Spendenaktion für Leopold
Das ist ein absolutes Geschenk
Dienstag, 15. Dezember 2020, 20:53 Uhr
Vor gut drei Wochen startete die Familie Bergmann eine Spendenaktion für ihren kleinen Leopold. Die Resonanz aus der Region und darüber hinaus war überwältigend über das finanzielle Ziel ist man bereits hinausgeschossen, das endgültige Ziel aber liegt noch in der Ferne und bleibt weiter ungewiss…
Ein absolutes Geschenk: die Spendenaktion für den kleinen Leopold ist nach gerade mal drei Wochen über das selbstgesteckte Ziel hinausgeschossen (Foto: agl)
Die Liste der Spender, die dem kleinen Leopold Bergmann helfen wollen, ist lang. Sehr lang. Auf ihr finden sich große Namen aus der Region wie Schachtbau oder Wacker und Institutionen wie der ökumenische Kindergarten oder die evangelische Grundschule aber auch Frisöre, Fleischer, Arztpraxen, Polizisten und Feuerwehrleute, Therapeuten, einige Kindergärten, diverse Schulen, kleine Fußballvereine, die Lions-Clubs aus Nordhausen und Sondershausen, Kirmesfreunde, Motorcrossfahrer, Werbefachleute, Optiker und viele Privatleute, große wie kleine, die mit Geld aber auch mit kreativen Ideen und kleinen Geschenken das schwere Los der Familie etwas lindern wollen.
Der fünfjährige Leopold leidet an "Gangliosidose", oder kurz GM 1, und ist damit eines von knapp 16 Kindern in ganz Deutschland, mit dieser Diagnose. Die Krankheit wird durch eine seltene Genmutation verursacht und führt dazu, dass die motorischen Fähigkeiten der Betroffenen bis zur völligen Unbeweglichkeit abnehmen. Die Lebenserwartung ist niedrig, eine Therapie gibt es nicht.
Leopolds Eltern, Janine und Marcel Bergmann, wollen ihr Kind aber nicht einfach aufgeben und riefen Ende November eine Spendenkampagne ins Leben. 150.000 Euro sollten gesammelt werden, um der Familie einen längeren Aufenthalt in den USA zu ermöglichen. Hier, am National Health Institute in Maryland, wird eine Kinder-Therapie-Studie durchgeführt, die Leopold helfen könnte, länger zu leben.
Das gesteckte Ziel hat man, kaum drei Wochen später, nun erreicht. Danke sagt man oft so beiläufig, dabei ist es eigentlich soviel mehr., erzählt Janine Bergmann. Wir haben in den letzten Wochen soviel Offenheit erlebt, so viele offene Herzen, die bereit waren uns zu unterstützen, mit ihren Ideen, ihrem Einsatz oder einfach mit manpower, das war einfach nur unglaublich. Wir sind gerührt, beeindruckt und überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Wir wollen Danke sagen aber eigentlich ist das nicht in Worte zu fassen. Das ist einfach ein Geschenk.
Sie hat die lange Liste mitgebracht, hat viel zu erzählen. Etwa von den zwei jungen Mädchen, die einen Mini-Weihnachtsmarkt organisiert haben und voller Stolz 123,- Euro beisteuern konnten. Oder von den Phyisotherapeuten, die Leopold seit seinem zweiten Lebensjahr kennen und 800 Euro zusammentrugen. Oder die Kicker vom SV Bielen, die ein paar alte Kontakte spielen ließen und erst über die Versteigerung eines Nationalspieler-Trikots Geld zusammenbekamen und dann über den ehemaligen Wacker Trainer Heiko Scholz die Fühler sogar bis zum Dynamo Dresden ausstrecken konnten. Janine Bergmann nennt viele Namen, Dr. Manuela Kahle, die Texte für die Familie verfasst hat, die Agentur PlusGrad, die Website und Flyer gestaltete, die Agentur Plakate 2000, die an den Ortseingängen auf die Aktion mit riesigen Plakaten aufmerksam machte, und, und, und.
