DER NEBEL UM EINEN SCHANDFLECK LICHTET SICH
Wohnen an der Zorge – Visionen um das Gaswerk
Samstag, 22. Dezember 2018, 19:17 Uhr
Wo sich vor noch nicht allzu langer Zeit die Brache des ehemaligen VEB Kraftverkehr in der Geseniusstraße befand, ist heute das ansehnliche Wohn- und Altersheim Rolandhaus etabliert. Diese Zeitung blieb über Jahre beharrlich am Ball, fragte immer wieder im Rathaus nach und kritisierte, dass der Schandfleck nicht bleiben dürfe. Unser beharrliches Bemühen führte zum Erfolg...
Hier könnten Wohnungen entstehen (Foto: Kurt Frank)
Aus diesem lang gestreckten Gebäude direkt an der Zorge könnten nach Visionen der Service Gesellschaft schmucke Wohnungen werden. Vielleicht mit Balkon zum Fluss.
Nordhausen. Dem Rolandhaus gegenüber befindet sich die Brache altes Gaswerk. Auch hier war nnz von Anfang an bemüht, eine Antwort zu erhalten, welche Vorstellungen es gibt, der Schande ein Ende zu setzen. Das fragten wir im Januar des Jahres 2014 dem Eigentümer, dem Landkreis Nordhausen. Jessica Piper, die Pressechefin, schrieb unter anderem:
Der Landkreis Nordhausen prüft derzeit insgesamt, welche sanierungsbedürftigen Gebäude wieder hergerichtet werden können, welche sich dafür eignen, wie sich die Sanierung gestalten lässt, beispielsweise welche Fördermittel beantragt werden können. Mit dem ehemaligen Gaswerkgelände beschäftigt sich die Verwaltung bereits wieder intensiv seit Juli 2012. Verschiedene Möglichkeiten der Nutzung wurden bereits mit den beteiligten Unteren Behörden des Landkreises diskutiert.
Das war vor fünf Jahren. Die Zeit verging. Erneute Anfrage, was denn nun die Prüfung ergeben habe. Die Antwort über ein Jahr später von der Pressestelle mit Jessica Piper: Der Landkreis hält das Gelände des ehemaligen Gaswerks im Zentrum der Stadt, am Ufer der Zorge, nach wie vor für eine attraktive Fläche, die bauplanerisch auch für Wohnbebauung vorgesehen ist. Möglich wäre Wohnen an der Zorge, aber auch Gewerbeansiedlungen.
Jahre vergingen. Die Pressesprecherin wollte uns auf dem Laufenden halten, sobald sich was Konkretes ergebe. Am 18. April des Jahres tagte der Kreistag. Landrat Matthias Jendricke betrat die Bühne und verkündete: Das Gasgelände wird aufgewertet. Die Service Gesellschaft hat bereits erste Ideen für eine Wohnbebauung entwickelt. Erste Gespräche erfolgten bereits im Aufsichtsrat.
Erneute Anfrage, diesmal im Büro des Landrates. Noch könne nichts Verbindliches gesagt werden. Die Altlasten – das Areal sei kontaminiert – müsse man zunächst beseitigen.
Die alte Villa lässt nur mit etwas Fantasie einstige Pracht erahnen. Auch sie soll ertüchtigt werden. (Foto: Kurt Frank)
Die alte Villa lässt nur mit etwas Fantasie einstige Pracht erahnen. Auch sie soll ertüchtigt werden.
Jetzt, so scheint es, beginnt sich der Nebel, welcher die etwa 23000-Quadratmeter-Brache umgibt, zu lichten. Die Service Gesellschaft mit Geschäftsführer Gunnar Reuter will sich der Sache annehmen. Betriebsleiter Michael Mohr klatscht ihm Beifall. Mit visionären Plänen spart der Landkreis nicht: Wie vor fünf Jahren angedeutet, soll Wohnen an der Zorge Wirklichkeit werden.
Den Vorstellungen der Visionäre schweben über 90 Wohnungen vor. Inbegriffen Sozialwohnungen und Möglichkeiten für Einzelhändler. Das lang gestreckte Gebäude direkt am Ufer der Zorge wolle man ertüchtigen und mit Leben erfüllen. Ebenso die einstige Villa, deren ehemalige Pracht sich nur erahnen lässt. Von heute auf morgen erfüllen sich die Träume nicht. Einige Jahre müssen sich die, die ihren Traum von Wohnen an der Zorge verwirklichen möchten, schon gedulden. Und wenn wieder über fünf Jahre von den ersten Visionen bis eventueller Wirklichkeit vergeben sollten, könnten die ersten Mieter eventuell schon 2024/25 einziehen.
