen Nordhausen (13,3), der Kyffhäuserkreis (16,3) und das Eichsfeld (14,1) dicht beisammen. Hier hat trotz höchster 7-Tages-Inzidenz der Unstrut-Hainich-Kreis mit nur 7,9 den besten Wert. Diese Kategorie der 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz ist jedoch stark abhängig von den Kapazitäten an Krankenbetten in den einzelnen Kreisen und daher nicht überzubewerten.
Im KMG Klinikum Sondershausen wollten wir wissen, wie die Altersstruktur der eingelieferten Personen sei und erhielten zur Antwort, dass die Patienten im Schnitt 72,5 Jahre zählen. Ihre Verweildauer in stationärer Behandlung hat sich im Gegensatz zum Frühjahr 2020 nur unwesentlich verändert und die derzeitigen 13 Corona-Patienten sind aktuell überwiegend nicht geimpft. Genauer haben wir es nicht erfahren.
Im Südharz Klinikum Nordhausen liegt Stand heute ein Patient mit Corona-Erkrankung auf der Intensivstation und 13 sind es auch hier insgesamt, die in der Robert-Koch-Straße betreut werden. Es kann festgehalten werden, dass die schweren Verläufe der Krankheit im Vergleich zum Frühjahr zurückgegangen sind, was auf die Impfungen zurückzuführen sei, sagte uns Markus Garzke, der Referent der Geschäftsführung.
Trotz steigender Inzidenzzahlen erhöhen sich die Sterbefälle in beiden Einrichtungen nicht. Und auch die Anzahl der intensiv Betreuten ist nach wie vor gering. Die wirklich alarmierende Nachricht kommt jedoch aus dem Südharz Klinikum: von den 13 Patienten im Haus sind sieben bereits zweimal geimpft.
Olaf Schulze