Für Leopold seien es oft die kleinen Dinge gewesen, die ihn am meisten gefreut hätten, berichtet die Mutter, die Barbara-Statue vom Bergmannsverein, eine kleine Dinosaurier-Figur oder der gelbe Dynamo-Plüsch-Ball, den er heute bekam. Leopold denkt wahrscheinlich im Moment ist jede Woche Weihnachten.
Den Eltern sind zumindest die finanziellen Sorgen genommen. Der weitere Weg aber, der noch vor ihnen liegt, bleibt mit vielen Unwägbarkeiten behaftet. Im Sommer wollen sie die Reise in die USA antreten. Bis dahin muss Poldi unbedingt fit genug bleiben, um die Parameter der Studie zu erfüllen, an der er teilnehmen soll. Das vorläufige Ziel haben wir erreicht, aber das worst-case-Szenario spukt weiter in meinem Kopf herum, erzählt Janine Bergmann. Niemand kann uns sagen, wie lange Leopold noch so glücklich bleiben kann, wie er jetzt ist. Es gibt nichts, was die Krankheit stoppen könnte und Leopold wird es schlechter und schlechter gehen. Er könnte nicht mehr herumspringen, sich uns nicht mehr mitteilen, seine Lieblingsessen nicht mehr essen und ihm würde eine lange Pflegezeit bevorstehen. Wir wollen und müssen alles menschenmögliche tun, um das zu verhindern.
Das gesteckte Ziel hat man erreicht und die Kampagne läuft weiter. Neben der Post aus Dresden machte heute auch Wacker-Präsident Torsten Klaus der Familie seine Aufwartung und brachte einen Scheck über 1.000 Euro und ein eigenes Trikot für Leopold mit.
Aber was die Zukunft bringt, ob die Therapie in den Staaten anschlägt oder nicht und wie es dannn weitergeht, dass steht in den Sternen. Unterstützung, in welcher Form auch immer, wird die Familie brauchen. Und so darf auch gerne weiter gespendet werden, selbst wenn das Ziel, dass zu erreichen man nicht zu hoffen wagte, schon gerissen ist.
Die Geldspenden gehen auf ein separates Konto, das allein für Leopolds Behandlung und Pflege genutzt werden wird.
Spenden sind auf folgendes Konto möglich:
IBAN: DE09 8205 4052 0030 0201 40
Swift; HELADEF1NOR
bei der Kreissparkasse Nordhauen.
Autor: red
Ein absolutes Geschenk: die Spendenaktion für den kleinen Leopold ist nach gerade mal drei Wochen über das selbstgesteckte Ziel hinausgeschossen (Foto: agl)
Die Liste der Spender, die dem kleinen Leopold Bergmann helfen wollen, ist lang. Sehr lang. Auf ihr finden sich große Namen aus der Region wie Schachtbau oder Wacker und Institutionen wie der ökumenische Kindergarten oder die evangelische Grundschule aber auch Frisöre, Fleischer, Arztpraxen, Polizisten und Feuerwehrleute, Therapeuten, einige Kindergärten, diverse Schulen, kleine Fußballvereine, die Lions-Clubs aus Nordhausen und Sondershausen, Kirmesfreunde, Motorcrossfahrer, Werbefachleute, Optiker und viele Privatleute, große wie kleine, die mit Geld aber auch mit kreativen Ideen und kleinen Geschenken das schwere Los der Familie etwas lindern wollen.
Der fünfjährige Leopold leidet an "Gangliosidose", oder kurz GM 1, und ist damit eines von knapp 16 Kindern in ganz Deutschland, mit dieser Diagnose. Die Krankheit wird durch eine seltene Genmutation verursacht und führt dazu, dass die motorischen Fähigkeiten der Betroffenen bis zur völligen Unbeweglichkeit abnehmen. Die Lebenserwartung ist niedrig, eine Therapie gibt es nicht.
Leopolds Eltern, Janine und Marcel Bergmann, wollen ihr Kind aber nicht einfach aufgeben und riefen Ende November eine Spendenkampagne ins Leben. 150.000 Euro sollten gesammelt werden, um der Familie einen längeren Aufenthalt in den USA zu ermöglichen. Hier, am National Health Institute in Maryland, wird eine Kinder-Therapie-Studie durchgeführt, die Leopold helfen könnte, länger zu leben.