Kurt Frank
Autor: red
Hier könnten Wohnungen entstehen (Foto: Kurt Frank)
Aus diesem lang gestreckten Gebäude direkt an der Zorge könnten nach Visionen der Service Gesellschaft schmucke Wohnungen werden. Vielleicht mit Balkon zum Fluss.Nordhausen. Dem Rolandhaus gegenüber befindet sich die Brache altes Gaswerk. Auch hier war nnz von Anfang an bemüht, eine Antwort zu erhalten, welche Vorstellungen es gibt, der Schande ein Ende zu setzen. Das fragten wir im Januar des Jahres 2014 dem Eigentümer, dem Landkreis Nordhausen. Jessica Piper, die Pressechefin, schrieb unter anderem:
Der Landkreis Nordhausen prüft derzeit insgesamt, welche sanierungsbedürftigen Gebäude wieder hergerichtet werden können, welche sich dafür eignen, wie sich die Sanierung gestalten lässt, beispielsweise welche Fördermittel beantragt werden können. Mit dem ehemaligen Gaswerkgelände beschäftigt sich die Verwaltung bereits wieder intensiv seit Juli 2012. Verschiedene Möglichkeiten der Nutzung wurden bereits mit den beteiligten Unteren Behörden des Landkreises diskutiert.
Das war vor fünf Jahren. Die Zeit verging. Erneute Anfrage, was denn nun die Prüfung ergeben habe. Die Antwort über ein Jahr später von der Pressestelle mit Jessica Piper: Der Landkreis hält das Gelände des ehemaligen Gaswerks im Zentrum der Stadt, am Ufer der Zorge, nach wie vor für eine attraktive Fläche, die bauplanerisch auch für Wohnbebauung vorgesehen ist. Möglich wäre Wohnen an der Zorge, aber auch Gewerbeansiedlungen.
Jahre vergingen. Die Pressesprecherin wollte uns auf dem Laufenden halten, sobald sich was Konkretes ergebe. Am 18. April des Jahres tagte der Kreistag. Landrat Matthias Jendricke betrat die Bühne und verkündete: Das Gasgelände wird aufgewertet. Die Service Gesellschaft hat bereits erste Ideen für eine Wohnbebauung entwickelt. Erste Gespräche erfolgten bereits im Aufsichtsrat.
Erneute Anfrage, diesmal im Büro des Landrates. Noch könne nichts Verbindliches gesagt werden. Die Altlasten – das Areal sei kontaminiert – müsse man zunächst beseitigen.
Die alte Villa lässt nur mit etwas Fantasie einstige Pracht erahnen. Auch sie soll ertüchtigt werden. (Foto: Kurt Frank)
Die alte Villa lässt nur mit etwas Fantasie einstige Pracht erahnen. Auch sie soll ertüchtigt werden.Jetzt, so scheint es, beginnt sich der Nebel, welcher die etwa 23000-Quadratmeter-Brache umgibt, zu lichten. Die Service Gesellschaft mit Geschäftsführer Gunnar Reuter will sich der Sache annehmen. Betriebsleiter Michael Mohr klatscht ihm Beifall. Mit visionären Plänen spart der Landkreis nicht: Wie vor fünf Jahren angedeutet, soll Wohnen an der Zorge Wirklichkeit werden.
Den Vorstellungen der Visionäre schweben über 90 Wohnungen vor. Inbegriffen Sozialwohnungen und Möglichkeiten für Einzelhändler. Das lang gestreckte Gebäude direkt am Ufer der Zorge wolle man ertüchtigen und mit Leben erfüllen. Ebenso die einstige Villa, deren ehemalige Pracht sich nur erahnen lässt. Von heute auf morgen erfüllen sich die Träume nicht. Einige Jahre müssen sich die, die ihren Traum von Wohnen an der Zorge verwirklichen möchten, schon gedulden. Und wenn wieder über fünf Jahre von den ersten Visionen bis eventueller Wirklichkeit vergeben sollten, könnten die ersten Mieter eventuell schon 2024/25 einziehen.
Kurt Frank