Das gesteckte Ziel hat man, kaum drei Wochen später, nun erreicht. Danke sagt man oft so beiläufig, dabei ist es eigentlich soviel mehr., erzählt Janine Bergmann. Wir haben in den letzten Wochen soviel Offenheit erlebt, so viele offene Herzen, die bereit waren uns zu unterstützen, mit ihren Ideen, ihrem Einsatz oder einfach mit manpower, das war einfach nur unglaublich. Wir sind gerührt, beeindruckt und überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Wir wollen Danke sagen aber eigentlich ist das nicht in Worte zu fassen. Das ist einfach ein Geschenk.
Sie hat die lange Liste mitgebracht, hat viel zu erzählen. Etwa von den zwei jungen Mädchen, die einen Mini-Weihnachtsmarkt organisiert haben und voller Stolz 123,- Euro beisteuern konnten. Oder von den Phyisotherapeuten, die Leopold seit seinem zweiten Lebensjahr kennen und 800 Euro zusammentrugen. Oder die Kicker vom SV Bielen, die ein paar alte Kontakte spielen ließen und erst über die Versteigerung eines Nationalspieler-Trikots Geld zusammenbekamen und dann über den ehemaligen Wacker Trainer Heiko Scholz die Fühler sogar bis zum Dynamo Dresden ausstrecken konnten. Janine Bergmann nennt viele Namen, Dr. Manuela Kahle, die Texte für die Familie verfasst hat, die Agentur PlusGrad, die Website und Flyer gestaltete, die Agentur Plakate 2000, die an den Ortseingängen auf die Aktion mit riesigen Plakaten aufmerksam machte, und, und, und.
Für Leopold seien es oft die kleinen Dinge gewesen, die ihn am meisten gefreut hätten, berichtet die Mutter, die Barbara-Statue vom Bergmannsverein, eine kleine Dinosaurier-Figur oder der gelbe Dynamo-Plüsch-Ball, den er heute bekam. Leopold denkt wahrscheinlich im Moment ist jede Woche Weihnachten.
Den Eltern sind zumindest die finanziellen Sorgen genommen. Der weitere Weg aber, der noch vor ihnen liegt, bleibt mit vielen Unwägbarkeiten behaftet. Im Sommer wollen sie die Reise in die USA antreten. Bis dahin muss Poldi unbedingt fit genug bleiben, um die Parameter der Studie zu erfüllen, an der er teilnehmen soll. Das vorläufige Ziel haben wir erreicht, aber das worst-case-Szenario spukt weiter in meinem Kopf herum, erzählt Janine Bergmann. Niemand kann uns sagen, wie lange Leopold noch so glücklich bleiben kann, wie er jetzt ist. Es gibt nichts, was die Krankheit stoppen könnte und Leopold wird es schlechter und schlechter gehen. Er könnte nicht mehr herumspringen, sich uns nicht mehr mitteilen, seine Lieblingsessen nicht mehr essen und ihm würde eine lange Pflegezeit bevorstehen. Wir wollen und müssen alles menschenmögliche tun, um das zu verhindern.
Das gesteckte Ziel hat man erreicht und die Kampagne läuft weiter. Neben der Post aus Dresden machte heute auch Wacker-Präsident Torsten Klaus der Familie seine Aufwartung und brachte einen Scheck über 1.000 Euro und ein eigenes Trikot für Leopold mit.
Aber was die Zukunft bringt, ob die Therapie in den Staaten anschlägt oder nicht und wie es dannn weitergeht, dass steht in den Sternen. Unterstützung, in welcher Form auch immer, wird die Familie brauchen. Und so darf auch gerne weiter gespendet werden, selbst wenn das Ziel, dass zu erreichen man nicht zu hoffen wagte, schon gerissen ist.
Die Geldspenden gehen auf ein separates Konto, das allein für Leopolds Behandlung und Pflege genutzt werden wird.
Spenden sind auf folgendes Konto möglich:
IBAN: DE09 8205 4052 0030 0201 40
Swift; HELADEF1NOR
bei der Kreissparkasse Nordhauen.

